Der Besuch der alten Dame

Friedrich Dürrenmatt

Eine tragische Komödie

Eine Stadt ist bankrott.

Doch plötzlich keimt Hoffnung auf. Ein prominenter Gast hat sich angekündigt: Claire Zachanassian. Sie ist milliardenschwer und als große Wohltäterin bekannt. Doch diese Stadt besucht sie nicht, um zu helfen. Sie will Rache. Tatsächlich stellt sie eine ungeheure Summe in Aussicht: 500 Millionen sollen in die Töpfe der Stadt fließen und 500 Millionen unter der Bevölkerung aufgeteilt werden. Unter einer Bedingung: Der Kaufmann Alfred soll sterben.

Dieser hatte die damals 17 Jährige vor Gericht verleumdet, die Vaterschaft ihres ungeborenen Kindes abgestritten und Claire aus der Stadt geekelt. Jetzt fordert sie Gerechtigkeit gegen Geld. Entrüstet weisen die Bürger das unmoralische Angebot zurück. Aber Claire Zachanassian hat Zeit. Schon fließen die Kredite, Werte und Prinzipien wanken und die Korrumpierbarkeit der Menschen lässt nicht lange auf sich warten.

Friedrich Dürrenmatt schrieb: »Die ›Alte Dame‹ ist ein böses Stück, doch gerade deshalb darf es nicht böse, sondern muss aufs humanste wiedergegeben werden, mit Trauer, (...) doch auch mit Humor, denn nichts schadet dieser Komödie, die tragisch endet, mehr als tierischer Ernst.«

Regie: 
Ansgar Haag
Ausstattung: 
Kerstin Jacobssen
Dramaturgie: 
Donald Berkenhoff
Musikalische Leitung, Komposition: 
Jakob Dinkelacker, Fabian Simon
Tasteninstrumente, Gesang: 
Charlotte Brandi
Kontrabass, E-Bass: 
Peter Christof
Schlagwerk: 
Jakob Dinkelacker
Gitarren: 
Fabian Simon
Künstlerisch-technische Produktionsleitung: 
Manuela Weilguni
Theatervermittlung: 
Nicole Titus
Premiere am ,
Freilichtbühne im Turm Baur