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Stella – Das blonde Gespenst vom Kurfürstendamm - Pressestimmen

Donaukurier – 23.10.2017
»Begeisterter Premierenjubel«
Bei »Stella – Das blonde Gespenst vom Kurfürstendamm« handelt es sich laut Donaukurier um ein »atypisches Musical, ein Stück, in dem es so gut wie keine vorbildlichen, positiven Charaktere gibt«. Regisseur Brian Bell inszeniert einen »bunte[n] Bilderbogen«, er »arrangiert flotte Tanzszenen und schöne Bilder«. Zur Bühne heißt es: »Bell und sein Bühnenbildner Daniel Unger öffnen immer wieder den strengen, grauen Gerichtsraum und geben den Blick frei auf ein Reich der Fantasie«. Großes Lob gibt es für das Ensemble. »Sarah Horak als Stella und das sie umschwirrende Männerquintett in wechselnden Rollen (Richard Putzinger, Felix Steinhardt, Peter Reisser, Péter Polgár und Ralf Lichtenberg) machen ihre Sache hervorragend«, sie »alle können […] die schmissigen Musiknummern sehr gut singen«. Die Darsteller ermöglichen »differenzierte Szenen, spannende Charakterstudien«. Ein »vielschichtiges Anspielungssammelsurium« biete die Musik von Wolfgang Böhmer. »Die siebenköpfige Band unter der Leitung des Pianisten Walter Lochmann spielt das vortrefflich«.
Augsburger Allgemeine – 23.10.2017
»Eine Horrorbiografie als Musical«
Dass das Genre Musical überhaupt »für diese höchst sensible Thematik« taugt, bezweifelt der Kritiker der Augsburger Allgemeinen Zeitung, und hat am Stück selbst auch die eine oder andere Textstelle zu bemängeln. Davon abgesehen, findet Friedrich Kraft aber ausgesprochen lobende Worte für die Ingolstädter Inszenierung. »Sarah Horak singt und spielt die Titelrolle exzellent. Vorzüglich auch die fünf männlichen Darsteller an ihrer Seite. Das von Walter Lochmann am Klavier geleitete Septett musiziert hinreißend« urteilt der Rezensent und goutiert auch die »dezente Choreografie«, »die Vielfalt der rasch wechselnden Kostüme« und die »pfiffige Bühnenidee«. Sein Fazit über den Ingolstädter Beitrag: »Das alles ist vom Besten«.
Kulturkanal – 23.10.2017
»ansprechend erzählte Geschichte«
»Der Stoff ist heikel. Aber das macht gerade die Qualität dieses preisgekrönten Musicals […] aus«, sagt der Kulturkanal über »Stella – Das blonde Gespenst vom Kurfürstendamm«. Gelobt wird die Inszenierung der »zahlreichen Zeitsprünge und Schauplatzwechsel« und der »vielen raschen Rollenwechsel des Männerquintetts«. Regisseur Brian Bell hat es geschafft, »Abscheu vor der Gestapo-Agentin und Verständnis für Stellas Zwangslage und ihren Überlebenswillen in der Waage zu halten, sowie dem Ernst des Themas und dem abwechslungsreichen Schauwert einer Musical-Aufführung gleichermaßen gerecht zu werden«. Weiter heißt es über das Bühnenbild [Daniel Unger]: »Geschickt und unaufdringlich werden wenige Versatzstücke als Gerichtssaal-Podest oder die Treppenaufgänge als Rüstungsfabrik genutzt«. Stella steht »mit ihrer zerrissenen Biografie im Mittelpunkt«. Es handelt sich um eine »gut getimte Aufführung«, Hauptdarstellerin Sarah Horak und »ihr Männer-Quintett singen […] hervorragend«.
Landshuter Zeitung/Straubinger Tagblatt – 24.10.2017
»klare, präzise, starke Regie«

Bells Inszenierung findet großes Lob. »Die Handlung hüpft durch die Zeiten, ohne dass dazu ein Szenenwechsel notwendig wäre, denn die ganze Wucht von Spiel, Musik, Tanz, Gesang geht in eine andere Richtung: Können wir, so stellt sich die Frage, uns hier überhaupt irgendein Urteil anmaßen? Diese Frage trifft ins Zentrum der eigenen Person als Zuschauer, zwingt zur Stellungnahme«. Die »massiv eindringlich[e]« Musik, mit »Groove«, aber ohne »weichgespülten Mitklatschcharakter«, die »klare, präzise, starke Regie« sowie die »famosen, gesanglich überaus überzeugenden Darsteller« tragen zur »Wucht der aufwändigen Musical-Produktion am Stadttheater Ingolstadt« bei. Das Fazit lautet: »In Ingolstadt wird bewiesen, dass so ein Singspiel mit hochmoralischen Hintergrund bezwingen kann. Schauen statt Show.«