Tanztage 2025: Und mache mir die Welt
Eine Performance von Marie Nüzel
ab 8 Jahren
Nicht nur klatschen, mitentscheiden!
Erwachsene wissen immer automatisch alles besser. Sagt man. Und man nennt es: Adultismus. Ein sperriges Wort für eine ungerechte Realität. Denn ähnlich wie bei anderen -ismen (Rassismus, Sexismus) wird hier eine Gruppe aufgrund bestimmter Merkmale – in diesem Fall Alter – abgewertet und benachteiligt.
Das geht natürlich auch anders.
Einige Theater für junges Publikum haben sich schon entschieden: Sie beziehen Kinder und Jugendliche in verschiedene Entscheidungen zu ihren Stücken mit ein.
Auch Marie Nüzel hat sich auf diesen Weg gemacht.
In „Und mache mir die Welt“ durften Kinder und Jugendliche diesmal nicht nur zuschauen und (vielleicht) klatschen, sondern mitmachen und mitentscheiden. Sie waren bei der Auswahl der Performer*innen dabei, haben mit ihnen Spielvarianten erarbeitet, gemeinsam mit Thalia Schöller Textgrundlagen geschrieben und nach Probenbesuchen ihr Feedback gegeben.
Wohin, wenn die Welt zu laut wird?
Worum es geht: Es gibt eine Studie, die aufzeigt, dass die psychischen Belastungen von Kindern und Jugendlichen durch globale Krisen in den letzten Jahren stetig zugenommen haben. Auch weil sie das Gefühl haben, nicht genug Gehör und zu wenig Mitsprache zu bekommen.
„Und mache mir die Welt” dreht sich um die Frage, wie Kinder und Jugendliche den großen, oft verunsichernden Themen unserer Zeit begegnen und mit ihnen umgehen. Wie halten sie stand, wenn Krisen toben und die Welt zu laut wird? Und warum wachsen so viele von ihnen ausgerechnet mit Geschichten von Held*innen auf, die mutig die Welt der Erwachsenen entern und zu echten „Gamechangern“ werden? Da klafft ein großer Spalt zwischen Realität und Narrativ. Und genau diese Diskrepanz bildet den Ausgangspunkt des Stücks. Im zweiten Teil machen wir uns dann auf die Suche nach Räumen, die Schutz und Zuflucht bieten, wenn das Chaos da draußen mal wieder zu sehr dröhnt. Und fragen: Wie können wir fürsorglich miteinander umgehen? Wie können wir es schaffen, in all dem Schlamassel nicht ganz so allein zu sein?
Schlagworte zum Stück #Tanztheater #Mit Kindern über Krisen sprechen #kindgerechte Bilder für die Welt finden #Ein Theater, das anerkennt, dass am Ende nicht alles gut sein muss #Resilienz durch ehrliche Gespräche #Orte, in denen Fürsorge lebendig wird #Adultismus – Kinder ernst nehmen, weil sie mehr zu sagen haben, als wir oft hören wollen
Künstlerische Leitung und Choreographie: Marie Nüzel
Bühne und Kostüme: Stephanie Zimmer
Dramaturgie: Rose Fock-Nüzel
Kinder- und Jugendbeteiligung: Thalia Schöller
Performance und Co-Creation: Kathrin Knöpfle -
Performance und Co-Creation : Aurora Bonetti
Performance und Co-Creation: Marcello Musini
Kinder und Jugendliche, die dieses Projekt mit ihren Ideen maßgeblich geprägt haben: Filippa, Marta, Milla, Selma, Timon, Vincent, Willi, Lina, Felix Praktikum: Livia, Yuna Diese Arbeit wäre nicht möglich gewesen ohne die unermüdliche Care-Arbeit im Hintergrund von Alex, Hermine, Rose und Hans.