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Don Pasquale - Pressestimmen

Isabella Kreim, Kulturkanal – 28.04.2015
»Verführerische Ästhetik«
Die sinnliche Lust am grausamen Spiel „Neben amüsanter, aber nie überdrehter Situationskomik und liebevollen Einblicken in die Tragikomik menschlicher Schwächen zeigt Weber auch in verführerischer Ästhetik, wie erotisch es sein kann, Macht über einen anderen Menschen, hier den einsamen alten Don Pasquale, auszuüben. [...] Stephanos Tsirakoglou in der Titelpartie singt auch die zungenbrecherischen Passagen tadellos und spielt eine imposante, sympathische Figur, keinen senilen Hagestolz. Wie bereits in ‚Gianni Schicchi‘ zu erleben, ist Tsirakoglou ein Sänger-Darsteller mit rührendsubtiler Komik. [...]“
Dr. Dieter David Scholz, MDR Figaro – 25.04.2015
»Schau­spiele­rische Komödiantik und mit vorzüglichen Stimmen«
Ausgezeichnete Auf­führung „Das war musikalisch und sängerisch eine ausgezeichnete Auf­führung. [...] Arturo Alvarado hat Donizetti ordentlich Beine gemacht. Das war ein großes Vergnügen. Und man hat in Mei­ningen ein sehr gutes Sängerensemble auf die Bühne gebracht, das mit schau­spiele­rischer Komödiantik und mit vorzüglichen Stimmen aufwartete: Im Zentrum der exzellente amerika­nisch-griechische Bariton Stephanos Tsirakoglou als vertrotteleter, geiziger, lüsterner Alter, der gefoppt wird und kuriert von der ihm scheinbar angetrauten Norina, die von der türkischen Sopranistin Elif Aytekin zauberhaft verkörpert wird. [...] Das mit Bussen von weither angereiste Publikum dieses man darf ja sagen Ausnahmetheaters war außer sich vor Begeisterung.“
Frauke Adrians, Freies Wort – 27.04.2015
»Hinreißend«

»Stephanos Tsirakoglou ist hinreißend als alter Don Pasquale, der bei der Aussicht auf eine Heirat mit der jungen Sofrina plötzlich seine Säfte steigen fühlt. Sein Balzverhalten hat etwas Rührendes, und wenn sein Neffe Ernesto und dessen Komplizin Norina – alias Sofrina – den Alten gnadenlos betrügen, dann provoziert das nicht nur Schadenfreude, sondern auch Mitgefühl. Zumindest ein bisschen. Und dieses Bisschen macht den Unterschied aus zwischen Farce und Drama. [...]«

Karin Derstroff, Donaukurier – 27.10.2016
»mit ungeheurer Schauspiellust«

Nachdem »Don Pasquale« »in Meiningen geradezu rauschende Erfolge feierte, Bravorufe (…) und beste Rezessionen [einfuhr]«, kam die Produktion nun als Gastspiel nach Ingolstadt. Besonders lobt der Donaukurier dabei: »Was Elif Aytekin [Norina] aus dieser Rolle macht, ist (…) tatsächlich Vergnügen: Mit glockenheller, biegsamer Stimme, mit ungeheurer Schauspiellust gibt sie das Nonnenmädel und die Furie«. Insbesondere »wenn Norina den alten Pasquale – wie wunderbar, ratlos, jammernd, aufbegehrend, spielt und singt Stephanos Tsirakoglou diesen Hagestolz – schurigelt und quält, dann ist in diesen Szenen (…) Tempo, Witz und abgründige Komik.«

Auch die Ausstattung (Christian Rinke) wird dank der »prachtvolle[n] rote[n] Kostüme« anerkennend erwähnt, ebenso wie es »nicht an fehlenden Regieeinfällen« des Regisseurs Knut Weber mangelte, »der seine Sänger beim Singen ganze Lotterbetten bauen, Kleiderstangen mit buntesten Kostümen von der Decke schweben (lässt), er kombiniert Spitzentöne mit Norinas entsetztem Blick auf abblätternden Nagellack und schickt seine Protagonisten fast slapstickhaft wie in einem alten Stummfilm zum ersten Auftritt auf die Bühne.«