So groß – so klein

Ein Spiel mit den Größenverhältnissen

Projektentwicklung von Kathrin Lehmann • Ab 2 Jahren

Frau Klitzegroß besucht Herrn Riesenklein in seinem großen Häuschen. Der hat einen kleinen Tick: Mit seinem langen Maßband vermisst er jeden Gegenstand, der ihm unter die Finger kommt. Die (Größen-)Ordnung der Dinge ist ihm nämlich wichtig: Je größer, desto besser! Frau Klitzegroß würde gern einfach nur gemütlich mit Herrn Riesenklein beisammen sitzen, sie hat auch ein großzügiges Gastgeschenk dabei: einen klitzekleinen Keimling. Als Herr Riesenklein nicht so recht weiß, was er mit dem kümmerlichen Samenkorn anstellen soll, hilft ihm Frau Klitzegroß auf die Sprünge: Klein, aber oho! Ein bißchen Erde, Wasser aus der Mini-Gießkanne, und schon wächst aus dem fipsigen Körnchen ellenlang eine Rankepflanze empor! Mit etwas Protzen und Prahlen bringt Herr Riesenklein dann aber die (Größen-) Verhältnisse ins Wanken: Sein Stuhl wirkt plötzlich gigantisch, seine Sonntagszeitung nahezu mannshoch. Im Vergleich erscheint der Stuhl von Frau Klitzegroß nun läppisch klein, ihre Zeitung so mickrig, dass sie sie viel zu schnell ausgelesen hat. Das passt ihr gar nicht und so beschließt sie, in ein Eigenheim zu ziehen, in dem dann ihre Maßstäbe gelten können…

Angepasst auf die kindliche Entwicklungsphase Zweijähriger, greift die Projektentwicklung So groß-so klein auf, was Kleinkinder in ihrem Alltag insbesondere beschäftigt: In diesem Alter nehmen Kinder mehr und mehr wahr, dass Gegenstände gleich oder verschieden groß sein können. Sie beginnen, Dinge nach bestimmten Eigenschaften zu unterscheiden und zu sortieren und vor allem: sich selbst dazu ins (Größen-)Verhältnis zu setzen. Wer hat es nicht schon miterlebt: der kleine Sohn in den riesigen Gummistiefeln des Vaters, die kleine Tochter versunken im Winterpulli der Mutter.

So groß-so klein nähert sich in unterhaltsamen Geschichten en miniature spielerisch diesen Motiven an.

Regie: 
Kathrin Lehmann
Ausstattung: 
Christina Huener
Musik: 
Malik Diao
Dramaturgie: 
Teresa Gburek
Regieassistenz/ Inspizienz/ Soufflage: 
Johanna Landsberg
Theatervermittlung: 
Magdalena Rozniakowska
Hospitanz: 
Anna Reichl, Camila Pfaller