Felix Steinhardt / © Ludwig Olah

Dekalog – Die 10 Gebote

Nach den Filmen von Krzysztof Kieślowski und Krzysztof Piesiewicz

unter Verwendung der Bühnenfassung von John von Düffel

Dekalog ist ein 10-teiliger Filmzyklus, der sich am Beispiel von menschlichen Grundkonflikten und Dilemmata mit den 10 Geboten auseinandersetzt. Inzwischen gehört Dekalog zu den meistgefeierten Filmserien aller Zeiten. Alle Filme spielen in einer Mietskaserne in Warschau kurz vor dem Zusammenbruch des Ostblocks und zeigen die Schicksale der einzelnen Bewohner aus verschiedenen Perspektiven. Alexander Nerlich wird für das Stadttheater Ingolstadt inspiriert von diesen Filmen einen Abend entwickeln.
Kieślowski sagt in einem Interview von 1989 der taz: »Ich bemühe mich, die Sachen so zu zeigen, wie sie sind, und nicht so, wie sie sein sollten oder so, wie wir uns wünschten, daß sie aussehen. […] Ich bin kein religiöser Mensch. Aber ich denke, sowas gibt es schon. Es gibt etwas Höheres, das diese Welt ordnet. Vielleicht ist es nur unsere Idee oder unsere Sehnsucht, die als dieses ordnende Element zu begreifen ist. Ich weiß es nicht. Doch sehr oft gibt es Situationen, wo wir denken: Ja, so mußte es kommen.«

Regie: 
Alexander Nerlich
Ausstattung: 
Wolfgang Menardi
Musik/ Sounddesign: 
Malte Preuss
Choreografie: 
Alice Gartenschläger
Premiere am ,
Kleines Haus
Dauer: 180 Minuten, mit Pause
Felix Steinhardt / © Ludwig Olah v.l.n.r.: Mira Fajfer, Marc Schöttner, Jan Gebauer / © Ludwig Olah Victoria Voss / © Ludwig Olah v.l.n.r.: Enrico Spohn, Victoria Voss / © Ludwig Olah Mira Fajfer / © Ludwig Olah v.l.n.r.: Jan Gebauer, Mira Fajfer / © Ludwig Olah v.l.n.r.: Felix Steinhardt, Victoria Voss, Marc Schöttner, Enrico Spohn, Mira Fajfer, Jan Gebauer / © Ludwig Olah Enrico Spohn / © Ludwig Olah Enrico Spohn / © Ludwig Olah v.l.n.r.: Victoria Voss, Enrico Spohn, Marc Schöttner, Felix Steinhardt, Mira Fajfer, Jan Gebauer / © Ludwig Olah v.l.n.r.: Marc Schöttner, Jan Gebauer / © Ludwig Olah v.l.n.r.: Marc Schöttner, Victoria Voss / © Ludwig Olah v.l.n.r.: Victoria Voss, Felix Steinhardt, Mira Fajfer, Marc Schöttner / © Ludwig Olah Victoria Voss / © Ludwig Olah v.l.n.r.: Marc Schöttner, Mira Fajfer / © Ludwig Olah Victoria Voss / © Ludwig Olah v.l.n.r.: Mira Fajfer, Enrico Spohn, Felix Steinhardt, Marc Schöttner, Jan Gebauer / © Ludwig Olah v.l.n.r.: Marc Schöttner, Jan Gebauer / © Ludwig Olah v.l.n.r.: Victoria Voss, Enrico Spohn / © Ludwig Olah v.l.n.r.: Victoria Voss, Enrico Spohn, Marc Schöttner / © Ludwig Olah v.l.n.r.: Marc Schöttner, Jan Gebauer / © Ludwig Olah
Isabella Kreim, Kulturkanal – 07.04.2017
»Was für ein intensiver, packender, ja aufwühlender Theaterabend!«

»Was für ein intensiver, packender, ja aufwühlender Theaterabend!« berichtet der Kulturkanal begeistert. »Mit manchmal symbolträchtigen Bewegungschoreographien (…) mit der die Körper ihre Sprachlosigkeit ausagieren(…) [können] in wenigen Sekunden (…) so hochemotional aufgeladene Situationen erzeugt werden und wieder in eine vollkommen andere Atmosphäre übergehen.«
Lobend berichtet der Kulturkanal weiter: »In einem außergewöhnlichen Gesamtkunstwerk aus Text, Schauspielkunst, Gesang, Bühnenraum, Choreographie und Sound, hat Regisseur Alexander Nerlich mit seinem bewährten Team den 10teiligen Filmzyklus ›Dekalog- Die 10 Gebote‹ des polnischen Filmemachers Krysztof Kieslowski auf die Bühne im Kleinen Haus des Stadttheaters Ingolstadt gebracht,« was am Donnerstag-Abend eine »umjubelte Premiere« zur Folge hatte.
»Verblüffend« sei auch, welche überraschenden Raumqualitäten Ausstatter Wolfgang Menardi wieder aus der (…) Bühne des Kleinen Hauses herausgeholt hat.«
»Wer gerade nicht zu den Protagonisten der Szene gehört, (…) begleitet (…) das Geschehen als (…) surreale Gestalten«, die, »die (…) durch Geräusche die Soundcollage von Malte Preuß live (…) unterstützen oder durch Abstraktion choreographierter Bewegungen die Situation emotional aufladen, ohne dass diese Choreographien von Alice Gartenschläger je zu Tanznummern werden.«
Trotz einer ausführlichen Berichterstattung des Kulturkanals kommt dieser zum Schluss: »Es kann nicht alles erzählt werden, wie prägnant und sinnlich Alexander Nerlich Konfliktsituationen hochdramatisch visualisiert und dennoch im nächsten Moment wieder ganz still verhaltenen Schauspielerszenen findet. Alle 6 Schauspieler, Mira Fajfer, Victoria Voss, Jan Gebauer, Marc Schöttner, Enrico Spohn und Felix Steinhardt sind in ihren wechselnden Rollen und ihren begleitenden Aktionen großartig. Kaum vorstellbar, mit welcher Akribie und Mühe Regisseur Alexander Nerlich mit den Schauspielern (…) dieses hochkomplexe Gespinst aus reduziertem, Text, Sound, Choreopgraphie und all den rein pragmatisch komplizierten Abläufen entwickelt hat, um die 10 Stunden Filmmaterial (…) auf diese immer wieder überraschend und abwechslungsreich getakteten 3 Stunden zu verdichten.« ein »grandiose[r] Theaterabend[sic!].«

Anja Witzke, Donaukurier – 08.04.2017
»Dieser Theaterabend ist ein Ereignis«
Begeistert berichtet der Donaukurier über die Premiere von »Dekalog – Die 10 Gebote« – die ursprüngliche Filmreihe von Kie´slowski sei »in jeder Hinsicht ein schwerer Brocken«, »Alexander Nerlich hat es gewagt« diesen »auf die Theaterbühne zu hieven«. Die »Einzelgeschichten« des 10-stündigen Filmzyklus hat Alexander Nerlich »zu einer kompakten wie komplexen Geschichte verwoben. (…) ihm [reichen] nur wenige Skizzen (…). Er setzt auf ausdrucksstarke Bilder und raffinierte Bühnenerfindungen«. Auch über das Ensemblespiel findet der Donaukurier nur lobende Worte: »Grandios agiert das Ensemble«: »Mira Fajfer, Victoria Voss, Jan Gebauer, Marc Schöttner, Enrico Spohn , Felix Steinhardt – sie alle spielen sensationell, nuanciert, wach, hochkonzentriert, beeindruckend.« Ein weiteres Lob geht an die Ausstattung »Wolfgang Menardis Bühnenraum [ist spektakulär]« – »Überall Verfall« und »Religiöse Zeichen«, »Es ist ein Alptraum-Raum, durch den diese Menschen (schlaf)wandeln (Choreografie: Alice Gartenschläger).« hinzu kommt »ein bedrohlicher Endzeit-Sound (Musik: Malte Preuß).« Eine weitere »große Qualität von Nerlichs Inszenierung: Sie erzählt etwas übers Theatermachen, über Handwerk, Technik, Übersetzung, Bühnensprache« der Donaukurier fasst überzeugt zusammen: »Nach drei Stunden gab es für diese hochintelligente, radikale, verstörende, packende Inszenierung und ein fantastisches Ensemble begeisterten Applaus« »Dieser Theaterabend ist ein Ereignis – und wirkt lange fort.«
Süddeutsche Zeitung, Florian Welle – 11.04.2017
»Zuschauer [werden] drei Stunden lang in den Bann [gezogen]«
Die Süddeutsche Zeitung berichtet von dem Stück »Dekalog – Die 10 Gebote«, das unter der Regie von Alexander Nerlich »diese existenzielle Hölle (…) im Kleinen Haus des Ingolstädter Stadttheaters« auf die Bühne gebracht wurde. Es stehen ihm dafür »sechs sehr wandlungsfähige Schauspieler [sic!]« zur Verfügung. »Ausstatter Wolfgang Menardi [hat] einen Raum gezimmert, der an den Wänden weiß gekachelt, und so gleichzeitig Wohnung, Krankenhaus und Hörsaal ist.« Ein »geschickter Verweis auf die kirchlich-religiöse Tradition des Themenkomplexes« ist die als Flügelaltar gestaltete Rückwand. »Nerlich braucht keine großartige Technik, ihm genügen einfachste theatrale Mittel und die minimalistisch-albtraumhafte Musik von Malte Preuß, um den Zuschauer drei Stunden lang in den Bann zu ziehen.« »›Wie wollen wir leben?‹ heißt das Ingolstädter Spielzeitmotto. ›Wie leben wir?‹, fragt ›Dekalog – Die 10 Gebote‹.«
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