v.l.n.r.: Benjamin Dami, Olivia Wendt / © Ludwig Olah

Die erstaunlichen Abenteuer der Maulina Schmitt

Finn-Ole Heinrich

ab 10 Jahren

Maulinas Welt ist aus den Fugen geraten: Sie muss die Trennung ihrer Eltern verdauen, einen Umzug schlucken und sich an einer neuen Schule zurechtfinden. Sie und ihre Mutter sind aus dem geliebten »Mauldawien« ausgezogen - ihr Zuhause, ihr Königreich, ihr Paradies mit dem gefräßigen Holzfußboden, den vierundachtzig Topfpflanzen, einem Geheimversteck für Popel und einer Maulhöhle. Ausgerechnet nach »Plastikhausen« in ein mickriges Plastikhaus am anderen Ende der Stadt hat es sie verschlagen. Die neue Wohnung ist platt wie eine Briefmarke und seltsam steril. Maulina ist überzeugt: An allem ist der »Mann« schuld, wie sie ihren Vater maulig nennt. Doch dann erfährt Maulina von der Krankheit ihrer Mutter. Nun ist da noch etwas, worüber sie wütend ist. Und wenn Maulina wütend ist, bleibt kein Stein auf dem anderen: Da wird sie zu einem Mauldat, einem Maultant. Wenn sie mauliert, kann es sein, dass sie die neue Wohnung zerlegt, die Hecken zerpflückt und schreit, dass, die Alarmanlagen der parkenden Autos anspringen! Doch mit Hilfe der Weisheiten ihres Großvaters, dem »General von Käse« und ihrem neuen Freund Paul schafft es Maulina Kraft und Mut zu tanken und sie entwickelt einen Plan… Eine witzige, anrührende und schräge Geschichte mit einer besonderen Heldin – trotzig, eigensinnig und voller Phantasie.

Regie: 
Jule Kracht
Ausstattung: 
Nora Lau
Video: 
Esteban Nuñez
Musik: 
Till Rölle
Dramaturgie: 
Teresa Gburek
Theatervermittlung: 
Linda Thaller
Wiederaufnahme am ,
Werkstatt/Junges Theater
Dauer: 65 Minuten
© Artwork: Karlotta Kracht / Grafik: Katharina Rößle Olivia Wendt / © Ludwig Olah v.l.n.r.: Benjamin Dami, Olivia Wendt / © Ludwig Olah v.l.n.r.: Benjamin Dami, Olivia Wendt / © Ludwig Olah Olivia Wendt / © Ludwig Olah Olivia Wendt / © Ludwig Olah v.l.n.r.: Paula Gendrisch, Olivia Wendt / © Ludwig Olah v.l.n.r.: Benjamin Kneser, Olivia Wendt / © Ludwig Olah Olivia Wendt / © Ludwig Olah Olivia Wendt / © Ludwig Olah v.l.n.r.: Paula Gendrisch, Benjamin Kneser, Olivia Wendt / © Ludwig Olah v.l.n.r.: Olivia Wendt, Paula Gendrisch / © Ludwig Olah v.l.n.r.: Benjamin Dami, Olivia Wendt / © Ludwig Olah v.l.n.r.: Benjamin Dami, Olivia Wendt / © Ludwig Olah v.l.n.r.: Paula Gendrisch, Olivia Wendt / © Ludwig Olah v.l.n.r.: Olivia Wendt, Paula Gendrisch / © Ludwig Olah v.l.n.r.: Benjamin Dami, Benjamin Kneser, Olivia Wendt, Paula Gendrisch / © Ludwig Olah Olivia Wendt / © Ludwig Olah v.l.n.r.: Benjamin Dami, Benjamin Kneser, Olivia Wendt, Paula Gendrisch / © Ludwig Olah Johanna Landsberg / © Ludwig Olah v.l.n.r.: Benjamin Kneser, Olivia Wendt / © Ludwig Olah
Donaukurier – 05.03.2018
»Hier stimmt einfach alles:«
Über die Premiere »Die erstaunlichen Abenteuer der Maulina Schmitt« schreibt der Donaukurier anerkennend: »Hier stimmt einfach alles: Das theatrale Konzentrat, das [Regisseurin] Jule Kracht aus der Buchvorlage gewonnen hat, die Besetzung, die Musik, die Kostüme, die Bühne.«, und das Ganze »Mit überbordender Fantasie, knallbunt, wild und bewegend«. Die Illustrationen Rán Flygenrings wurden aufgegriffen und gemeinsam mit Skizzen von Jule Krachts 10-jähriger Tochter Karlotta von »Videokünstler Esteban Nuñez in ein mauldawisches Comic-Universum verwandelt.« da »sprießt um sie herum eine fröhlich-bunt gezeichnete Landschaft, dann treiben Hummeln ihr luftiges Gaukelspiel, (…). Wunderschön ist das - und clever gemacht.«. Lobende Worte findet der Donaukurier auch für die Musik von Till Rölle »mal glockenzart klingt, (…) mal partyknallerhaft lärmt«, »Die herrlich verrückten Kostüme von Nora Lau« und nicht zu vergessen, das »wunderbare[n]« Ensemble – »Olivia Wendt spielt diese Maulina als kreatives Energiebündel mit solch kindlichem Trotz, solchem Einfallsreichtum, solcher Extravaganz und Verletzlichkeit, dass es einem ganz schwer wird ums Herz.« Paula Gendrisch spielt als »ruhige, klare, liebevolle aber auch schutzlose Mutter« den Gegenpol. »Benjamin Dami brilliert als Großvater General« und »Benjamin Kneser gibt den Paul (…) mit stiller Kraft und einem fast schon beschwingten Pragmatismus«. »wie präzise sie [Jule Kracht, Regisseurin] ihre Schauspieler in dieser eigenwilligen Mischung aus realen und märchenhaften Figuren agieren lässt, das geht weit über Finn-Ole Heinrichs Buch hinaus.« Die Regisseurin macht mit ihrer Arbeit »schwere Themen leicht« denn »Dieser Theaterabend ist witzig, traurig, tröstlich, klug und voller Poesie. Vor allem aber ist er pures Theaterglück – nicht nur für Kinder, sondern für die ganze Familie«. Das Fazit des Donaukuriers: »Die Premiere am Freitagabend wurde mit minutenlangem Beifall gefeiert. Zu Recht.«
Augsburger Allgemeine – 05.03.2018
»bestes Familien-Theater«

»Das junge Theater Ingolstadt zeigt, wie man zeitgemäße Kinderliteratur auf die Bühne bringt« die Augsburger Allgemeine ist begeistert von der »höchst gelungenen Bühnenfassung für den ersten Band« der »Kinderbuch-Triologie von Finn-Ole Heinrich«. Da wird »eine Geschichte von Ohnmacht, Wut und Verzweiflung erzählt, ungeschönt und ohne jedes pädagogische oder therapeutische Gedöns, witzig und poetisch, traurig und komisch zugleich. Das Premierenpublikum hatte eine Menge zum Lachen«. »“Die erstaunlichen Abenteuer der Maulina Schmitt“ sind bestes Familien-Theater: Nicht vorbei, wenn’s aus ist.«

Kulturkanal – 05.03.2018
»einfallsreiche[r] Mutmacher über Problembewältigung«
In einem Beitrag des Kulturkanals zur Premiere von »Die erstaunlichen Abenteuer der Maulina Schmitt« heißt es: »[…] dieser Theaterabend ist ganz und gar nicht so trist und traurig, wie der Inhalt vermuten lässt, sondern höchst phantasievoll und heiter«. Die Inszenierung von Regisseurin Jule Kracht und Ausstatterin Nora Lau überzeugt als »[…] einfallsreiche[r] Mutmacher über Problembewältigung […]«. Hervorgehoben wird auch die Leistung der Schauspieler. »Olivia Wendt, die auch in ihren Protest- und Wutanfällen nie die Heiterkeit verliert«, Benjamin Kneser, Paula Gendrisch und Benjamin Dami, der den »komische[n] Operetten-Großvater« verkörpert, werden als »wunderbar originelle Figuren« beschrieben, »die dafür sorgen, dass der Spagat zwischen der Ernsthaftigkeit großer Probleme und einem nicht simplifizierenden, spielerische[n] Umgang damit so kindgerecht und fröhlich gelingt.«