Frauen im Asyl

Informationsveranstaltung von Amnesty International Ingolstadt und dem Stadttheater Ingolstadt

Über 60 Millionen Menschen sind weltweit auf der Flucht. Die meisten finden als Binnenflüchtlinge Schutz in Nachbarländern. Nur ein kleiner Teil erreicht Europa, Deutschland und so auch Ingolstadt. Laut einem Bericht der UN-Flüchtlingshilfe sind mindestens die Hälfte aller Geflüchteten Frauen und Kinder. In Deutschland leben geflüchtete Frauen mit geringer oder gar keiner Bleibeperspektive abgeschirmt in Lagern, in so genannten Ankerzentren, in Ingolstadt in der Max-Immelmann-Kaserne (MIK), am Audi-Kreisel an der Neuburger Straße, im P3 im Gewerbegebiet Manchinger Straße und in der Marie-Curie-Straße beim FOC. Die Situation in den Lagern in Deutschland soll im Großen und Ganzen abschreckend wirken und zur Rückkehr in die Heimatländer bewegen. Man kann sich vorstellen, dass die Frauen sowohl auf der Flucht als auch in den Lagern vieles erlebt haben, was tiefe Wunden und Narben zurücklässt, die nur schwer zu verarbeiten sind.

In der Veranstaltung »Frauen im Asyl« werden wichtige Aspekte thematisiert, u.a. Fluchtgründe von Frauen, Fluchtwege, die Lebenssituation im Ankerzentrum MIK, die Situation der Helfer sowie möglicher Handlungsbedarf im Interesse der Menschenrechte. Als Referentinnen werden wir an diesem Abend Bettina Nickel, Rechtsanwältin und stellvertretende Leiterin des Katholischen Büros Bayern, Härtefallkommission sowie Barbara Abdallah-Steinkopff, Psychotherapeutin bei Refugio München, begrüßen. Teresa Trauth, Ensemblemitglied am Stadttheater Ingolstadt, sorgt für die musikalische Umrahmung der Veranstaltung. Außerdem ist im Foyer die Ausstellung der Stadt Ingolstadt »Flucht – Vertreibung – Asyl. Migrationserfahrungen aus Ingolstadt. 1945 bis 2018« zu sehen.

Musikalische Untermalung: 
Teresa Trauth
Einrichtung: 
Krisztina Horvath
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Foyer/Großes Haus