Der kleine Horrorladen – Little Shop of Horrors / © Jochen Klenk

Der kleine Horrorladen – Little Shop of Horrors

Musical von Alan Menken und Howard Ashman

Nach dem Film von Roger Corman und Charles Griffith • Deutsch von Michael Kunze

Alles mit Abstand, aber ohne Anstand. Das Kultmusical jetzt im Freilicht Turm Baur! Herrlich hemmungslos hat Regisseur Philipp Moschitz den Saisonhit »Der kleine Horrorladen« coronabedingt für die Große Bühne uminszeniert. Ab Juni wuchern im »Horrorblumenladen« unaufhaltsam anarchistische Triebe, mörderische Gelüste und politisch völlig inkorrekte sexual feelings. Der Phanatsie sind eben keine Grenzen gesetzt!

Was bisher geschah:

Bitte nicht füttern ! Jeder kennt dieses Schild. Dass diese Aufforderung aber nicht nur für zur Fresssucht neigende Tiere gilt, sondern auch für sehr hungrige Pflanzen, ist spätestens seit dem Musical »Little Shop of Horrors« bekannt.

Die »Skid Row«, in einer Vorstadt von Los Angeles gelegen, zählt nicht gerade zu den beliebtesten Wohngegenden. Obdachlosigkeit und Armut prägen das Straßenbild. Auch Mr. Mushniks Blumenladen vegetiert vor sich hin. Die Kunden bleiben aus, die Blumen verwelken. Dem Angestellten Seymour und seiner Kollegin Audrey droht der Absturz in die Arbeitslosigkeit. Doch in allerletzter Minute erinnert sich Seymour an das ungewöhnlich aussehende Pflänzchen, welches er einem alten Chinesen abkaufte. Er stellt die unbekannte, exotische Pflanze ins Schaufenster. Und voilá, der Arbeitsplatz ist gerettet.

Die seltene Pflanze gedeiht prächtig, wird sehr schnell größer, sorgt für Aufsehen in den Medien, lockt neugierige Kunden an, kurz: Der Laden brummt. Und endlich wird auch Floristin Audrey auf den verliebten Seymour aufmerksam. Alles scheint gut. Total abgedreht und mit sehr makabrem Humor spielt das Musical im Motown-Sound und mit Soul-Rhythmen fröhlich losgelöst mit Horrorund Comedy-Elementen. Die Hits wie »Grow for Me«, »Somewhere That’s Green« und »Suppertime« erreichten weltweit Kultstatus. »Der bizarre, bestialische Cocktail aus Horrorelementen, Wahnsinns- Musik, schriller Komik und zartem Liebesgeflüster macht den Erfolg dieses so temporeichen Musicals aus, das seit Jahrzehnten gerade auch von einem jungen Publikum frenetisch gefeiert wird – um es mit Seymours Worten auszudrücken: Es geht hier gar nicht um eine hungrige Pflanze – es geht um die Eroberung der Welt«, so Regisseur Philipp Moschitz.

Bitte beachten Sie, dass beim Stück »Der kleine Horrorladen« Stroboskopeffekte zum Einsatz kommen.

 

Hier finden Sie das Programmheft.

Alle wichtigen Informationen rund um Ihren Theaterbesuch unter Corona-Bedingungen finden Sie hier!

Ab 30. Oktober 2021

Regie: 
Philipp Moschitz
Musikalische Leitung: 
Tobias Hofmann
Ausstattung: 
Matthias Engelmann
Choreografie: 
Katja Wachter
Dramaturgie: 
Gabriele Rebholz
Künstlerisch-technische Produktionsleitung: 
Manuela Weilguni
Theatervermittlung: 
Bernadette Wildegger
Großes Haus
Dauer: 135 Minuten, mit Pause
Donaukurier – 21.06.2021
»Großer Jubel für den ›Kleinen Horrorladen‹ als Corona-konforme Freilichtinszenierung im Ingolstädter Turm Baur«

»Was für eine mitreißende Show! Auch wenn sie jetzt auf Abstand spielen, teilweise mit Maske, Abstandsmesser oder Kuss-Plastikschutz, auch wenn spöttisch Corona-Bezüge eingefügt wurden – dieser Abend macht nach wie vor unglaublich Spaß! Das fängt an bei den grandiosen Schauspielern – Renate Knollmann als bezaubernde Audrey, Marc Simon Delfs als herrlich argloser Seymour, Péter Polgár als lüsterne Pflanze, Enrico Sohn als durchgeknallter Zahnarzt und Ralf Lichtenberg als geschäftstüchtiger Mr. Mushnik – setzt sich fort in den beeindruckenden Soulgirls (Amber-Chiara Eul, Luisa Meloni, Michaela Thiel) und wird gekrönt durch die Musik, die Tobias Hofmanns Band voller Energie und mit zartestem Schmelz in die Nacht schickt. Ein wildes, schräges, farbenprächtiges Spektakel, das mit Vehemenz der Corona-Trägheit trotzt. Mehr davon!«

Donaukurier – 09.12.2019
»Diesen ›Kleinen Horrorladen‹ muss man einfach gesehen haben!«

»Was für ein Wahnsinn! Was für ein herrlich schräger, knallbunter, rotzfrecher, skurriler Wahnsinn! Das Stadttheater Ingolstadt hat mit dem ›Kleinen Horrorladen‹ einen weiteren Saisonhit gelandet. Das legendäre Kult-Musical von Alan Menken und Howard Ashman nach dem Film ›Little Shop of Horrors‹ von Roger Corman aus dem Jahr 1960 wurde am Freitagabend im Kleinen Haus frenetisch gefeiert. Ohne Zugabe wollte das begeisterte Publikum partout nicht nach Hause gehen. […] Regisseur Philipp Moschitz bedient den Kult mit Lust und setzt auf permanente Übertreibung: Alles ist hier laut, schrill und schockierend, aber höchst gewitzt, überraschend und stets in Perfektion in Szene gesetzt. Ein grandioses Ensemble steht ihm für diesen Musical-Spaß zur Verfügung: Neben Péter Polgár und Marc Simon Delfs sind das Renate Knollmann als anbetungswürdige Audrey, Ralf Lichtenberg im Fatsuit als gieriger Mr. Mushnik und Enrico Spohn, der den brutalen Zahnarzt als eine Art Marilyn-Manson-Widergänger gibt. Dazu die drei Soulgirls Michaela Thiel, Luisa Meloni und Naomi Simmonds. […] Sie singen teuflisch gut und herzzerreißend zart. […] Ohrwurm-Garantie liefert Tobias Hofmann mit seiner fabelhaften Band. Und Katja Wachter hat sich exquisite Choreografien ausgedacht, die nie aufgesetzt wirken (hoppla, Musical), sondern sich perfekt ins Spiel fügen. Alles stimmt hier – von den opulenten Kostümen über die aufwendige Maske bis zur apokalyptischen Bühne mit Wow-Effekt. Und das Ensemble ist einfach unglaublich.«

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Neuburger Rundschau / Augsburger Allgemeine – 10.12.2019
»Der kleine Horrorladen ist großes Entertainment«
»Der besondere Charme der Ingolstädter Inszenierung liegt nolens volens in der Beschränkung der Mittel. Das, was sich Regie und Ausstattung haben einfallen lassen, lässt die Verfilmung und so manche bühnentechnisch hochgerüstete Theaterfassung des Horrorladens ebenso vergessen wie die geradezu prekären Bedingungen der Spielstätte Kleines Haus. Die Bühne ist ein multifunktionaler Farbrausch, Kostüme und Maske ein (Alb-)Traum in Multicolor. […] Regisseur Philipp Moschitz hat tief in die Popkulturkiste der 80er gegriffen und dennoch sein eigenes Ding gemacht. Weit entfernt von inszenatorischer Routine lebt das wie entfesselt spielende Ensemble mit nahezu perfektem Timing seine unbändige Lust am Klamauk aus und hält durchgängig das hohe Tempo. […] Die sechsköpfige Band (musikalische Leitung: Tobias Hofmann) agiert auf den Punkt. Den aufreibendsten Job haben die drei Soulgirls (Naomi Simmonds, Luisa Meloni und Michaela Thiel). Sie erzählen, moderieren, kommentieren, schlüpfen in etliche Rollen und halten die packenden Tanzszenen des Ensembles (Choreographie: Katja Wachter) zusammen.«
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