Was wäre, wenn alles mit einem kleinen Juckreiz beginnt? Aus genau diesem entsteht der Bär, der plötzlich da ist – und sich mit einer ebenso einfachen wie großen Frage auf den Weg macht: „Bist du ich?“
Bei der Konzeptionsprobe zu „Der Bär, der nicht da war“ gaben Regisseurin Simone Oswald und das künstlerische Team einen ersten Einblick in ihre Inszenierung der poetischen Geschichte von Oren Lavie. Entstehen soll ein ebenso fantasievoller wie berührender Theaterabend, der Kinder und Erwachsene dazu einlädt, gemeinsam über die großen Fragen des Lebens nachzudenken.
Der Bär begegnet auf seiner Reise einer Kuh, einem Salamander und einem Pinguin, der so viel nachdenkt, dass für den Bären kaum noch Platz zum Mitdenken bleibt. Ohne zu werten, neugierig und offen erkundet er die Welt und fragt sich: Wer bin ich? Wer möchte ich sein? Am Ende führt ihn sein Weg zurück nach Hause – und zu sich selbst.
Simone Oswald beschreibt das Stück als eine „tolle Welt mit tollen Zutaten“, in der philosophische Fragen für Kinder auf spielerische und humorvolle Weise verhandelt werden. Oren Lavies Text verbindet Witz, Wärme und Poesie und lädt dazu ein, gemeinsam über scheinbar einfache Fragen nachzudenken: Wie viele Sorten von Stille gibt es? Kann man schneller pfeifen als man gehen kann?
Auch das Bühnenbild von Josephine Nachtwei greift die Reise des Bären auf. Dieses Motiv zieht sich durch die gesamte Inszenierung – unter anderem in Form von Fell-Hohlzylindern und einem geheimnisvollen Bärenbaum mit Baumspiegel. Die Natur bildet dabei das verbindende Element und schafft einen fantasievollen Raum für Begegnungen und Entdeckungen.
Die Inszenierung verbindet Erzähl- und Musiktheater und schafft mit vielen unterschiedlichen Klangstimmungen eine besondere Atmosphäre. David Pagan lässt das Geschehen live mit Loop Station, Bass- und Akustikgitarre begleiten und macht die Musik zu einem lebendigen Teil der Erzählung.
„Der Bär, der nicht da war“ erzählt mit Leichtigkeit und Tiefgang von Identität, Freundschaft und der Freude, sich selbst zu begegnen – ein Theatererlebnis für alle, die neugierig auf die Welt und auf sich selbst sind. Premiere ist am 3. Oktober 2026 im Studio im Herzogskasten!