Der gestiefelte Kater

Märchen nach Charles Perrault • in einer Fassung von Thomas Goritzki

ab 6 Jahren

Es waren einmal: Eine Prinzessin, die sich langweilt, weil sie immer nur Prinzessin sein darf. Ein König, der nichts begreift und viel befiehlt. Ein Zauberer, der sich selbst für so gefährlich hält, dass er die Gefahr nicht sieht. Ein Heinrich, der nichts als Müller sein will und aus dem doch ein Graf gemacht wird und – ein sprechender Kater.

Die Geschichte vom Kater, der seinem Herrn einen besseren Platz in der Welt verschaffen will, ist ein Familienstück im besten Sinne. Es ist voll von wunderbar schrägen Figuren, deren Nöte Kindern und Erwachsenen gleichermaßen nahe sind und in deren Mittelpunkt ein frecher zotteliger Kater steht. Dieser hat so einige Tricks auf Lager und stiefelt unerschrocken und beherzt durchs Leben. Sein Motto: Alles ist möglich, man muss es nur anpacken, von Zeit zu Zeit mal etwas wagen und ran an den Speck, denn was zählt ist nicht, wer du bist, sondern was du sein könntest. Für Regisseurin Julia Mayr ist »Der gestiefelte Kater« eine Geschichte über Mut. Über den Mut, etwas zu wagen. Über den Mut, nicht alles hinzunehmen. Über den Mut, sein Leben zu ändern. Über den Mut, die Welt umzubauen. Über den Mut, mutig zu sein.

Regie: 
Julia Mayr
Musikalische Leitung: 
Markus Reyhani
Ausstattung: 
Dietlind Konold
Premiere am ,
Großes Haus
Dauer: 70 Minuten
Anja Witzke, Donaukurier – 08.11.2015
» ... Liebeserklärung ans Theaterspielen.«

Vom diesjährgen Wintermärchen waren nicht nur die kleinen Besucher am Samstag bei der Premiere begeistert. Anja Witzke vom Donaukurier schreibt über Juliy Mayrs erste Inszenierung im Großen Haus, sie sei »wundersam, herrlich respektlos, wild poetisch, folgt in seiner Formensprache einer kühnen Ästhetik und ist vor allem eine Liebeserklärung ans Theaterspielen. Und: ist (...) sehr lustig.«
Der Märchenzauber gelingt zum einen durch die Leistung des Ensembles, das für sein »energiegeladene[s] Spiel (...), präzise, konzentriert, kraftvoll« gelobt wird: »Ein perfektes und perfekt aufeinander abgestimmtes Team, das mit Lust immer neue Figuren und Seinszustände erfindet.« Aber auch die Ausstattung von Dietlind Kondold, »die erwachsene Märchenfantasien auf köstlich kindgerechte Weise konterkariert.« sowie die Musik von Markus Reyhani be/verzauberten die Zuschauer: »Ein flirrender, leichter, märchenhaft-beschwingter Sound aus Rhythmus und Klang, ein vielstimmiger Singsang aus Geräuschen und Scat, der von den Schauspielern live produziert wird.«

Friedrich Kraft, Augsburger Allgemeine – 10.11.2015
»Entzückender Spielwitz«

Zum diesjährigen Weihanchtsmärchen »Der gestiefelte Kater« findet die Neuburger Rundschau lobende Worte: »Julia Mayr, Leiterin der Sparte Junges Theater, hat das Märchen mit den hintergründigen Aspekten Gerechtigkeil, Schein und  Sein, Täuschung in höherem Interesse sehr effektvoll inszeniert. Die Auf­führung, fein bebildert von der Aus­statterin Dietlind Konoid, sprüht vor entzückendem Spielwitz und köstlichen Einfällen, setzt wohltu­ end und kreativ auf die einfachen Mittel des Theaters. Dazu stim­ mungsvoll akzentuierende Musik (Markus Reyhani) (...) Nach durchwegs vergnüglichen siebzig Minuten großer Beifall von Jung und Alt.«

Dr. Isabella Kreim, Kulturkanal – 10.11.2015
» ... viel Schwung und Lebendigkeit ... «

»Julia Mayrs Version des ›Gestiefelten Katers‹ hat Humor und Ironie. (...) die Darsteller, allen voran Benjamin Dami als geschmeidiger Kater bringen viel Schwung und Lebendigkeit ins Geschehen und treffen einen fröhlichen, aber nie albernen Ton. (...) Ein Theaterabend ohne Kulissenzauber oder Videoprojektionen, der auch auf der Großen Bühne den Charme eines ganz auf das Spiel gerichteten, lebendigen Darstellertheaters versprüht.«