Don Pasquale

Opera buffa in drei Akten von Gaetano Donizetti • Text von Giovanni Ruffini und Gaetano Donizetti nach Angelo Anelli • in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Gastspiel Das Meininger Theater • Südthüringisches Staatstheater

Drum prüfe, wer sich ewig bindet …
Der eingefleischte Junggeselle Don Pasquale hat für seinen Neffen Ernesto eine reiche Dame zur Heirat ausersehen. Doch der Bengel weigert sich glatt, sie zu heiraten – er sei in eine andere verliebt! Wütend beschließt Pasquale, Ernesto das Erbe zu vermiesen, indem er selbst heiratet. Sein Hausarzt Malatesta liefert auch prompt eine geeignete Kandidatin: seine lammfromme, gefügige Schwester. Was Pasquale nicht ahnt: Malatesta steht auf der Seite des Neffen. Die angebotene Braut ist in Wahrheit Ernestos Schwarm Norina und die Kuppelei eine Finte des raffinierten Arztes, um das mittellose junge Paar glücklich zusammenzuführen. Norina spielt also die schüchterne Unschuld vom Lande, nur um sich nach der Heirat als eigensinniges, verschwenderisches Höllenweib aufzuführen. Don Pasquale ist jedes Mittel recht, die Furie wieder loszuwerden – sogar, sie an Ernesto abzutreten.  In weniger als zwei Wochen hatte Gaetano Donizetti 1843 seinen »Don Pasquale« als Auftragswerk für das Pariser Théatre-Italien hervorgezaubert und dabei mit der Mischung aus praller Komik und lyrischen Kantilenen eine bis heute beliebte Komödie geschaffen.
Die Mainpost lobte an der Gast-Inszenierung des Ingolstädter Intendanten die »(…) wunderbar leichte Balance zwischen Situationskomik, Ironie, Hintersinn, schmachtendem Belcanto und Koloraturen, bei denen einem die Ohren klingen.«
»Neben amüsanter, aber nie überdrehter Situationskomik und liebevollen Einblicken in die Tragikomik menschlicher Schwächen zeigt Weber auch in verführerischer Ästhetik, wie erotisch es sein kann, Macht über einen anderen Menschen (…) auszuüben«, schreibt der Donaukurier und der MDR ergänzt: »Das mit Bussen von weither angereiste Publikum dieses (…) Ausnahmetheaters war außer sich vor Begeisterung.«
 

Regie: 
Knut Weber
Isabella Kreim, Kulturkanal – 28.04.2015
»Verführerische Ästhetik«
Die sinnliche Lust am grausamen Spiel „Neben amüsanter, aber nie überdrehter Situationskomik und liebevollen Einblicken in die Tragikomik menschlicher Schwächen zeigt Weber auch in verführerischer Ästhetik, wie erotisch es sein kann, Macht über einen anderen Menschen, hier den einsamen alten Don Pasquale, auszuüben. [...] Stephanos Tsirakoglou in der Titelpartie singt auch die zungenbrecherischen Passagen tadellos und spielt eine imposante, sympathische Figur, keinen senilen Hagestolz. Wie bereits in ‚Gianni Schicchi‘ zu erleben, ist Tsirakoglou ein Sänger-Darsteller mit rührendsubtiler Komik. [...]“
Dr. Dieter David Scholz, MDR Figaro – 25.04.2015
»Schau­spiele­rische Komödiantik und mit vorzüglichen Stimmen«
Ausgezeichnete Auf­führung „Das war musikalisch und sängerisch eine ausgezeichnete Auf­führung. [...] Arturo Alvarado hat Donizetti ordentlich Beine gemacht. Das war ein großes Vergnügen. Und man hat in Mei­ningen ein sehr gutes Sängerensemble auf die Bühne gebracht, das mit schau­spiele­rischer Komödiantik und mit vorzüglichen Stimmen aufwartete: Im Zentrum der exzellente amerika­nisch-griechische Bariton Stephanos Tsirakoglou als vertrotteleter, geiziger, lüsterner Alter, der gefoppt wird und kuriert von der ihm scheinbar angetrauten Norina, die von der türkischen Sopranistin Elif Aytekin zauberhaft verkörpert wird. [...] Das mit Bussen von weither angereiste Publikum dieses man darf ja sagen Ausnahmetheaters war außer sich vor Begeisterung.“
Frauke Adrians, Freies Wort – 27.04.2015
»Hinreißend«

»Stephanos Tsirakoglou ist hinreißend als alter Don Pasquale, der bei der Aussicht auf eine Heirat mit der jungen Sofrina plötzlich seine Säfte steigen fühlt. Sein Balzverhalten hat etwas Rührendes, und wenn sein Neffe Ernesto und dessen Komplizin Norina – alias Sofrina – den Alten gnadenlos betrügen, dann provoziert das nicht nur Schadenfreude, sondern auch Mitgefühl. Zumindest ein bisschen. Und dieses Bisschen macht den Unterschied aus zwischen Farce und Drama. [...]«

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