v.l.n.r.: Péter Polgár, Katrin Wunderlich, Ingrid Cannonier und Ensemble / © Jochen Klenk

Die Georgier (UA)

Ein Kammerorchester zwischen den Welten

werkgruppe2

Orchester im Exil

1990 migrierte das Georgische Kammerorchester mit Hilfe der AUDI AG und dem damaligen Oberbürgermeister Peter Schnell von Tbilissi in Georgien geschlossen nach Ingolstadt. So verließen sie das landschaftlich paradiesische Land, das Gott der Legende nach für sich selbst geschaffen hatte und dem georgischen Volk überließ, da diese nach einer Feier zu spät kamen als alles Land an die Völker der Erde verteilt wurde. Nach inzwischen über 25 Jahren Schaffenszeit in Ingolstadt sind »Die Georgier« aus dem Kulturleben der Stadt nicht mehr wegzudenken. Noch heute gehören nahezu ausschließlich Georgier zum Ensemble, das derzeit unter der künstlerischen Leitung von Ruben Gazarian spielt. Das dokumentarisch-musikalische Theaterprojekt »Die Georgier« fragt nun nach den Geschichten, die sich hinter der ungewöhnlichen Übersiedlung eines gesamten Orchesters verbergen. Was waren die Gründe für die Flucht? Welche Bedeutung spielte das Orchester in Tbilissi in Georgien. Und welche Lücke hat es hinterlassen? Was ist der eigene georgische Klang, der dem Orchester zugeschrieben wird? Gelingt es, mit Hilfe von Musik die Fremdheit in einer neuen Gesellschaft zu überwinden? Was sind die Bedingungen und Voraussetzungen dafür, dass ein Neuanfang gelingen kann? Können wir von den Georgiern etwas über erfolgreiche Modelle von Integration lernen? In diesem Projekt begibt sich die freie Theatergruppe werkgruppe2 mit aktiven und ehemaligen Mitgliedern des Georgischen Kammerorchesters auf die Suche nach den erzählten Erlebnissen und Einschätzungen. Auf Basis von Interviews entwickeln sie gemeinsam mit Schauspielern des Ingolstädter Ensembles und Musikern des Georgischen Kammerorchesters einen Theaterabend über die spannenden Lebensgeschichten der georgischen Musiker.

Weitere Informationen zu dem Georgischen Kammerorchester finden Sie hier.

Regie: 
Julia Roesler
Bühne und Kostüm: 
Charlotte Pistorius
Musikalische Leitung: 
Nikoloz Shamugia
Dramaturgie (als Gast): 
Silke Merzhäuser
Premiere am ,
Festsaal
v.l.n.r.: Péter Polgár, Katrin Wunderlich, Ingrid Cannonier und Ensemble / © Jochen Klenk Sebastian Witt / © Jochen Klenk v.l.n.r.: Viktor Konjaev, Lia Chkhartishvili, Vitali Sikarulidze, Tamaz Lomidze, David Tsadaia / © Jochen Klenk v.l.n.r.: Kathrin Wunderlich, Jan Gebauer, Vitali Sikarulidze, Ingrid Cannonier, Tamaz Lomidze, Péter Polgár, Sebastian Witt / © Jochen Klenk v.l.n.r.: Viktor Konjaev, Lia Chkhartishvili, Vitali Sikarulidze, Tamaz Lomidze, David Tsadaia, Ingrid Cannonier, Jan Gebauer, Péter Polgár, Sebastian Witt / © Jochen Klenk Sebastian Witt und Ensemble / © Jochen Klenk v.l.n.r.: Sebastian Witt, Viktor Konjaev, Lia Chkhartishvili, Vitali Sikarulidze, Tamaz Lomidze, David Tsadaia, Kathrin Wunderlich / © Jochen Klenk v.l.n.r.: Sebastian Witt, Tamaz Lomidze, David Tsadaia / © Jochen Klenk v.l.n.r.: Péter Polgár, Kathrin Wunderlich, Lia Chkhartishvili, Ingrid Cannonier / © Jochen Klenk v.l.n.r.: Viktor Konjaev, Lia Chkhartishvili, Vitali Sikarulidze, Tamaz Lomidze, David Tsadaia / © Jochen Klenk v.l.n.r.: Jan Gebauer, Sebastian Witt, Ingrid Cannonier, Kathrin Wunderlich, Péter Polgár, Viktor Konjaev, Lia Chkhartishvili, Vitali Sikarulidze, Tamaz Lomidze, David Tsadaia / © Jochen Klenk v.l.n.r.: Ingrid Cannonier, Jan Gebauer, Lia Chkhartishvili, Vitali Sikarulidze, Péter Polgár, Viktor Konjaev, Tamaz Lomidze, David Tsadaia / © Jochen Klenk v.l.n.r.: Kathrin Wunderlich, Jan Gebauer, Vitali Sikarulidze, Viktor Konjaev, Tamaz Lomidze, David Tsadaia, Péter Polgár / © Jochen Klenk v.l.n.r.: Jan Gebauer, Kathrin Wunderlich, Ingrid Cannonier, Viktor Konjaev, Lia Chkhartishvili, Vitali Sikarulidze, Tamaz Lomidze, David Tsadaia / © Jochen Klenk v.l.n.r.: Sebastian Witt, Kathrin Wunderlich, Jan Gebauer, Ingrid Cannonier, Péter Polgár / © Jochen Klenk Sebastian Witt / © Jochen Klenk v.l.n.r.: Jan Gebauer, Viktor Konjaev, Péter Polgár, Kathrin Wunderlich, Vitali Sikarulidze, Lia Chkhartishvili, Sebastian Witt, Tamaz Lomidze, Ingrid Cannonier, David Tsadaia / © Jochen Klenk Streicherquintett GKO / © Katharina Rößle
Willibald Spatz – 16.11.2016
»Der werkgrupe2 gelingt es, diese Menschn sehr ernst zu nehmen (...) und schätzen zu lernen«

Nachtkritik.de sieht die Geschichte um das vor 25 Jahren in Ingolstadt angesiedelte georgische Kammerorchester als »Steilvorlage für ein Dokumentartheaterprojekt«.
Das »Theaterkollektiv Werkgruppe2 um die Regisseurin Julia Roesler und die Dramaturgin Silke Merzhäuser (…) besitz[t] ebenfalls überregional einen guten Ruf«. »Aus mehr als 20 Interviews mit ehemaligen und aktiven Mitgliedern haben sie einen Theatertext destilliert (…). Gesprochen wird er von fünf Schauspielern, die sich im Lauf der Vorstellung zu klar umrissenen Figuren entwickeln«. »Die Geschichten der Georgier machen auf sympathische Weise bewusst, dass neben einem Menschen leben, die sich zwischen zwei Welten eingerichtet haben. Der Werkgruppe2 gelingt es, diese Menschen sehr ernst zu nehmen und deren Kunst besser schätzen zu lernen, ohne sich aufzudrängen.« schreibt nachtkritik.de bewundernd. »Den Höhepunkt erreicht die Stimmung schließlich, als von der alten Heimat Georgien geschwärmt wird. (…) Man denkt, dieses Tiflis ist auf jeden Fall demnächst eine Reise wert.« hätte es den Krieg nicht gegeben. Erfolgreich in Ingolstadt migriert, begeistern die »Einlagen des Streichquintetts (…). Sie musizieren auf eine gelassen-gewitzte Art, dass auch einem Nicht-Ingolstädter schnell klar wird, weshalb man hier auf die Georgier so stolz ist.«

Süddeutsche Zeitung – Egbert Tholl – 18.11.2016
„ein wunderbares Stück“
»>Die Georgier< ist ein wunderbares Stück«, zu diesem Schluss kommt die Süddeutsche Zeitung. Die fünf SchauspielerInnen reden »mit reizender menschlichen Schläue und lustiger Sprache«, wodurch sie »zu den Georgiern werden, die damals ankamen«. »Das Tolle an diesem Stück ist, dass es die spezifisch märchenhafte Geschichte des Orchesters erzählt, aber auch viel über das Europa der letzten 25 Jahren.« Die Schauspieler im Heimatdialekt der Georgier sprechen zu lassen »geht auf, (…) Lebensweisheiten aus dem Osten, fröhlich und kugelaugenrund, und so menschlich schön.«
Friedrich Kraft, Augsburger Allgemeine – 18.11.2016
»Ein Kompliment für diese Spielplan-Idee«

Über das »feine Doku-Stück« ›Die Georgier‹ des Theaterkollektivs werkgruppe2 um die Regisseurin Julia Roesler und die Dramaturgin Silke Merzhäuser berichtet die Neuburger Rundschau anerkennend: »Das Ingolstädter Schauspielhaus widmet (…) dem GKO eine feine Hommage.« (…) »Im geschickt zur Theaterspielstätte umgemodelten Festsaal« erzählen die SchauspielerInnen »Ingrid Cannonier, Katrin Wunderlich, Jan Gebauer, Péter Polgár, Sebastian Witt, allesamt sehr gut (…) amüsante Anekdoten aus dem wahren Leben der (…) Musiker, aber eben auch Bedrückendes, Anrührendes. Und zwischendurch immer wieder wunderbare Musik eines GKO-Oldies besetzten Streichquintetts.« Weiter heißt es über die »Hommage für die Georgier, denen (…) der Jubel des Premierenpublikums galt. Dem Stadttheater gebührt ein Kompliment für diese Spielplan-Idee.«

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