Tanztage 2025: K.I.nd of Human – Zwischen Fleisch und Festplatte
So eine Art Mensch. Wir: warm, widersprüchlich, empathisch. Die Welt da draußen: Technik, Algorithmen, eine Hochgeschwindigkeits-Serverfarm. Wir lächeln in die Smartphone-Kamera, während Maschinen anfangen, nachzudenken. Und dann sind da noch die zwei großen Fragen: Fluch oder Segen? Und: Wer hat hier eigentlich in Zukunft das Sagen?
K.I.nd of Human setzt sich mit dem allgegenwärtigen Thema Künstliche Intelligenz auseinander. Eine 60minütige Bühnenproduktion mit vier Tänzerinnen/Tänzern und vier Musikerinnen/Musikern, eine Stunde an der Grenze zwischen Fleisch und Festplatte. Das Stück zeigt KI als mächtiges Werkzeug und lotet gleichzeitig ihre Grenzen aus. K.I.nd of Human geht der Sache nach: Wir programmieren uns Perfektion – aber wo bleibt das Unperfekte, Vage? Wo bleibt ein grundloses Lächeln? Und was ist mit Fehlern, die uns erst liebenswert machen? Menschlich?
Die Umsetzung:
Am Anfang steht ein Tauchgang. Saxofone versinken im Wasser, ihr Klang trifft auf elektronische Musik. Ein feuchtfröhliches Mash-Up und eine Metapher für die Geburt des Humanoiden. Und dann... wird es immer menschlicher, roher, echter – bis zum rein akustischen Finale. Die Originalmusik von Leonard Kuhn wurde mithilfe von KI komponiert und schwankt zwischen elektronischen und akustischen Klängen, die einerseits Künstlichkeit und andererseits Menschlichkeit symbolisieren sollen. Bis am Ende nur eine Frage bleibt. Sind wir das noch – oder ist das schon Code?
Das Ensemble:
arcis_collective - Die Choreografie zu K.I.nd of human von Roberta Pisu entstand in enger künstlerischer Partnerschaft mit dem Arcis Saxophon Quartett, das die Beziehung zwischen klassischer Musik und Tanz erforscht. Das Besondere: Die Musikerinnen und Musiker sind hier nicht nur Begleitung – sie sind selbst Performerinnen und Performer und stehen mittendrin. Sie bewegen sich, sie atmen mit der Musik, mit dem Tanz. Eine Grenze zwischen den Kunstformen existiert nicht. Es ist ein Spiel, ein Dialog, ein ständiges Neuschreiben der Bewegung im Takt der Klänge.
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