Heilige Nacht

Eine Weihnachtslegende von Ludwig Thoma

In Versform erzählt Ludwig Thoma die Weihnachtsgeschichte nach dem Lukas Evangelium und verlegt das Geschehen kurzerhand in die winterliche Bergwelt Oberbayerns.
Naturgemäß gibt es auch hier den Zimmermann Josef und seine Maria sowie Hirten und Engel. Und auch im bayerischen Bethlehem bekommt das Paar die Hartherzigkeit und den Egoismus der Reichen zu spüren. Mitleidlos werden sie abgewiesen. Sogar ein Vetter kann sich plötzlich nicht mehr an die arme Verwandtschaft erinnern und schlägt den vermeintlichen Schmarotzern die Tür vor der Nase zu. Stattdessen helfen die einfachen Menschen, wo sie können.

Ludwig Thoma hat den Leuten in seiner Heimat »auf’s Maul g’schaut«  und herausgekommen ist eine der schönsten Weihnachtsgeschichten in bayerischer Mundart: kraftvoll, warmherzig, einfühlsam und gespickt mit der für Thoma  typischen Komik. Begleitet von Zitherspiel  und Gesang führt uns Schauspieler Peter Greif mitten hinein in diese außergewöhnlichste aller Weihnachtsgeschichten: Ein verzauberndes, manchmal auch augenzwinkerndes Weihnachtserlebnis für die ganze Familie.

Szenische Einrichtung: 
Knut Weber
Premiere am ,
Studio im Herzogskasten
Dauer: 80 Minuten
Peter Skodawessely, Augsburger Allgemeine – 04.12.2012
»Ein Erlebnis!«
Peter Greif, seit 17 Jahren hier engagiert und seither einer der profiliertesten Mitglieder des Stadttheaterensembles, las die facettenreiche, 1917 in altbayerischer Mundart veröffentlichte Legende jetzt erstmals im Studio im Herzogskasten. Wobei »Lesen« der falsche Ausdruck ist: Der 61-Jährige »lebte« – mal kraftvoll, mal zärtlich-leise, mal besinnlich und mal urkomisch – die Verse, „spielte“ alles alleine mit seiner Stimme. Ein Erlebnis! Bestens dazu passend wurde das Ganze musikalisch umrahmt von Gisela und Siegfried Bradl an Gitarre und Zither. Gemeinsam mit Greif bildeten sie einen wohltuenden Gegenpol zu dem hektischen, Glühwein-berauschten Trubel auf dem Christkindlmarkt direkt vor dem Studioeingang.