Der Vorname

von Matthieu Delaporte und Alexandre de la Patellière

aus dem Französischen von Georg Holzer

Namen sind nicht Schall und Rauch. Die Namensgebung für den Nachwuchs ist ein kompliziertes und heikles Thema, besonders wenn man ein so scharfsinniger Provokateur ist, wie Vincent. Da kann die Atmosphäre beim Dinner unter Freunden schon mal einen gewaltigen Knacks kriegen und heftigste Diskussionen ausgelöst werden. Aber das ist nicht das Einzige, was an diesem Abend für Zündstoff im Familien- und Freundeskreis sorgt und die scheinbar heile bürgerliche Welt zum Einsturz bringt. »Unter der gutbürgerlichen, ach so liberalen Oberfläche lauert die ganze Bandbreite menschlicher Abgründe von Missgunst und Vorurteilen bis hin zu Untreue und Freundesverrat«, findet Regisseur Anatol Preissler. Dieses Stück schafft es für ihn, trotz körperlicher Spielreduktion und dekadenter Ruhe bei edlen Weinen und marokkanischen Delikatessen, durch Wortwitz und Dialoggefechte von Dumas’scher Qualität einen Sofakrieg und eine emotionale Schlacht sondergleichen zu entfesseln. Nach seiner turbulenten und bildreichen Arbeit an »Die 39 Stufen«, freut sich Anatol Preissler, nun wieder in Ingolstadt zu sein, mit einem Stück, das intelligent auf das Wort vertraut.

Regie/Bühne: 
Anatol Preissler
Kostüme: 
Charlotte Labenz
Dramaturgie: 
Paul Voigt
Premiere am ,
Studio im Herzogskasten
Dauer: 100 Minuten
Dr. Isabella Kreim, Kulturkanal – 08.12.2015
» ... federleichtes Kammerspiel ... «

»(…) eine intelligente französische Geschellschaftskomödie mit viel Esprit in Idealbesetzung. (…) In sehr gediegenen Möbeln und einer raumhohen Bücherwand etabliert Regisseur Anatol Preissler ein federleichtes Kammerspiel (…) Es macht riesenspaß diesem Quintett zuzuschauen«

Berndt Herrmann, Donaukurier – 07.12.2015
» ... geistreiche, spritzige Dialoge ... «

Für Berndt Hermman ist » Der Vorname« »(…) eine Zimmerschlacht, in der die Hölle wieder einmal die anderen sind.« Der Inszenierung sei vor allem geprägt durch  »(…) geistreiche, spritzige Dialoge, treffende Pointen, bitterböser Humor, der oft dem Zuschauer den Erkenntnisspiegel vorhält. Kaum einer, der sich nicht hin und wieder erkennen wird.« und urteilt: » (…) beste Unterhaltung, eine souverän inszenierte Gesellschaftskomödie«