Max und Moritz (UA) / © Jochen Klenk

Max und Moritz (UA)

Frei nach der Bildergeschichte von Wilhelm Busch • Buch: Ekat Cordes • Liedtexte mit Motiven aus dem Original von Ekat Cordes • Musik: Tobias Hofmann

Für Menschen ab 12 bis 99 Jahren

Ritzeratze knarrt es bei Wilhelm Busch, wenn die Anarchos Max und Moritz mal wieder zuschlagen, sich als Bürgerschreck aufspielen und zum Alptraum »braver Leute« werden. Körperverletzung steht ganz oben bei den Kids, weitere Straftaten folgen: Diebstahl, Sachbeschädigung, Beleidigung, Tierquälerei und Hausfriedensbruch. Dieses Register hat es in sich und daran mag es gelegen haben, dass diese frühe Comic-Story nicht an Leser unter 18 Jahren weitergegeben werden durfte. Zu grausam, zu gewalttätig, zu wenig vergnüglich, hieß es und damit war klar, dass diese Geschichte nie ein Verkaufsschlager werden würde. Es sollte anders kommen: Gerade Max und Moritz haben Wilhelm Busch berühmt gemacht. Doch wen oder was repräsentieren diese beiden Halbstarken, die ihre Umwelt malträtieren, eine Gesellschaft zur Verzweiflung bringen und sich an sadistischen Experimenten ergötzen?

»Max und Moritz sind wohlstandsverwahrloste Youngster auf der Suche nach dem besonderen Kick, wenn sie mal wieder Hühner baumeln lassen und sich nächtens in fremde Wohnungen schleichen. Sie sind keine harmlosen Pubertierenden, sondern werden auch von einem terroristischen Impuls getrieben«, findet Regisseur Ekat Cordes. »Ihre Geschichte erinnert mich an das Musical >Shockheaded Peter<, das ich kürzlich inszenierte. Busch hat eine satirische Story geschrieben, ohne den moralischen Zeigefinger zu erheben, quasi als Experiment: Mal schauen, was geschieht, wenn Chaos und Terror in eine scheinbar korrekt funktionierende Gemeinschaft eindringen.«

Bitte beachten Sie, dass bei der Inszenierung »Max und Moritz (UA)« Stroboskopeffekte und sehr laute Effekte zum Einsatz kommen.
Achtung: Das Stück enthält Szenen, die verstörend wirken könnten, und ist nur für Menschen ab 12 Jahren geeignet.

 

Hier finden Sie das Programmheft.

 

Regie: 
Ekat Cordes
Sounddesign: 
Ekat Cordes
Musikalische Leitung, Komposition: 
Tobias Hofmann
Video: 
Richard Haufe-Ahmels
Ausstattung: 
Anike Sedello
Choreografie: 
Amina Liedtke
Dramaturgie: 
Gabriele Rebholz
Künstlerisch-technische Produktionsleitung: 
Manuela Weilguni
Theatervermittlung: 
Lena Hilberger
Premiere am ,
Großes Haus
Dauer: 100 Minuten
Donaukurier – 07.02.2022
»Ein Duo, das sich perfekt ergänzt«

»Der Autor und Regisseur Cordes hat sich auf jeden Fall eine umwerfende Comic-Ästhetik ausgedacht. Diese Inszenierung ist aus einem Guss: Bühnenbild, Kostüme, Musik, Sounddesign, Video, Spiel - all das ist in gleichem Maße überzeichnet wie stimmig, fügt sich mit viel Witz, Farbe und Drastik zu einem unterhaltsamen Abend. Die Schauspieler dürfen glänzen in all dieser Exaltiertheit - jeder für sich. Im Zentrum natürlich Peter Rahmani und Judith Nebel als Max und Moritz: ein Duo, das sich perfekt ergänzt.«

Kulturkanal Ingolstadt – 07.02.2022
»Super mitreißend«

»Der von Ekat Cordes getextete und von Tobias Hofmann vertonte Song ›Alles hat zu‹ ist super mitreißend und trifft den Nerv für die Situation Lockdown-geschädigter Jugendlicher mega gut: Disco zu. Schule zu. Keine Partys. Ich will raus. Und als Zugabe reißt er das Premierenpublikum der Uraufführung von ›Max und Moritz‹ letzten Freitag [...] zu Begeisterung hin.«

Neuburger Rundschau – 08.02.2022
»Körperliche Höchstleistung«

»Das Ensemble – allen voran Peter Rahmani und Judith Nebel als Max und Moritz – bewältigt unablässig Rollen- und Kostümwechsel und bietet, konstant auf Hochtouren, präzisen Text und Gesang: eine Stunde und vierzig Minuten körperliche Höchstleistung.«