Hass

Stück nach Mathieu Kassovitz/Volker Schmidt

Für Jugendliche ab 16 Jahren

Jederzeit. – Sie sind immer auf den Straßen, ihre Schule ist abgebrannt, keiner kümmert sich um sie, sie sind sich selbst überlassen. Es sind Vorstadtkids aus einem »Problemviertel« am Rand der Stadt. Hier leben Vince, Said und Hubert, drei Halbstarke. Mit coolen Sprüchen, Breakdance und Humor versuchen sie, die Hoffnungslosigkeit zu überspielen. Sie haben Träume und Sehnsüchte und sie wollen raus. Doch sie stecken in einer Sackgasse: Sie sind arm, ständigen Demütigungen ausgesetzt, ohne Zukunftsperspektive und im Dauer-Clinch mit der Polizei und verfeindeten Gangs. Gewalt ist die Tagesordnung und es kommt zur Eskalation: Autos brennen und als bei den nächtlichen Krawallen ein Jugendlicher von der Polizei ins Koma geschossen wird, ändert sich das Leben der Freunde mit einem Schlag. Denn der Angeschossene, der jetzt um sein Leben kämpft ist ihr Kumpel: Abdel. Die Lage verschärft sich: Der Youngster Vince findet die Waffe, die ein Polizist bei einem Einsatz verloren hat. Seine verzweifelte Wut sucht ein Ventil und er schwört Rache, für den Fall, dass Abdel sterben sollte.

 

Volker Schmidt adaptiert den Stoff des preisgekrönten französischen Kinofilms »La Haine« für das Theater. Die Pariser Banlieue wird zu einem fiktiven Brennpunkt, irgendwo in Europa. Herausgekommen ist ein Stück, angesiedelt zwischen atemlosem Roadmovie und modernem Lehrstück. Das Stück beleuchtet kritisch den Teufelskreis der Gewalt, hinterfragt dessen Ursachen und es bezieht eine eindeutige Position: Dass »Hass« niemals die Lösung sein kann.

 

In dem Theaterprojekt in der Regie von Ingrid Cannonier agieren Jugendliche und professionelle Schauspieler gemeinsam. Die Hauptrollen werden von Jugendlichen übernommen.

Regie: 
Ingrid Cannonier
Bühne: 
Erika Landertinger
Dramaturgie: 
Gabriele Rebholz
Premiere am ,
Kleines Haus