Kleines Haus Extra: Schwarze Jungfrauen

«Die islamische Renaissance – sie ist in vollem Gange. Ich glaube nicht an die Idee der Avantgarde. Wenn schon, dann sind wir schwarzen Jungfrauen so etwas wie die Postgarde der kaputten Moderne ... Ich werde Rechtsanwältin, eine andere Ärztin, und wieder eine andere gründet eine Firma. Die schleichende Landnahme ist in vollem Gange.» «Ich hab mir sogar von Lesben sagen lassen dass sie mein Schleier in Ordnung finden weil er die Männer auf Abstand hält was für Kommunistenfotzen ... Und von wegen Schleier in den Augen von den Pilzmaden hier läuft jede von uns mit nem Schleier rum egal obs n Kopftuch is oder n Tuch im Nofretete-Look oder ne hochmodische Seidenhaube» «Ich war Christin, das stand in meinem Pass, jetzt bin ich Muslima ... Den neuen Glauben habe ich in eigener Regie verarbeitet, er ist für mich keine fremde Lehre, keine von Ausländern vermittelte Lehre. Das Bewusstsein ist national, man muss sich über die Boten der fremden Lehre hinwegsetzen. Ich bin eine Deutsche, und ich lasse es nicht zu, dass mir irgendwelche hergelaufenen Türken meinen Glauben kaputt stinken.» Zehn muslimische Frauen, zehn Monologe. Dschihad und verbotene Affären, der Traum von der islamistischen Weltrevolution und ein Leben als Hausfrau und Mutter als Erfüllung aller Wünsche: Feridun Zaimoglus und Günter Senkels «Schwarze Jungfrauen» haben nur eins gemeinsam: ihre Radikalität. Mit: Julia Maronde Jennifer Kornprobst Olivia Wendt Yahsmine Macaira Maria Tietze Regie: Julia Mayr
Regie: 
Julia Mayr
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Kleines Haus