Schauspieler Enrico Spohn steht auf der Bühne und Schauspielerin Luiza Monteiro wird per Video eingeblendet / © Pedro Malinowski

Slippery Slope

von Yael Ronen und Shlomi Shaban

mit Musik von Shlomi Shaban, Yaniv Fridel und Ofer Shabi • zusätzliche Texte von Itai Reicher und Riah Knight • Übersetzung von Irina Szodruch

Höflichkeit ist schnell Übergriffigkeit. Ironie, Satire oder gar Glossen müssen bitte immer deutlich mit Warnhinweisen verifiziert werden. Bewährt bekannte Bezeichnungen gelten plötzlich als »böse« und dürfen nicht mehr einfach so naiv ausgesprochen werden. Der verheiratete schwedische Musiker Gustav Gundesson traut seinen Augen nicht, als er entdeckt, dass seine ex-geliebte präpotent protegierte Partnerin Sky 90 Millionen TikTok-Klicks hat und ihn, den Weltstar des Schlagers, durch den jungen Elektro-Star Shantez ersetzt hat. Er kommt sich mit seinen 5000 Followern auf Twitter vor wie ein anachronistisches Auslaufmodell, das sich mit Vorwürfen wie »kulturelle Aneignung, rassistische Auslegung, Missbrauch und Degradierung, Ausbeutung deklariert als Kooperation …« konfrontiert sehen muss. »Slippery Slope« handelt Identitätspolitik, Feminismus, Pervertierung und Social-Media-Wahn in einem schrillen und musikalisch überragenden Abend allumfassend ab.

Lesen Sie dazu ein Interview mit Videokünstler Stefano Di Buduo über TikTok und den Social-Media-Wahn.

 

Hinweis: Die Produktion enthält Stroboskop-Lichteffekte, schnelle und flackernde Bildabfolgen, die negative Auswirkungen auf lichtempfindliche Zuschauer*innen haben können.

Regie: 
Yael Ronen
Bühne und Kostüm: 
Katrin Busching
Musikalische Leitung: 
Yaniv Fridel, Ofer Shabi
Videografie: 
Stefano Di Buduo
Videoassistenz: 
Chiara Stuto
Dramaturgie: 
Daniel Theuring
Theatervermittlung: 
Katharina Wüstling
Premiere am ,
Großes Haus
Dauer: 100 Minuten
Donaukurier – 04.10.2022
»Ein vielversprechender Spielzeitauftakt!«

»Mit perfekt austariertem Tempo, viel Spielwitz und einem großartigen Ensemble bringt Regisseurin Yael Ronen ihr schwarzhumoriges Stück auf die Bühne. Ein Stück, das blitzgescheit Entertainment mit Debattenkultur verbindet, von der Komplexität der Welt erzählt und das Publikum mit vielen Fragen zurücklässt – nach der Wahrheit, immer neuen Aufregern und unserer eigenen Rolle in diesem System. Ein vielversprechender Spielzeitauftakt!«

Neuburger Rundschau – 04.10.2022
»Grandios«

»Musikalisch ist das Ensemble auf den Punkt, bedient die ganze stilistische Bandbreite (Einstudierung: Tobias Hofmann). Immer wieder gibt es Szenenapplaus für die Soli, Duette. Was Stefano Di Buduo (Videografie) abliefert, sind keine flachen Projektionen, die ein Bühnenbild ersetzen oder Schauspielertext illustrieren sollen. In den besten Momenten des Abends stellt er Welten ins Bühnenrund, lässt analoge und virtuelle Wirklichkeiten in vieldimensionalen Licht- und Farbräumen ineinander übergehen. Grandios.«

Regensburger Zeitung – 05.10.2022
»Phantastisches Gesangs-Ensemble«

»Im Zentrum aber stehen die Schauspieler und Schauspielerinnen: Mit Enrico Spohn, Luiza Monteiro, Marc Simon Delfs, Andrea Frohn und Judith Nebel kann man ein phantastisches Gesangs-Ensemble bewundern. Eine Musical-Schauspiel-Produktion als feiner Einstieg in die Saison.«

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