Geheime Freunde

Kinderstück von Rudolf Herfurtner (ab 11 Jahren)

nach dem Roman "Der gelbe Vogel" von Myron Levoy

New York 1944. Im Radio kommen Nachrichten vom Krieg in Europa. Alan, der Sohn eines kleinen jüdischen Beamten, und Shaun, sein irisch-katholischer Freund, bekommen Probleme. Alan soll sich ein bisschen um das eben zugezogene jüdische Mädchen Naomi Kirschbaum kümmern. Sie ist die Tochter eines französischen Widerstandskämpfers, den die Gestapo vor ihren Augen erschlagen hat. Seitdem ist sie völlig verstört, redet nicht mehr. Und nun soll ihr Alan helfen, wieder den Weg ins normale Leben zu finden. Doch das Gesetz der Straße und Hinterhöfe ist hart und die Jungen kämpfen mit der gleichen Brutalität wie die Erwachsenen gegeneinander. Sie haben die gleichen Vorurteile gegen Herkunft und Religion. Plötzlich spielt es eine Rolle, ob man Jude ist oder nicht. Und da soll Alan mit einem Mädchen spielen, so wird er sein Image als „Weichei“ nie los. Und Hausmeistersohn Joe Condello, gefürchteter Schläger und Judenhasser, wird der ihm das durchgehen lassen? Doch Naomi interessiert Alan. Ganz behutsam bekommt er Kontakt zu ihr und durch geduldiges Spiel mit einer Puppe werden die beiden Kinder geheime Freunde. Aber das Leben ist bitter und so steht am Ende kein Happy end. Diese Dramatisierung und Bearbeitung der Buchvorlage des Münchner Autors Rudolf Herfurtner („Spatz Fritz“) ist eines der wichtigsten Stücke des deutschen Kinder- und Jugendtheaters und wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Es ist eine spannende und bewegende Geschichte. Wenn auch Ort und Zeit fern erscheinen, so ist es doch ein Modell für hier und heute, wo sich die Fragen von Fremdsein und Kennenlernen, Solidarität und Toleranz auch täglich stellen. Das Kinderstück wird empfohlen für Kinder ab 11 Jahren.
Regie: 
Irmgard Lübke
Bühne: 
Andrea Kuprian
Kostüme: 
Andrea Kuprian
Premiere am ,
Kleines Haus