Asche zu Asche: Mira Fajfer / © Ludwig Olah

Asche zu Asche / Der stumme Diener

Harold Pinter

Zweimal Pinter.

Kurze, irritierende Stücke. Eine Kunstform für sich. Alltagssprachen in surrealer Umgebung. Pinters Stücke bewahren ihr Geheimnis, obwohl alles gesagt wird. Witzig, rätselhaft, kurz und knapp.

Asche zu Asche, ein Mann und eine Frau reden über Gewalt. Was davon ist real, erlebt? Was ist reine Phantasie?

Der stumme Diener. Zwei Auftragsmörder warten auf Direktiven. Wer wird ihr Opfer sein? Wo befinden sie sich überhaupt. Ein verkommenes Zimmer mit einem Essensaufzug, dem »stummen Diener«. Plötzlich hagelt es Bestellungen aus einem Restaurant. Damit die Deckung nicht auffliegt versuchen die beiden die Order zu erfüllen.

Regie: 
Boris Brandner, Mona-Julia Sabaschus
Ausstattung: 
Manuela Weilguni
Dramaturgie: 
Donald Berkenhoff
Künstlerisch-technische Produktionsleitung: 
Manuela Weilguni
Theatervermittlung: 
Nicole Titus
Premiere am ,
Kleines Haus
Asche zu Asche: Maik Rogge / © Ludwig Olah Asche zu Asche: Claudio Gatzke / © Ludwig Olah Asche zu Asche: V.l.n.r.: Mira Fajfer, Claudio Gatzke / © Ludwig Olah Asche zu Asche: V.l.n.r.: Mira Fajfer, Maik Rogge, Claudio Gatzke / © Ludwig Olah Asche zu Asche: Mira Fajfer / © Ludwig Olah Asche zu Asche: V.l.n.r.: Mira Fajfer, Claudio Gatzke / © Ludwig Olah Asche zu Asche: V.l.n.r.: Claudio Gatzke, Maik Rogge, Mira Fajfer / © Ludwig Olah Asche zu Asche: V.l.n.r.: Mira Fajfer, Maik Rogge / © Ludwig Olah Asche zu Asche: V.l.n.r.: Claudio Gatzke, Mira Fajfer, Maik Rogge / © Ludwig Olah Asche zu Asche: Mira Fajfer / © Ludwig Olah Der stumme Diener: V.l.n.r.: Claudio Gatzke, Maik Rogge / © Ludwig Olah Der stumme Diener: V.l.n.r.: Maik Rogge, Claudio Gatzke / © Ludwig Olah Der stumme Diener: V.l.n.r.: Maik Rogge, Claudio Gatzke / © Ludwig Olah Der stumme Diener: V.l.n.r.: Claudio Gatzke, Maik Rogge / © Ludwig Olah Der stumme Diener: V.l.n.r.: Claudio Gatzke, Maik Rogge / © Ludwig Olah Der stumme Diener: V.l.n.r.: Claudio Gatzke, Maik Rogge / © Ludwig Olah Der stumme Diener: V.l.n.r.: Claudio Gatzke, Maik Rogge / © Ludwig Olah Der stumme Diener: V.l.n.r.: Maik Rogge, Claudio Gatzke / © Ludwig Olah
Donaukurier – 30.04.2018
»präzise und bildstark in Szene gesetzt von Boris Brandner und Mona-Julia Sabaschus«

Mit »Asche zu Asche/Der stumme Diener« versetzen zwei junge Regisseure »das Publikum in das Labyrinth des Pinter-Universums (…), wo dem Schweigen eine unerklärliche Bedrohung innewohnt und dem Witz eine abgründige Perfidie«. Ausstatterin Manuela Weilguni schaffe einen »perfekte[n] Ort für die eigenwilligen Stücke von Harold Pinter«. Zum ersten Einakter »Asche zu Asche« berichtet der Donaukurier: »Boris Brandner hat Pinters meisterhafte Parabel (…) eindringlich in Szene gesetzt. (…) Spannend ist das. Auch wie er den Sprechrhythmus taktet. Pinter-Pausen setzt. Wie er Licht, Ton, Video nutzt, die klaustrophobe Situation zu durchbrechen, hat einen hohen ästhetischen Reiz. Und wenn alle drei gegen Ende David Bowies ›Ashes to Ashes‹ singen, trifft einen diese Verzagtheit bis ins Herz«. Über »Der stumme Diener« schreibt die Rezensentin: »Kühn halten Sabaschus und ihre Darsteller Maik Rogge und Claudio Gatzke in diesem Gangster-Dramolett die Balance zwischen Komik und Terror, schärfen die Lächerlichkeit des Absurden, lassen stets eine unheildrohende Doppelbödigkeit durchschimmern«. Weiter heißt es anerkennend: »Exzellent sind die Schauspieler«. Mira Fajfer, Claudio Gatzke und Maik Rogge »spielen hoch konzentriert, bedienen die mysteriösen Maskeraden des Stückes mit Lust«. An diesem Abend ginge es darum »Harold Pinter (wieder) zu entdecken (…), zwei extrem unterschiedliche Stücke voller Ranküne, diffusem Unbehagen, ironischer Abgründigkeit. Großer Applaus«.

Augsburger Allgemeine/Neuburger Rundschau – 30.04.2018
»Zwei Einakter von Harold Pinter«

Im ersten Einakter lauscht Regisseur Boris Brandner »einem verstörenden Verhör« zwischen den Figuren Rebecca und Devlin, »über deren Beziehung zueinander keine letzte Klarheit zu erhalten ist«. »Ihre zentralen Themen Gewalt und Schuld werden vage und doch sehr konkret zwischen Wirklichkeit und Wahn, Traum und Trauma verhandelt«, meint der Rezensent. Im zweiten Teil des Abends unter der Regie von Mona-Julia Sabaschus »liefern [Claudio Gatzke und Maik Rogge] im jetzt voll entfalteten Bühnenraum (Manuela Weilguni) eine durchaus unterhaltsam verzappelte Parodie von Estragon und Wladimir, die auf einen verdächtig godot-ähnlichen Irgendwer warten und sich heil- und ergebnislos in pulp-fiction-mäßige Wortwechsel verheddern«.

Kulturkanal – 30.04.2018
»Großer Applaus«

Die beiden Stücke »Asche zu Asche / Der stumme Diener«, »ziehen […] gerade durch ihre fehlende Verortung und ihre Rätselhaftigkeit zwischen abgründigem Psychodrama und verstörender Gesellschaftsparabel in ihren Bann«, lautet die Einschätzung des Kulturkanals. Die zwei jungen Regisseure, »haben sich der schwierigen Aufgabe angenommen und die beiden Stücke sehr anschaulich auf die Bühne gebracht.« Der erste Einakter, inszeniert von Boris Brandner sei genau getaktet zwischen verständnisvoller Annäherung und wütender Distanz, zwischen alltäglichem Eifersuchts-Verhör und den erschreckenden Assoziationen der Frau in imaginierte Gewaltkonstellationen. Im zweiten Einakter, inszeniert von Mona-Julia Sabaschus kommt »die Kehrseite des Unheimlichen, Erschreckenden, nämlich eine absurde Komik stärker zum Vorschein.« Das Resümee: »Großer Beifall.«