Benjamin Kneser / © Ludiwg Olah

Mein Ungetüm (UA)

Projektentwicklung

Junges Theater mobil • ab 3 Jahren

»Wohin mit dem Ungetüm in uns?«

Plötzlich ist da ein seltsamer Mann, so einer den man von der Straße kennt, der draußen lebt, einer der irgendwie aus der Gesellschaft gefallen zu sein scheint. Er ist gekommen, um seine Geschichte zu erzählen. Er nimmt das Publikum mit in ein Land, in dem man rotzfrech sein darf, sich kloppen, sich anschreien, mit Dreckklumpen schmeißen und alle Wut und Trauer einfach so rauslassen darf, ohne gesagt zu bekommen: »Was stimmt mit dir nicht?«. Es entsteht ein kleines Stück Theater, welches die jungen Zuschauer spielerisch in das Geschehen mit einbezieht und ihr Kindsein ernst nimmt. Jeder Kindergarten hat seine Rabauken, die öfter einmal beißen, schubsen oder anderen Kindern das Spielzeug wegreißen. Kleine Kinder verlieren schnell den Mut, kriegen schnell Wut. Besonders Jungen wollen sich außerdem mit anderen messen, auch körperlich. Wie viel Wildheit ist normal? Ein anarchisches Spiel im Kindergarten.

Für Kartenbestellungen für Schüler- und Kindergartenvorstellungen wenden Sie sich bitte an das Künstlerische Betriebsbüro unter (08 41) 305 47 227 oder nutzen Sie unser Onlineformular.

Regie: 
Jule Kracht
Ausstattung: 
Kristel Bergmann
Dramaturgie: 
Teresa Gburek
Premiere am ,
Werkstatt/Junges Theater
Dauer: 40 Minuten
Anja Witzke, Donaukurier – 30.05.2016
» ... kleine Anleitung zum Monsterbändigen.«

Großes Lob vom Donaukurier für Jule Krachts Projektentwicklung »Mein Ungetüm«: »Benjamin Kneser (...) erfindet (...)eine abenteuerliche Reise, die über ein stürmisches Plastikfolienmeer (das schönste seit Lummerland: Ausstattung Kristel Bergmann) zu einer Insel führt. Einer Insel mit hohen Deckenbergen, Flokati-Schneegipfel und Klobürsten-Palme. Und jeder Menge Ungetüme.«

Besonders anerkennend hervorgehoben wird die Tatsache, wie Regisseurin Jule Kracht und Darsteller Benjamin Kneser aus den Erfahrungswelten der Kinder schöpfen. »Sie setzen sich mit ihren Gefühlen auseinander, transformieren Wut in Energie, in Kreativität, fischen Klänge aus dem Nichts, erkunden Möglichkeitsräume, huldigen dem Unfug und der Anarchie, deuten schnöde Alltagsgegenstände um. (...) Spielerisch wird das Leben erkundet - und der Zorn gebannt. «

»Mein Ungetüm« sie somit »nicht nur eine Liebeserklärung ans Theater (spielen), sondern auch eine kleine Anleitung zum Monsterbändigen. «

Friedrich Kraft, Neuburger Rundschau – 30.05.2016
» ... zaubernden Spielmacher.«

Friedrich Kraft nennt die Projektentwicklung von Jule Kracht »pädagogisch geglücktes Kindertheaterchen«. Bei dem Stück werde mit einfachsten Mitteln gearbeitet und »ganz auf die Fantasie der Zuschauer« gesetzt.

»Benjamin Kneser gibt als Alleindarsteller den Erzähler und zaubernden Spielmacher. Er agiert vorzüglich, reagiert auf Zurufe der Kinder, steckt auf Mahnung eines kleinen Buben in der ersten Reihe, es fehle noch eine Palme auf der Insel, die Klobürste in eine Vase.«