Trainspotting

Jugendstück von Irvine Welsh/Harry Gibson (ab 14 Jahren)

Wiederaufnahme des packenden Jugendstücks: TRAINSPOTTING, das Zügegucken, erzählt eine Geschichte über vier Jugendliche, Mark, Franco, Tommy und Alison, im schottischen Arbeitervorort Leith. TRAINSPOTTING erzählt von vier Menschen, die sich in einer Art „Vakuumblase“ befinden, die im wahrsten Sinne den Zug verpasst haben. Das, was ihnen bleibt, ist den vorbeifahrenden Zügen hinterherzusehen - der Aufsprung ist verpasst, den Moment des Absprungs haben sie verstreichen lassen. „Wie soll man leben im Zustand des Verschwindens?“ Auf der Suche nach Nähe, den Anderen, sich selbst zu spüren. Im Wissen darum, dass es keine Antworten mehr gibt, machen sich die vier auf die Suche nach Herausforderungen. Nach etwas, das einen das Verschwinden aushalten lässt. Die Droge beschreibt lediglich ein Transportmittel zu diesem ersehnten Ort des Glücks, der außerhalb gesellschaftlicher Zwänge und Konventionen liegt. Den sie zumindest dort vermuten. Der Tabubruch wird zum Prinzip, die Provokation der Selbstzerstörung zum Genuss einer nie erfahrenen Wertigkeit. Hier geht es ums Fliegen, den absoluten und ultimativen Spaßfaktor. Die eigene Geschichte wird zum Spiel, der herbeigefixte Selbstentwurf lässt die Figuren zu Spielern ihrer selbst werden. Doch ändert sich die Wahrnehmung, verschieben sich Bedürfnisse und Bedeutungen, da sich jeder einzelne in der eigenen Endlosschleife verfängt. Was bleibt? Züge gucken und die eigene Stimme geht unter im ohrenbetäubenden Rauschen.
Regie: 
Schirin Khodadadian
Bühne: 
Carolin Mittler
Kostüme: 
Carolin Mittler
Premiere am ,
Kleines Haus