Mira Fajfer / © Ludwig Olah

Die Wiedervereinigung der beiden Koreas

von Joël Pommerat

 

Die Spielzeiteröffnung im Kleinen Haus wartet auf mit einer Szenenfolge, die die Themen Liebe und Beziehung beleuchtet. Was bedeutet Liebe in einer Zeit, in der wir alle unabhängig leben und uns verwirklichen wollen? Was, wenn der Honeymoon dem Alltagstrott weicht? In 19 verschiedenen Geschichten beleuchtet Joël Pommerat alle Facetten der Liebe und ihre Ungereimtheiten.

Eine Braut erfährt in letzter Sekunde ungeheuerliche Neuigkeiten über ihren Bräutigam. Ein Paar bekommt unheimlichen Besuch aus der Vergangenheit. Ein Mann besucht seine an Alzheimer erkrankte Frau und sucht nach der Fortsetzung ihrer Liebe.

„Die Wiedervereinigung der beiden Koreas“ ist ein himmelhoch jauchzend zu Tode betrübtes Stück, in welchem sich kleine wie große Dramen abspielen. Dramen der Enttäuschung, der Trennung, der Sehnsucht und vor allem: Der großen Missverständnisse.

 

Der französische Dramatiker Joël Pommerat ist einer der erfolgreichsten zeitgenössischen Theaterautoren.  Inspiriert von Schnitzlers „Reigen“, hat er ein Stück geschrieben, in dem 27 Frauen und 24 Männer in todtraurigen sowie zum Schreien komische Szenen versuchen, mit der Liebe in Zeiten der absoluten Unabhängigkeit und unendlicher Wahlmöglichkeit umzugehen. Schonungslos hält Pommerat dem Publikum einen Spiegel vor und lässt ein sehr realistisches Bild der „modernen“ Beziehungen, welches uns verbindet und uns zugleich entfremdet, entstehen.

 

Regie: 
Brit Bartkowiak
Bühne: 
Hella Prokoph
Kostüme: 
Carolin Schogs
Musikalische Leitung: 
Joe Masi
Premiere am ,
Kleines Haus
Dauer: 120 Minuten
Mira Fajfer / © Ludwig Olah v.l.n.r.: Ralf Lichtenberg, Béla Milan Uhrlau, Mira Fajfer / © Ludwig Olah Ensemble / © Ludwig Olah v.l.n.r.: Ingrid Cannonier, Olaf Danner / © Ludwig Olah v.l.n.r.: Mira Fajfer, Matthias Zajgier, Béla Milan Uhrlau, Ingrid Cannonier / © Ludwig Olah Yael Ehrenkönig / © Ludwig Olah v.l.n.r.: Matthias Zajgier, Mira Fajfer / © Ludwig Olah v.l.n.r.: Olaf Danner, Yael Ehrenkönig / © Ludwig Olah v.l.n.r.: Yael Ehrenkönig, Olaf Danner / © Ludwig Olah v.l.n.r.: Yael Ehrenkönig,Victoria Voss, Mira Fajfer, Matthias Zajgier, Ingrid Cannonier / © Ludwig Olah v.l.n.r.: Matthias Zajgier, Mira Fajfer, Victoria Voss / © Ludwig Olah Ballons / © Ludwig Olah v.l.n.r.: v.l.n.r.: Yael Ehrenkönig, Ralf Lichtenberg, Mira Fajfer, Matthias Zajgier, Victoria Voss / © Ludwig Olah Ingrid Cannonier / © Ludwig Olah © Ludwig Olah Ralf Lichtenberg / © Ludwig Olah v.l.n.r.: Ralf Lichttenberg, Victoria Voss / © Ludwig Olah v.l.n.r.: Yael Ehrenkönig, Victoria Voss, Matthias Zajgier, Ingrid Cannonier / © Ludwig Olah v.l.n.r.: Yael Ehrenkönig,Victoria Voss, Mira Fajfer, Matthias Zajgier, Ingrid Cannonier / © Ludwig Olah v.l.n.r.: Olaf Danner, Mira Fajfer / © Ludwig Olah
Anja Witzke, Donaukurier – 04.10.2016
»Herzschlagtheater, das lange nachhallt.«

Anerkennend schreibt der Donaukurier: »Für Brit Bartkowiak, die schon mit  ›In meinem Alter rauche ich immer noch heimlich‹ stürmisch gefeiert wurde, gab es großen Jubel für ihre neue Arbeit.« (...) »Brit Bartkowiak weiß mit großem Erfindungsreichtum diesen irrlichternden Reigen von Sehnsucht, Begehren, Verbundenheit, Kränkung und dem Abhandenkommen der Liebe zu inszenieren« und lobt die Schauspieler: »Dafür braucht sie ein     wandelbares    Ensemble. Und das hat sie. Jeder der acht wechselt mit Leichtigkeit und Spielfreude die Figuren. (…) Mit Furor und Klugheit, abgründigem Witz und mysteriösem Schmerz.(…) und immer neuen Kostümkreationen (Carolin Schogs).« (…)

»Den größten Beifall bekommen am Schluss    (…)     Ingrid Cannonier, die nicht nur als demente Frau anrührt, sondern als betrunkene Brautmutter zu komödiantischer Höchstform   aufläuft, Mira Fajfer für ihre so rätsel- wie geisterhaft abgekämpften Geschöpfe und Béla Milan Uhrlau, der sich so herrlich an der Ambivalenz seiner Figuren abarbeitet. Aber eigentlich glänzt hier jeder. (…) und Brit Barkowiak bereitet ihrem Ensemble dafür eine wunderbare Bühne. (…) Brit    Bartkowiak    spielt mit Erwartungshaltungen und bricht sie, mischt Albernheiten mit Tiefe, Absurditäten mit     Existenziellem (…) das ist Herzschlagtheater, das lange nachhallt.«

Michael Kleinherne, Augsburger Allgemeine – 05.10.2016
»großartige Schauspieler in unterschiedlichsten Rollen«

Über Brit Bartkowiaks Umsetzung des Stückes „Die Wiedervereinigung der beiden Koreas“ des französischen Dramatikers Joël Pommerat ist die Augsburger Allgemeine vollen Lobes und schreibt über eine »furiose Inszenierung« und »großartige Schauspieler in unterschiedlichsten Rollen« (…)
»[alle Facetten der Liebe] bringen Regie, Schauspieler und das restliche Team (…) grandios auf die Bühne. Und so gibt es am Ende dieser Premiere einen langen verdienten Applaus.«

Isabella Kreim, Kulturkanal – 04.10.2016
»ein bisschen komisch und auch sehr berührend«
Brit Bartkowiaks Umsetzung von Joël Pommerats »Die Wiedervereinigung der beiden Koreas« wird vom Kulturkanal gelobt: »[Bartkowiak] hat mit ihren acht großartigen Darstellern für jede Szene eine eigene Spielweise, eine eigene Klangfarbe gefunden und nimmt uns mit auf eine Achterbahnfahrt in die Tiefen und Untiefen von Beziehungen.« (…) »ein bisschen komisch und auch sehr berührend. « Und weiter heißt es: »ein großartig facettenreicher Theaterabend über die Unwägbarkeiten und unkalkulierbaren Risiken der Liebe und die unendlichen Möglichkeiten von Beziehungen. «