v.l.n.r.: Mira Fajfer, Yael Ehrenkönig, Enrico Spohn / © Ritchie Herbert

Das blaue blaue Meer

Nis-Momme Stockmann

Darko säuft

Er säuft so viel, dass sich sein Gehirn nach außen stülpt und die Tage verschwimmen.
Zu Hause in der Plattenbausiedlung gleicht ein Tag dem anderen.
Eines Tages, als er endlich den Mut findet seinem Leben ein Ende zu bereiten, tritt das wundersame Mädchen Motte in sein Leben und alles scheint sich zu ändern....

Nis-Momme Stockmanns Drama "Das blaue blaue Meer" ist ein sprachgewaltiger Trip durch ein von Armut, Gewalt und seelischer Verwahrlosung geprägtes Leben.

Regie: 
Mona Sabaschus
Kostüme: 
Günter Burger
Produktionsleitung + Betreuung Bühne: 
Manuela Weilguni
Meeresvideo: 
Oscar Woodruff
Premiere am ,
Bayerisches Armeemuseum • Reduit Tilly
Dauer: 50 Minuten
Anja Witzke, Donaukurier – 03.07.2017
»perfekt gemacht«
Mona-Julia Sabaschus erste Regiearbeit ist »Herzschlagtheater«. Mit ihren Regieeinfällen gibt sie »höchst eindrucksvoll Darkos Zerrissenheit wieder. Das ist gut gedacht – und perfekt gemacht.« Sie »überzeugt (…) mit ihrer Herangehensweise an den komplexen, ausufernden Text. (…) Mona-Julia Sabaschus reduziert und konzentriert, schafft Klarheiten und Verbindungen, glättet das Spröde, lenkt den Blick des Zuschauers gezielter, verwandelt das bisweilen Papierene in Spiel. Und findet teils überraschende Bühnenlösungen. Denn während Mira Fajfer eine sehr zerbrechliche Gelegenheitsprostituierte Motte spielt, entrückt, furchtlos, gehetzt, verwundet, und Enrico Spohn diesen verzweifelt hellsichtigen, dunkelträumenden Darko, schlüpft Yael Ehrenkönig in verschiedene Rollen.« Der Donaukurier lobt die Regisseurin, die »präzise gearbeitet, sehr genau auf die Temperatur des Stücks, seinen Rhythmus, seinen Sound geachtet und daraus eine spannende Inszenierung gemacht [hat], die zwischen Komik und Drastik, Hitze und Kälte changiert und von unserer Realität erzählt. Vor allem aber berührt sie die Zuschauer, die nach einer knappen Stunde Spielzeit lange applaudieren.«
Neuburger Rundschau, Friedrich Kraft – 05.07.2017
»hervorragend einstudiert«
Die Neuburger Rundschau berichtet von der Premiere von »Das blaue blaue Meer«, das in einer »originelle[n] Spielstätte in der Stadt« spielt. »Die junge Regisseurin [Mona-Julia Sabaschus] hat mithilfe ihrer vorzüglichen Darsteller« bei ihrem Regiedebüt den Text des dialogstarken Stückes »hervorragend einstudiert«. Die Entscheidung, »auf bühnenbildnerische Bemühungen zu verzichten« scheint »in diesem atmosphärisch interessanten Raum [sinnvoll]«. Insgesamt geling ihr »eine interessante Aufführung«.
Kulturkanal, Isabella Kreim – 03.07.2017
»Das Thema ist brisant«
Der Kulturkanal berichtet von der Premiere von »Das blaue blaue Meer«, dessen »Thema (…) brisant [ist].« Er geht dabei besonders die schauspielerischen Fähigkeiten von Mira Fajfer, die »als Motte (…) die stille Kraft [hat], mit ihren Träumen einen Ausweg zu zeigen«, und Enrico Spohn, der »packend die schwierige Aufgabe [bewältigt], diese Figur mit einem Text zu artikulieren.« Auch »die junge Regisseurin Mona-Julia Sabaschus« wird besonders gelobt, denn sie »schafft [es] mit wenigen szenischen Elementen«, einen dramatischen Spannungsbogen von der Agonie des Ist-Zustands über die Träume und Sehnsüchte der Figuren bis zum hoffnungslosen Auseinanderdriften zwischen Sehnsuchtswelt und Alltagswirklichkeit [zu spannen].«