Man wird doch wohl mal wütend werden dürfen

Toon Tellegen

Junges Theater mobil für kleine Wut- und Trotzköpfe

Wut tut gut. Es ist ein allseits bekanntes Gefühl, jedoch wenig populär. Wut ist eher verpönt. Das ändert sich mit dieser Geschichte. Bereits im Titel schwingt nämlich mit: Es gibt so etwas wie ein Anrecht darauf, wütend zu sein. In zwölf kurzen Geschichten wetteifern hier die niedlichsten und friedlichsten Bewohner des Waldes um die Meisterschaft im Aus-der-Haut-fahren: Der Klippschliefer grollt über die Sonne, weil sie unverschämterweise jeden Abend untergeht. Der Igel ärgert sich, weil er noch nie so richtig zornig war. Die Ameise kennt einzigartige Maßnahmen, sich von einem Wutanfall freizumachen, z. B. durch Wegpusten, Aufessen oder Verstecken. Und herrlich komisch beschimpft und maßregelt sich der Elefant, weil er auf sich selbst wütend ist. Die Tiere erzürnen, erregen und erhitzen sich, doch als die Wut eines schönen Sommertages verschwunden ist, suchen sie schnell nach Gründen, sich wieder aufzuregen. Diese wunderbar leichte und schräge Geschichte gibt einem unbeliebten Gefühl Raum und Berechtigung und lässt dabei kleine Wutköpfe ein bisschen über sich selbst lachen.
Regie: 
Linda Göllner
Ausstattung: 
Christina Huener
Dramaturgie: 
Teresa Gburek
Theatervermittlung: 
Linda Thaller
Premiere am ,
Werkstatt/Junges Theater