Welt am Draht

nach dem Roman Simulacron-3 von Daniel F. Galouye

Drehbuch von Rainer Werner Fassbinder und Fritz Müller-Scherz

Schöne neue digitale Welt: Das Institut für Kybernetik und Zukunftsforschung entwickelt ein Computerprogramm, das eine künstliche Welt simuliert. Darin leben Identitätseinheiten und handeln scheinbar nach ihrem freien Willen. Das System soll zukünftige gesellschaftliche, ökonomische und politische Prozesse vorhersagen. Nach dem rätselhaften Tod des Institutsleiters wird Fred Stiller zum neuen Direktor ernannt. Bei den Mitarbeitern sorgt sein Verhalten schnell für Irritationen. So erkennt er Menschen nicht wieder, die ihm vertraut sein sollten. Und er redet immer wieder von Personen, die außer ihm niemand kennt. Überfordert von seinen Problemen, flüchtet sich Stiller immer mehr in die virtuelle Realität des Programms…

»Welt am Draht« entstand 1973 als zweiteiliger Fernsehfilm im Auftrag des WDR. Für die Geschichte ließ sich Rainer Werner Fassbinder von dem Roman »Simulacron III« des amerikanischen Autors Daniel F. Galouye inspirieren. Der Science-Fiction-Film nimmt zahlreiche Themen des digitalen Zeitalters vorweg, die von späteren Hollywood-Blockbustern wie »Dark City« (1998) und »The Matrix« (1999) behandelt werden. Für Regisseur Donald Berkenhoff wirft der Stoff viele aktuelle Fragen auf: »Was geschieht mit unseren Daten? Sind wir manipulierbar, ohne es zu ahnen? Und wäre es tatsächlich so schlimm, wenn wir alle nur Teil einer riesigen Computersimulation wären?«

Regie: 
Donald Berkenhoff
Bühne: 
Fabian Lüdicke, Stefanie Heinrich
Kostüme: 
Andrea Fisser
Sound: 
Malte Preuss
Video: 
Bettina Reinisch
Dramaturgie: 
Johann Pfeiffer
Künstlerisch-technische Produktionsleitung: 
Manuela Weilguni
Theatervermittlung: 
Bernadette Wildegger
Premiere am ,
Großes Haus