Denn wir wissen, was ihr braucht

Ein Rechercheprojekt zwischen physical distancing und social solidarity

Ab 14 Jahren

Das Virus traf Europa Ende Januar. Gebannt schaute man darauf, was in Spanien, Italien und Österreich geschah. Mitte März dann rief Bayern den Katastrophenfall aus. Seitdem ging die Eindämmung der Pandemie mit weitreichenden Kontaktbeschränkungen einher, die den Alltag überall verändert haben. Doch selbst die allmählichen Lockerungen können nicht darüber hinwegtäuschen, dass junge Menschen davon besonders betroffen sind.

Wie es jungen Menschen mit dem zum Stillstand gekommenen Alltag, den wenigen Möglichkeiten der Freizeitgestaltung, dem oftmals engen Zusammenleben in ihren Familien, aber auch mit der gesellschaftlichen sowie politischen Auseinandersetzung geht, welche Sorgen sie haben und wie sie sich auch in der Bewältigung der Krise einbringen wollen und können, wird das Junge Theater gemeinsam mit der Regisseurin Ulrike Günther ergründen.

Was wünschen sich die Jugendlichen in dieser seltsamen Zeit? Wie würden sie diese Situation gerne geändert sehen? Was muss dafür passieren? Gibt es auch positive Erfahrungen, die einen Anstoß für die Zeit nach der Krise liefern können? Und ist es genau jetzt nicht an der Zeit, an positiven Zukunftsvisionen zu arbeiten? Welche Einstellungen haben junge Menschen zu Fragen nach der Zukunft unserer Gesellschaft? Was muss ihrer Meinung nach geschehen, um auch künftigen Generationen eine lebenswerte Umgebung zu hinterlassen? Das Projekt will jungen Menschen und ihrer Sicht auf die Welt eine Stimme geben. Das scheint in Zeiten wie diesen besonders nötig zu sein.

Aus einer groß angelegten Online-Befragung von Jugendlichen, aus Interviews mit Expert*innen der Jugendarbeit und durch Teilnehmer*innen des Online-Spielclubs wird das Junge Theater der Krisensituation auf den Zahn fühlen. Ihre Antworten und Ergebnisse fließen direkt in das entstehende Theaterstück ein.

Hier finden Sie das Programmheft.

 

 

Regie: 
Ulrike Günther
Ausstattung: 
Andreas A. Strasser
Musik: 
Christian Decker
Video: 
Elizabeth Reyna
Dramaturgie: 
Teresa Gburek
Regieassistenz/ Inspizienz/ Soufflage: 
Momo Mosel, Johanna Landsberg
Ausstattungsassistenz: 
Nele Matthies
Theatervermittlung: 
Bernadette Wildegger, Katharina Wüstling
Premiere am ,
Kleines Haus
Dauer: 60 Minuten
Donaukurier – 05.10.2020
»Das Junge Theater Ingolstadt gibt Jugendlichen in der Corona-Krise eine Stimme«

»Regisseurin Ulrike Günther hat mit ihrem Team viel zusammengetragen über Corona und die Auswirkungen auf die Jugendlichen, die oft auf ihre Rolle als Schüler reduziert wurden. […] Es ist also ein großes Verdienst des Jungen Theaters, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen, die Probleme zu analysieren und den Jugendlichen selbst eine Stimme zu geben. Regisseurin Ulrike Günther hat die ›reale‹ Welt der Jugendlichen […] mit der der erwachsenen Entscheidungsträger konfrontiert […]. […] Vieles wird in diesem Stück verhandelt: generationsübergreifende Unsicherheit, Angst, Überforderung, Ohnmacht, die wirtschaftliche Krise und natürlich das digitale Versagen auf allen Kanälen.«

 

Neuburger Rundschau / Augsburger Allgemeine Zeitung – 05.10.2020
»Die Generation Corona spricht«

»›Denn wir wissen, was ihr braucht‹ ist der Titel des ›Rechercheprojekts‹, das Regisseurin Ulrike Günther, die auch für den Text verantwortlich zeichnet, mit ihrem Team auf die Bühne des Kleinen Hauses in Ingolstadt bringt. Das sind einesteils bedrückende, nachdenklich machende Befindlichkeiten junger Menschen ›zwischen physical distancing und social solidarity‹– O-Töne aus einer groß angelegten Online-Befragung und Interviews–, andererseits die komprimierte Packung des perfiden Polit-Sprechs, mit dem die Bevölkerung seit einiger Zeit so abgefertigt wird. […] Unverblümt und zunehmend deutlicher schildern die Jugendlichen im Live-Chat ihren unnormalen Alltag. Und sie lassen keinen Zweifel daran, dass vor der Behauptung ›Wir wissen, was ihr braucht!‹, die Frage stehen sollte ›Was wollt ihr?‹«

Kulturkanal – 05.10.2020
Viele lustige Highlights

»Pressekonferenzen von wirklichen Politikern sind nur halb so unterhaltsam wie hier auf der Bühne des Jungen Theaters im Kleinen Haus des Stadttheaters Ingolstadt. [...] Dank der beiden wunderbaren Darsteller Paula Gendrisch und Steven Cloos und einer abwechslungsreichen Einbindung der Videostatements der in einem Online-Spielclub gecoachten Ingolstädter Jugendlichen ist diese Debatte über Schulunterricht in Zeiten von Corona [...] eine unterhaltsame Theaterstunde geworden.«

Den vollständigen Beitrag finden Sie hier.