Ingolstadt zum Beispiel: Sporaden [grch. die Zerstreuten]

Heimatabend für das 3. Jahrtausend

Sporaden, die Zerstreuten, nördliche und südliche Sporaden, Inselgruppen im Ägäischen Meer, in jedem Fall aber fernab der gemütlichen Überschaubarkeit einer bayerischen Kleinstadt von industriellem Weltformat. Was sollte das eine nun mit dem anderen zu tun haben? Alles und nichts, So oder so ähnlich würde dies sicher auch Michel Houellebecq sehen, dessen erstes Zeit-Interview anlässlich der deutschsprachigen Erstauflage seines Bestsellers „Elementarteilchen“ mit den Worten „Man muss den Tod abschaffen“ überschrieben war. Tod als endgültiges Scheitern am Leben. Weiterführung der alltäglichen Lethargie im 21. Jahrhundert. Gesellschaft als eine Ansammlung von ver-/zerstreuten Elementarteilchen, die kreuz und quer durchs Donaugefilde streifen, auf der Suche nach einem Ort, der sie leben lässt, ohne dass sie einander auch nur ein einziges Mal wirklich begegnen. Der zweite Heimatabend führt Sie mit John von Düffel übers Wasser bis nach Großbritannien zu Irvine Welsh‘s „Drecksau“ mit einem Umweg über die Selbstfindungscamps Houellebecqs inklusive Thailändischer Sextourismus-Spelunken. Ausdehnung und Zerstreuung der Fleißerschen Schwimmvereine. Teil zwei der Reise. Mit Ihnen. Durch die Heimat. Die Konzeption hat Schirin Khodadadian entwickelt, die auch Regie führt. Es spielen: Chris Nonnast, Bettina Schmidt, Sascha Römisch, Gregor Trakis. Termin: Dienstag, 18. Februar, 20.00 Uhr, Foyer.
Konzeption und Regie: 
Schirin Khodadadian
,
Foyer/Großes Haus