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Die arabische Nacht - Pressestimmen

Süddeutsche Zeitung – 10.05.2019
»Zum Abheben«

»Die Regisseurin Marlene Anna Schäfer fürchtet sich nicht vor der rätselhaften Magie des Stücks […]. Sie schafft kein Kitschmärchen, keine Groteske und keine Lesung, sondern ein poetisches, wohltemperiertes Spiel. Sie lässt den Worten Raum zum Atmen, wie auch ihre Bühne ein luftiger, von Plastikplanen umschwebter Ort ist, der Drinnen und Draußen zugleich sein kann, Wüste und Cognacflasche. […] Die Schauspieler berichten nach vorn, ins Publikum hinein, von ihren persönlichen Strapazen dieser Nacht und sind doch von der Regie fein aufeinander abgestimmt. Sie berühren sich und berühren sich doch nicht. So kann sich Schimmelpfennigs unaufdringlicher Humor leicht entspinnen, ohne dass die Rätselhaftigkeit des Stücks verloren ginge. Ein Abend, so angenehm wie ein Teppichflug ohne Turbulenzen.«

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Donaukurier – 06.05.2019
»moderner Sommernachtstraum [...] von einem hingerissenen Premierenpublikum lange beklatscht«

Positiv fällt die Kritik im Donaukurier aus: Das Stück ziehe den Zuschauer sofort in seinen Bann – »durch seine Sprachmacht, seine Poesie, seine ungewöhnliche Komposition, seine irrwitzige Fabulierkunst. […] Die einzelnen Monologe sind raffiniert ineinander montiert, verweben sich delikat mit einer Vielzahl von Echos zu Geschichten und münden in einen vielstimmigen Chor aus Furcht, Traum und Begehren. […] Mit großer Präzision fügt Regisseurin Marlene Schäfer die einzelnen Stimmen zu einem virtuosen Sprechkonzert zusammen, lässt sie anschwellen und wogen und flüsternd versiegen und entfaltet aus Alltäglichem eine eigenartige Magie. Mit Richard Putzinger, Sarah Horak, Sarah Schulze-Tenberge, Matthias Zajgier und Jan Beller steht ihr ein energiegeladenes Ensemble zur Verfügung, das seinen Figuren tragikomische Dimension zu verleihen weiß. […] Der Text verlangt ein feines Gespür für Tempo und Rhythmik, Vagheiten und Irritationen. Marlene Schäfer bringt das alles mit und choreografiert mit geradezu beschwingter Leichtigkeit. Zugleich evoziert sie wundersame Bilder – wenn der Mond aufgeht, die Sterne leuchten oder Sarah Schulze-Tenberges riesiger Schatten an der Wand tatsächlich an Scherenschnitte aus einem Märchenbuch erinnert. […] Wer sich auf diese fantastische Reise einlässt, wird sich hier bestens unterhalten.«

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Kulturkanal – 06.05.2019
»Großer Beifall«

»Regisseurin Marlene Anna Schäfer hat den Redefluss der Figuren, die übereinander, aber nicht miteinander sprechen, klug strukturiert und die Parallelaktionen einfallsreich umgesetzt, ohne das Beschriebene visuell zu doppeln. Und so können aus der Diskrepanz des Gesagten und des Gezeigten durchaus auch komische Situationen entstehen.« Die herbe, technische Ästhetik der Ausstatter Lorena Diaz Stephens und Jan Hendrik Neidert lasse dem Zuschauer Spielraum für die eigene Bildphantasie.

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Landshuter Zeitung/ Straubinger Tagblatt – 07.05.2019
»Das Spiel mit dem Ungefähren«

In der Rezension der Landshuter Zeitung, wird »Die arabische Nacht« als »dynamische[ ] Inszenierung« gelobt: »Dieses komplett unverwüstliche Stück kommt erst einmal mit einer sehr unkonventionellen Setzung daher, springt in einem anonymen Hochhaus von Person zu Person, von Ort zu Ort, von Stockwerk zu Stockwerk, bildet lose Beziehungslinien zwischen diesen Personen. Und rammt dann auch noch eine Traumebene in diese offene Handlung hinein, vermischt Reales und Surreales, bis zuletzt beides zusammen eine raffinierte, neue Logik ergibt. Dieser Logik verleiht Schäfer einen komödiantischen Anstrich […]. […] Richard Putzinger, Sarah Horak, Sarah Schulze-Tenberge, Jan Beller und Matthias Zajgier lassen ihre Körper wie Rätselfiguren hineinfallen in dieses Bühnenspielbrett, wechseln sich ab zwischen Stille und Geschwindigkeit, stellen Stille auch mal zusammen mit dem Publikum her, rattern und knattern dann wieder Text hinaus im Zeilenrekordakkord: Fünf Schauspieler schaffen 75 Minuten beeindruckende Textdynamik.«