A Long Way Down
Nick Hornby
Aus dem Englischen von Clara Drechsler und Harald Hellmann • Bühnenfassung von Stefan Eberle
Jeden Tag neue Schreckensmeldungen in den Nachrichten. Private und berufliche Probleme häufen sich. Man hat ständig das Gefühl, dass es nur noch abwärts geht mit der Welt. Warum also weiterleben? Warum nicht auf ein hohes Gebäude steigen und in einer stillen und friedlichen Nacht dem Ganzen ein Ende setzen? Diese Frage stellen sich auch die vier Protagonisten in »A Long Way Down«: der abgetakelte TV-Moderator Martin, die überforderte Mutter Maureen, die manisch-depressive Jess und der gescheiterte Musiker J.J.. Zufällig wählen sie für ihren Befreiungssprung das gleiche Datum, die gleiche Zeit und das gleiche Gebäude in der Stadt aus. Überrumpelt von der unerwarteten Gesellschaft, machen alle vier einen Rückzieher.
Statt zu springen, schließen sie einen Pakt: Sie wählen einen neuen Selbstmordtermin und müssen sich bis dahin umeinander kümmern. So findet eine Gruppe von Menschen zueinander, die unterschiedlicher nicht sein könnten – und die einander doch auf wundersame Weise zu helfen wissen.
Nick Hornbys Romanvorlage ist eine tiefschwarze Komödie mit viel schrägem britischen Humor. Die Bühnenfassung wurde von Stefan Eberle exklusiv für die Studiobühne des Ingolstädter Stadttheaters geschrieben und richtet sich an all diejenigen, die Theater in seiner einfachsten Form lieben: Vier Menschen auf einer kleinen Bühne verhandeln über die existenziellsten Probleme des Lebens und die Zuschauer*innen sind eingeladen, mit ihnen zu lachen, zu trauern und am Ende vielleicht neue Hoffnung für das komplizierte Leben zu schöpfen!
Der Regisseur Stefan Eberle sagt: »In einer Zeit, in der die Welt verrücktspielt, war es mir eine große Befriedigung, einen Roman zu lesen und zu bearbeiten, in dem vier Menschen mit dem Gedanken spielen, sich umzubringen, weil sie vom Leben überfordert sind.«
mit: Matthias Zajgier (Martin), Victoria Voss (Maureen), Sarah Schulze-Tenberge (Jess), Sebastian Kremkow (JJ)
- Regie
- Stefan Eberle
- Ausstattung
- Lilian Tschischkale
- Dramaturgie
- Kolja Buhlmann
- Regieassistenz / Soufflage
- Dagmar Riedinger
- Theatervermittlung
- Julia Pöppich
- Inspizienz
- Rowena Haunsperger
»Regisseur Stefan Eberle überzeugt mit einer schlanken Textfassung, die Raum für die emotionalen Dilemmata der Protagonisten lässt, setzt auf starke Schauspieler, deren Kampf gegen die eigenen Dämonen höchst facettenreich ausgetragen wird. Am Ende steht ein gemeinsames Ja zum (Über)Leben. Ein Hoffnungsschimmer. Genau das Richtige in Zeiten wie diesen. Langer Applaus!«
»Wie diese Unglücklichen sich so unterhaltsam gegenseitig aus ihren Tiefpunkten herausholen, macht ›A long way down‹ im Studio des Stadttheaters Ingolstadt zu einem Mutmacherstück in diesen nicht gerade fröhlichen Zeiten. Also keine Angst vor dem Thema. Treffen sich vier Selbstmordkandidaten auf einem Hochhausdach... So könnte schließlich auch ein Witz beginnen. Begeisterter Applaus.«