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Wege des Helden. Siegfried. (UA) - Pressestimmen

Donaukurier – 15.04.2019
»höchst beziehungsreiche[ ], visuell opulente[ ] und unterhaltsame[ ] Inszenierung«

Rundum begeistert zeigt sich die Rezensentin des Donaukurier: »Berkenhoff greift den Drachentöter-Mythos aus der Nibelungensage und der Edda auf, mischt ihn mit aktuellen Bezügen wie der MeToo-Debatte oder Religionskonflikten und setzt ihn in einer bildgewaltigen ›Game of Thrones‹-Ästhetik und einem schauspielerisch starken Ensemble in Szene. […] Weiße Leinwände dominieren den Raum, […] sind vor allem Projektionsfläche für Stefano di Buduos elegante Schwarz-Weiß-Videos von Wasser und Wolken, neuronalen Netzen und Tapetenmustern, Nebelschwaden und Eisfeuer. All diese Bilder entwickeln in Kombination mit der Live-Musik einen Sog, dem man sich kaum zu entziehen vermag. Elektroakustische Spielereien hat sich der schwedische Komponist Anders Ehlin ausgedacht […] und gemeinsam mit Jakob Dinkelacker am Schlagzeug erzeugt er am Flügel eine mystische Atmosphäre. Berkenhoffs ›Siegfried‹ ist eine Mischung aus Fantasy-Saga und Shakespeare-Tragödie (prachtvoll die Kostüme von Andrea Fisser), eine überraschende Kombination aus immer wieder erzählten Geschichten und einem scharfsinnigen Kommentar zur Gegenwart mit vielen ironischen Brüchen und großen emotionalen Fallhöhen.« Großes Lob erhält das gesamte Ensemble, das »formidabel […] seine Rollen ausgestaltet.«

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Die Deutsche Bühne – 15.04.2019
»Unendliche Geschichte«

»Berkenhoff erzählt die altbekannte Nibelungensage neu und setzt dabei auf sinnstiftende Mehrfachbesetzungen und bildstarke Effekte. So wird die weiße Bühne zur Projektionsfläche für das tosende Eismeer wie für den Rhein. […] Schlagzeuger Jakob Dinkelacker und Pianist Anders Ehlin begleiten das Treiben auf der Bühne mit atmosphärischer Musik und Percussion. […]Die Königstochter in ihrem Eispalast wurde nicht gerettet, sondern geschändet. Die Geschichte, die hier erzählt wird, ist keine reale. Die zugrunde liegenden Konflikte sind es wohl.«

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Augsburger Allgemeine/ Neuburger Rundschau – 15.04.2019
»Ironische Annäherung an die Nibelungensage«

»Berkenhoff nähert sich dem Stoff des Nibelungenlieds mit ironischer Distanz, trivialisiert das germanische Heldengedöns. […] Köstlich ist der dramaturgisch effektvolle Kniff, die Stimme des getöteten Drachens als Siegfrieds Alter Ego durch das Stück geistern zu lassen. […] Die Inszenierung im Großen Haus des Stadttheaters Ingolstadt, bei der Premiere mit starkem Beifall bedacht, gestaltet sich aufwendig. Fabian Lüdickes Bühnenbild besticht durch futuristische Architektur, […] illuminiert von Stefano di Buduos atmosphärisch attraktiven Videografien. Dazu fantasievolle Kostüme von Andrea Fisser und zwischendurch Puppenspiel mit den das Geschehen kommentierenden Raben. Ganz fantastisch aber: die schier atemberaubende Neutönerei des ins Bühnengeschehen integrierten Musiker- Duos Anders Ehlin (Klavier) und Jakob Dinkelacker (Schlagzeug). Als »hervorragend« wird das Spiel von Enrico Spohn in der Rolle des Siegfried gelobt. Daneben beeindrucken »im vorzüglichen Ensemble […] besonders zwei Schauspielerinnen: Renate Knollmann als Göttin Freya mit grandiosem Gesang und Andrea Frohn.«

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Kulturkanal – 15.04.2019
»spannendes und unterhaltsames Märchen für Erwachsene mit überraschenden Gegenwartsbezügen«

Die Rezensentin des Kulturkanals beschreibt das Stück als »tragikomische Familiengeschichte, denn an die Stelle von Helden-Pathos tritt immer wieder Ironie in Form einer flapsigen Alltagssprache. […] Regisseur Donald Berkenhoff hat seinen Theatertext als multimediales Märchen mit einem Stil- und Genre-Mix aus Travestie und Musiktheater, Schauspiel und Puppenspiel, mit Nebelschwaden und Videoprojektionen und einem durchgängigen Live-Sound eindrucksvoll auf die Bühne gebracht. Mythisches und Alltagston, große Geste und Comedy sind kunstvoll verwoben. […] Die Fantasy-starken Bilder kommen aus einer stimmungsvollen Lichtregie und durch die […] Projektionen von Stefano di Buduo. Die Schwarz-Weiß-Ästhetik der Bühne von Fabian Lüdicke greift Kostümbildnerin Andrea Fisser phantasievoll auf. […] Und ein Sonderlob verdienen die von der Puppenspielerin Dorothee Metz gebauten Puppen […].«

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Nürnberger Nachrichten – 17.04.2019
»Die Nibelungensage lebt«
»Das Stück ›Wege des Helden. Siegfried.‹ ist ein kraftvolles Paket Bühnenwirklichkeit, eine Explosion an Bildwucht und Fantasie.« Regisseur Donald Berkenhoff bringe »eine Schau auf die Bühne, die mit jeder Verfilmung mithalten kann, weil sie satte optische und akustische Reize setzt, die Sinne permanent beschäftigt und beeindruckt. Die Bühne (von Fabian Lüdicke) ist ein Sagensaal aus weißen Trapezen, die sich beständig neu justieren und präsentieren, […]. Die Figuren sind wonnevoll ausstaffierte archetypische Gestalten (Kostüme: Andrea Fisser), auch Puppen (von Dorothee Metz) spielen eine Rolle, etwa die wirklich sagenhaft dämonischen und zugleich witzigen Raben Hugin und Munin […]. […] Die Handlung entspringt von Beginn an einer mystifizierten Götterwelt, in die das Menschliche hineinsteigt: Zwerge, Drachen, Nornen, Helden zeigen sich da, alles fantasievoll ausge-prägt.«