Matthias Zajgier; Marc Simon Delfs / © Jochen Klenk

Wahrlich, ich sage euch...

The Greatest Story Ever Told

von Patrick Barlow • unter Mitarbeit von Jim Broadbent und Martin Duncan • Deutsch von Volker Ludwig

Osterhasen gibt es keinen. Das ist aber auch das einzige, worauf Theo und Bernhard verzichten bei ihrem monumentalen Projekt. Sie wollen die komplette Ostergeschichte nachspielen: von Jesus' Wunderwerken über seinen Leidensweg bis hin zur Auferstehung. Das Ganze originalgetreu (daher auch ohne Ostereier). Das Problem: Sie sind nur zu zweit. Eine Herausforderung, der sich die beiden zunächst einvernehmlich stellen.... Patrick Barlow lässt seine beiden Protagonisten ein Slapstick-Feuerwerk abbrennen. Immer wieder gerät das Paar in Auseinandersetzungen, bei denen nicht nur die Fetzen, sondern auch Requisiten fliegen. Vor dem enthusiastischen Inszenierungswillen der beiden ist selbst das Publikum nicht sicher. »Wahrlich, ich sage euch...« ist Barlows Nachfolgewerk zu »Der Messias«, der in der Spielzeit 2011/12 ebenfalls im Studio im Herzogskasten aufgeführt wurde.

Regie und Ausstattung: 
Niko Eleftheriadis
Dramaturgie: 
Dr. Judith Werner
Theatervermittlung: 
Bernadette Wildegger
Künstlerisch-technische Produktionsleitung: 
Manuela Weilguni
Premiere am ,
Studio im Herzogskasten
Dauer: 90 Minuten
Donaukurier – 12.03.2018
»furioser Theaterspaß«

Anerkennend berichtet der Donaukurier über die Premiere: »Wenn gute Schauspieler schlechte Schauspieler spielen, ist das immer ein theatraler Hochgenuss. Hier funktioniert das bestens. (…) Und weil Regisseur Eleftheriadis das Stück nicht nur klug gekürzt hat, sondern auch sehr auf präzise auf Tempo, Rhythmus, Spannungskurven, Slapstick achtet, macht der Abend einfach Spaß«. Darsteller Marc Simon Delfs und Matthias Zajgier »meistern ihre vielfältigen Aufgaben mit großer Spiellust, Kraft und Kreativität, verleihen ihren Figuren immer neue Ticks und Dialekte, sind aber eigentlich dann am komischsten, wenn sie aus den Rollen fallen und im Eifer der Darbietung zunehmend genervt aneinandergeraten«. So fällt das Fazit durchwegs positiv aus: »Eleftheriadis und seinem fabelhaften Schauspielduo [gelingen] kühne Kostümschlachten, irrwitzige Details (…) und pfiffige Bühnenlösungen (…), an denen bisweilen sogar das Publikum mitwirken darf«.

Neuburger Rundschau/Augsburger Allgemeine – 12.03.2018
»demonstriert britischen Humor«

Autor Patrick Barlow ist, wie der Kritiker der Neuburger Rundschau findet, ein »Meister der speziellen britischen Art von Blödelei, jenem gnadenlosen Humor, der ohne viel Federlesen von der geistreichen Pointe in den plattesten Gag, in den puren Unfug wechselt«, was von den Schauspielern Marc Simon Delfs und Matthias Zajgier »darstellerisch gemeistert« wird. Sie seien die »ideale Besetzung, virtuos in Situationskomik wie im raschen Rollenwechsel«. Gelobt werden vom Rezensenten die »kunstvolle[n], hübsche[n] Momente in dieser Inszenierung« unter der Regie von Niko Eleftheriadis: »Geschickt erweist sich die Idee, den beiden Schauspielern kleine Zelte auf den Seiten der Spielfläche zuzuweisen zum Kostümtausch«.

Kulturkanal – 16.03.2018
»Kichern und Amüsement im Publikum«
»›Wahrlich, ich sage euch… ‹ ist in der Nachfolge von ›Messias‹ desselben britischen Autorenteams um Patrick Barlow wieder ein großer Theaterspaß […]« schreibt der Kulturkanal über das Stück. »Zudem ist viel Wert auf die Nuancen der zwischenmenschlichen Rivalitäten, Solidaritäten, Schwächen und Hilferufe der beiden Darsteller Theo und Bernhard gelegt, die den eigentlichen Reiz dieser Aufführung ausmachen«. Hervorgehoben wird auch die hervorragende schauspielerische Leistung von Matthias Zajger und Marc Simon Delfs, die «herrlich komisch die verzweifelten Bemühungen von mittelmäßigen Schauspielern, sich durch eine Aufführung zu retten, mit der sie heillos überfordert sind [spielen]«. Während «Zajgers salbungsvoller Mimenton als wohltätiger Jesus […] von wunderbar dezenter Komik» ist, brilliert »Marc Simon Delfs mit komödiantischen Stimm- und Typenwechseln und der bemitleidenswerten Rolle eines ewigen Nebendarsteller […]».