vorne: Péter Polgár hinten: Katharina Solzbacher, Dirk Rumig, Jakob Dinkelacker, Marion Dimbath, Nina Wurman / © Ritchie Herbert

Irgendwie Anders (UA)

Ein Singspiel für alle ab 6 Jahren • Text: Jean-Michel Raeber, Musik: Nina Wurman

nach dem gleichnamigen Buch von Kathryn Cave und Chris Riddell

»Du bist Irgendwie Anders - und ich auch.«

Magie der Musik überwindet Grenzen. Er ist definitiv ein Außenseiter. Er spielt nicht die gleichen Spiele, isst nicht dasselbe Essen und sieht zudem noch vollkommen anders aus als alle anderen. »Irgendwie Anders« heißt das seltsame blaue Wesen, mit dem niemand etwas zu tun haben will. Dabei gibt Irgendwie Anders sein Bestes, um dazuzugehören. Aber was er auch versucht, er wird zurückgewiesen: »Du bist nicht wie wir. Du bist anders. Du gehörst nicht dazu.« Traurig zieht sich Irgendwie Anders auf seinen hohen, blauen und sehr einsamen Berg zurück. Ohne einen einzigen Freund lebt er dort oben. Aber eines Tages klopft es an seiner Tür und ein merkwürdiges Etwas streckt ihm lächelnd seine Pfote entgegen und will hereinkommen. Irgendwie Anders schickt den Fremden fort. Gerade noch rechtzeitig fällt ihm ein, an wen das traurige Etwas ihn erinnert: an ihn selbst. Schnell eilt Irgendwie Anders dem Etwas nach und lädt ihn in sein Haus. Dies ist der Beginn einer wunderbaren Freundschaft. »Eine liebevolle, brillant dargestellte Geschichte über die Bedeutung von Toleranz«, schrieb »The Guardian«. Das Bilderbuch von Kathryn Cave und Chris Riddell wurde u.a. mit dem UNESCO-Preis für Kinder- und Jugendliteratur ausgezeichnet. Heiter, melancholisch und magisch zugleich erzählt das Singspiel am Stadttheater Ingolstadt in der Regie von Knut Weber von jenen, die irgendwie anders sind als die anderen, und von jenen, die den richtigen Umgang mit denen, die irgendwie anders sind, noch lernen müssen.

Wo das Wort aufhöre, beginne die Musik, hat E.T.A. Hoffmann einmal gesagt. »Musik kennt keine Barrieren, weil man mit Musik viele Stimmungen ausdrücken kann, und die Brüche in den Geschichten lassen sich durch Musik überwinden. Zudem ist das Genre Singspiel nicht auf den Bereich Musik für Kinder beschränkt, sondern ein Vergnügen für Jung und Alt«, so Regisseur Knut Weber.

Text: 
Jean Michel Räber
Musik: 
Nina Wurman
Musiker: 
Nina Wurman, Jakob Dinkelacker, Marion Dimbath, Dirk Rumig, Joe Krieg
Regie: 
Knut Weber
Dramaturgie: 
Gabriele Rebholz
Ausstattung: 
Katrin Busching
Künstlerisch-technische Produktionsleitung: 
Manuela Weilguni
Theatervermittlung: 
Linda Thaller
Wiederaufnahme am ,
Kleines Haus
Dauer: 60 Minuten
Péter Polgár / © Ritchie Herbert v.l.n.r.: Péter Polgár, Katharina Solzbacher / © Ritchie Herbert Péter Polgár / © Ritchie Herbert Péter Polgár / © Ritchie Herbert Péter Polgár, Katharina Solzbacher / © Ritchie Herbert Péter Polgár / © Ritchie Herbert Péter Polgár, Katharina Solzbacher / © Ritchie Herbert v.l.n.r.: Joe Krieg, Jakob Dinkelacker, Katharina Solzbacher, Dirk Rumig / © Ritchie Herbert v.l.n.r.: Katharina Solzbacher, Jakob Denkelacker, Marion Dimbath / © Ritchie Herbert vorne: Péter Polgár hinten: Katharina Solzbacher, Dirk Rumig, Jakob Dinkelacker, Marion Dimbath, Nina Wurman / © Ritchie Herbert v.l.n.r.: Péter Polgár, Katharina Solzbacher / © Ritchie Herbert Elisabeth Schuller / © Ritchie Herbert v.l.n.r.: Katharina Solzbacher, Péter Polgár / © Ritchie Herbert v.l.n.r.: Péter Polgár, Katharina Solzbacher / © Ritchie Herbert Elisabeth Schuller / © Ritchie Herbert v.l.n.r.: Péter Polgár, Elisabeth Schuller / © Ritchie Herbert v.l.n.r.: Péter Polgár, Elisabeth Schuller / © Ritchie Herbert v.l.n.r.: Péter Polgár, Elisabeth Schuller, Katharina Solzbacher / © Ritchie Herbert v.l.n.r.: Elisabeth Schuller, Katharina Solzbacher, Péter Polgár / © Ritchie Herbert v.l.n.r.: Marion Dimbath, Dirk Rumig, Péter Polgár, Elisabeth Schuller, Katharina Solzbacher, Jakob Dinkelacker, Nina Wurman, Joe Krieg / © Ritchie Herbert
Donaukurier – 29.04.2019
»Herzschlagtheater: Großer Jubel für das Singspiel ›Irgendwie Anders‹ im Kleinen Haus«

»Hier stimmt einfach alles: die behutsame Übertragung der knappen Story in ein abendfüllendes Stück durch Jean Michel Räber, der facettenreiche Musikmix von Nina Wurman, der viel mehr zu erzählen weiß, als Sprache allein vermag, die herrlichen Masken, die grandiosen Schauspieler und das feine Gespür von Regisseur Knut Weber, all das mit Witz, Präzision und Poesie zusammenzuführen – zu Herzschlagtheater. Natürlich steht im Zentrum der Produktion dieses Irgendwie Anders, das Péter Polgár (hier mit Grüffelo- und Steampunk-Anleihen) so anrührend in allen Tönen der Einsamkeitsklaviatur zu spielen vermag: kummervoll und verzagt, beherzt und trotzig. […] Staunenswert ist, wie leicht ihnen die Kunstsprache von den Lippen geht, mit der Jean Michel Räber die Figuren bedacht hat – auch, um sie von der Masse der ›Wir‹ zu unterscheiden. […] Wie beide miteinander kommunizieren, gehört zu den schönsten Momenten im Stück. Da ist der ganze Körper im Einsatz, die Gesichtsmuskulatur extrem gefordert – und die Musik erledigt den Rest.Überhaupt die Musik: Nina Wurman ist nicht nur für die Kompositionen verantwortlich, sie spielt auch Akkordeon und Kontrabass und leitet darüber hinaus die formidable Liveband (Jakob Dinkelacker, Marion Dimbath, Dirk Rumig, Joe Krieg, Katharina Solzbacher), die immer wieder in die Rollen der ›Wir‹ schlüpft. […] Unbedingt sehenswert für Groß und Klein!«

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Neuburger Rundschau/ Augsburger Allgemeine – 30.04.2019
»Ein Lehrstück der Toleranz«

»Wer einen weiteren glänzenden Beleg für die Tatsache braucht, dass und wie gut man am Stadttheater Ingolstadt Programm für die jüngsten Zuschauer zu machen versteht, der sollte ›Irgendwie anders‹ nicht verpassen. In der Regie von Intendant Knut Weber hat das Stück ab sechs Jahren jetzt im Kleinen Haus seine Uraufführung erlebt: ein höchst aufwendiges Bühnenbild, liebevolle Ausstattung, originelle Kostüme und mitreißende Musik.«

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Kulturkanal – 29.04.2019
»umjubelte Uraufführung«

»Und was hier […] zu hören und zu erleben ist, ist ein reines Vergnügen für Jung und Alt, ist berührend und mitreißend, macht nachdenklich und gute Laune! Man kann großen Spaß haben an der Kunstsprache, die Librettist Jean-Michel Räber, Ernst-Jandl-inspiriert aus lautmalerischer Kinder-Sprache, Dialekt und Sprachenkauderwelsch gemixt hat […].[…] Einen großen Anteil an dem Charme und den reizenden Überraschungen dieser Aufführung hat Ausstatterin Katrin Busching. […] Die Tierköpfe der Band als ›Wir‹, der kippelige Sessel mit seinen vibrierenden Elefantenohren und ebenfalls jeder Menge Schubladenverstecken, oder die phantasievollen Kostüme geben immer wieder Anlass zu fröhlichem Staunen. […] Péter Polgár, der gebürtige Ungar, ist ein ›Irgendwie Anders‹, das zu Herzen geht: treuherzig und trotzig, tolpatschig und traurig, und auch mal wütend. […] Und was für ein reizendes Geschöpf ist dieses ›Etwas‹, das immer wieder ungeduldig dazwischen platzt, weil es endlich seinen Auftritt haben will. Elisabeth Schuller ist einfach reizend, wie sie mit charmantem Dickkopf diesen ›Irgendwie Anders‹ zu ihrem Du machen will. […] So vielschichtig, anrührend, unterhaltsam, überraschend, gefühlvoll und mitreißend, märchenhaft und politisch kann ein Singspiel für Kinder sein. Irgendwie Anders als Oper oder Kinderstück.«

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