v.l.n.r.: Marc Simon Delfs, Yael Ehrenkönig, Felix Steinhardt / © Jochen Klenk

Wasted

von Kate Tempest

Deutsch von Judith Holofernes

Absturz in die Nacht. Ted, Charlotte und Danny, seit ihrer Kindheit befreundet, kennen sich viel zu gut, als dass sie die Lebenslüge des jeweils anderen glauben würden. Nur sich selbst lügen sie ganz erfolgreich in die Tasche. Am zehnten Todestag eines gemeinsamen Freundes treffen sie sich und stürzen wie eh und je in den Trubel einer Nacht, die alles verändern soll und doch nur das Alte hervorbringt.

Mit unerbittlicher Genauigkeit, aber mit großer Zuneigung zu ihren Figuren lauscht Kate Tempest drei feiernden Nachtgestalten ihre Dialoge ab. »Wasted« zeigt die Generation der knapp 30-Jährigen, die zu alt ist für die Partys ihrer Jugend und zu jung, um in den Büros ihrer Eltern zu versauern.

Zwischen den Szenen melden sich in chorischen Passagen drei Stimmen zu Wort, die den Beat setzen und die Figuren vorantreiben, einem ungemütlichen Morgen entgegen.

Regie und Ausstattung: 
Donald Berkenhoff
Chorarrangement / Einstudierung / Sounds und Musik: 
David Rimsky-Korsakow
Video: 
Stefano Di Buduo
Dramaturgie: 
Paul Voigt
Künstl.-techn- Produktionsleitung + Betreuung Bühne: 
Manuela Weilguni
Theatervermittlung: 
N.N.
Premiere am ,
Kleines Haus
Dauer: 80 Minuten
»Wasted« Trailer von Stefano Di Buduo
v.l.n.r.: Marc Simon Delfs, Yael Ehrenkönig, Felix Steinhardt / © Jochen Klenk Felix Steinhardt / © Jochen Klenk v.l.n.r. im Video: Marc Simon Delfs, Yael Ehrenkönig, Felix Steinhardt; Maximilian Haberzettel (vorne) / © Jochen Klenk Felix Steinhardt / © Jochen Klenk v.l.n.r.: Felix Steinhardt, Marc Simon Delfs, Yael Ehrenkönig, Maximilian Haberzettel / © Jochen Klenk Yael Ehrenkönig und Maximilian Haberzettel / © Jochen Klenk v.l.n.r.: Marc Simon Delfs, Felix Steinhardt / © Jochen Klenk Yael Ehrenkönig / © Jochen Klenk Yael Ehrenkönig / © Jochen Klenk v.l.n.r.: Marc Simon Delfs, Yael Ehrenkönig, Felix Steinhardt / © Jochen Klenk v.l.n.r.: Yael Ehrenkönig, Felix Steinhardt / © Jochen Klenk v.l.n.r.: Yael Ehrenkönig, Felix Steinhardt / © Jochen Klenk v.l.n.r.: Marc Simon Delfs, Felix Steinhardt / © Jochen Klenk v.l.n.r.: Marc Simon Delfs, Felix Steinhardt / © Jochen Klenk v.l.n.r.: Felix Steinhardt, Marc Simon Delfs / © Jochen Klenk v.l.n.r.: Felix Steinhardt, Marc Simon Delfs / © Jochen Klenk Felix Steinhardt / © Jochen Klenk Felix Steinhardt / © Jochen Klenk v.l.n.r.: Felix Steinhardt, Maximilian Haberzettel / © Jochen Klenk Felix Steinhardt / © Jochen Klenk Yael Ehrenkönig / © Jochen Klenk Marc Simon Delfs / © Stefano Di Buduo Yael Ehrenkönig / © Stefano Di Buduo Marc Simon Delfs / © Stefano Di Buduo Felix Steinhardt / © Stefano Di Buduo © Stefano Di Buduo Yael Ehrenkönig / © Stefano Di Buduo Yael Ehrenkönig / © Stefano Di Buduo Marc Simon Delfs und Felix Steinhardt / © Stefano Di Buduo
Donaukurier – 29.01.2018
»Theater für Herz und Hirn!«

Regisseur Donald Berkenhoff schafft aus dem »präzise[n], hochpoetische[n], musikalische[n] Text« von Kate Tempest eine »konzentrierte, intensive, mitunter komische Spiel- und Denkfassung«. Durch Stefano Di Buduos Videos mit »ganz eigene[r] Ästhetik« und den »spannenden Sound aus Lärm, Sprechchören und Minimal Music« von David Rimsky-Korsakow werde der »Stoff einer irgendwie verlorenen Generation auf berückende Weise« geschildert. Marc Simon Delfs spielt »äußerst facettenreich«, ihm gelingt laut Donaukurier die Verbindung der »Nachwirkungen des Rausches mit federleichter Komik«. Als »kühn und kauzig, liebenswert entscheidungsschwach« zeigt Felix Steinhardt die Figur des Danny. Yael Ehrenkönig »triumphiert als Charlotte: eine Getriebene, vermeintlich stark, aber höchst verletzlich«.

Nachtkritik – 27.01.2018
»herrlich unverkrampft«

Musik der Autorin des Stücks wird in einem »gelungenen Auftakt« gespielt, »was einen gut in den Rhythmus des Theatertextes hineinfinden lässt«. In den Spielszenen können die Darsteller »sich auch ganz auf die Rollen einlassen und glänzen«. Zwischen den Szenen sind in »wilden Videos« die chorischen Passagen zu sehen, »[l]aut, mit verzerrten Stimmen und zwei- bis dreifach gedoppelten Schauspielern, maximal verfremdet und mit elektronischem Sound unterlegt«. »Großartig« findet der Rezensent der Nachtkritik die Texte von Kate Tempest, »weil sie es schafft, diesen kleinen privaten Problemen eine Dringlichkeit abzuringen, als gebe es jetzt im Augenblick nichts Wichtigeres auf der Welt. Diese Wucht und Dichte kommt in Ingolstadt vor allem in den leisen Szenen zum Tragen«.

Augsburger Allgemeine/Neuburger Rundschau – 29.01.2018
»unerwartet optimistisch«

Bei der Bühne für »Wasted« handle es sich um »ein handtuchbreites Möbellager mit Zimmerpflanzen«. Regisseur Donald Berkenhoff »widersteht der Versuchung der x-ten verlorenen Generation bierenst und tief tragisch ein Mahnmal zu errichten. So geht das Stück »unerwartet optimistisch« zu Ende.

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