SPAM

Von Rafael Spregelburd

Eine interaktive multi-mediale Serie

Der Linguist Mario Monti erwacht in einem Krankenhaus in Valetta (Malta) und weiß nicht, wer er ist. Er trägt einen Smoking, der nicht ihm gehört und ist im Besitz mehrerer degenerierter Spielzeugpuppen. Auf der Suche nach sich selbst betritt er das Internet und findet bald heraus, dass eine gewisse Cassandra nach ihm sucht, zwielichtige Personen aus Malaysia ihm auf der Spur sind und mehrere Millionen Euro auf seinem PayPal Konto liegen. Klick um Klick entblättert sich eine Geschichte, die internationale Ausmaße annimmt, von einer unglücklichen Liebe und Plagiatsvorwürfen, über Verstrickungen mit der Mafia bis in höchste politische Kreise. Und die ganze Zeit stellt sich die Frage: Wer ist Mario Monti und wie ist er da hineingeraten? Und was hat das alles mit der ausgestorbenen Sprache der Eblaiten zu tun? Der Text von Rafael Spregelburd stellt die Frage nach Wahrheit und Identität im digitalen Zeitalter und bietet der Sparte X die Grundlage für ein mulitmediales Projekt, das mit den Mitteln, die auch Mario Monti zur Hand hat, die Spielarten zwischen dem Digitalen und Analogen auslotet.

Vom 1. Mai bis 27. Mai wird täglich eine neue Folge veröffentlicht. Alle Folgen sind mit kostenpflichtigem Zugangslink bis 30. Mai abrufbar. 

Regie, Kamera, Schnitt: 
Lisa-Maria Schacher, Niko Eleftheriadis
Ausstattung: 
N.N.
Video: 
Tobias Lange, Esteban Nuñez
Dramaturgie: 
Agnes Szedlak
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Sparte X
Donaukurier – 02.05.2022
»Digitalität und Identität«

»Ausgedacht haben sich das Konzept dafür Lisa-Maria Schacher und Niko Eleftheriadis, der selbst vor sechs Jahren im Stuttgarter Theater Rampe die Hauptrolle in Spregelburds ›Sprechoper‹ gespielt hat. Jetzt beschreiten die beiden neue Wege im digitalen Raum – und sind gemeinsam für Regie, Kamera und Schnitt zuständig. ›Das Stück SPAM: Auftakt zur digitalen Schnitzeljagd in der Sparte X bietet sich dafür an‹, sagt Eleftheriadis. Denn zum einen geht es um Digitalität und Identität, um die Fallstricke des Internets, globale Märkte, Übersetzungsprogramme und Spam- Mails, zum anderen verleitet die Struktur des Stücks zur Serienproduktion.«