Der Räuber Hotzenplotz / © Ludwig Olah

Der Räuber Hotzenplotz

Otfried Preußler • Eine Kasperlgeschichte

Wintermärchen • Ab 6 Jahren

Der Räuber Hotzenplotz nimmt alles mit, was ihm unter die Finger kommt. Sogar die wunderschöne Kaffeemühle der Großmutter, die sie gerade erst von Kasperl und seinem Freund Seppel zum Geburtstag geschenkt bekommen hat. Entgegen der Warnungen von Wachtmeister Dimpfelmoser beschließen Kasperl und Seppel, dem Mann mit den sieben Messern und der Pfefferpistole das Handwerk zu legen. Doch das ist gar nicht so einfach: Sie werden in der Räuberhöhle gefangen genommen und Seppel muss ab sofort die Räuberhöhle aufräumen, während Kasperl für eine große Portion Schnupftabak an den bösen und mächtigen Zauberer Petrosilius Zwackelmann verhökert wird. Der braucht dringend einen Gehilfen. Denn trotz seiner magischen Fähigkeiten ist es ihm noch nie gelungen, den Kartoffeln die Schale herunterzuzaubern. Zum Glück findet der schlaue Kasperl im Schloss des Zauberers eine Verbündete – die von Zwackelmann in eine Unke verwandelte Fee Amaryllis. Nur sie weiß, wie sich die Zaubermacht des Magiers brechen lässt …

Wie es die beiden Helden schaffen, am Ende die Kaffeemühle zurückzubekommen und sogar noch den Hotzenplotz hinter Gitter zu bringen, das hat Otfried Preußler schon Generationen von begeisterten jungen Lesern erzählt. »Eine zeitlose, lustig-schlaue Geschichte und eine meiner liebsten außerdem. Wenn ich meinen Kindern nur drei Bücher vorlesen dürfte, das wäre dabei«, so Regisseur Tobias Hofmann.

Bitte beachten Sie, dass beim Stück »Der Räuber Hotzenplotz« Stroboskopeffekte zum Einsatz kommen.

Regie und musikalische Leitung: 
Tobias Hofmann
Ausstattung: 
Katrin Busching
Dramaturgie: 
Paul Voigt
Künstlerisch-technische Produktionsleitung: 
Manuela Weilguni
Theatervermittlung: 
Bernadette Wildegger
Premiere am ,
Großes Haus
Dauer: 70 Minuten
Donaukurier – 18.11.2019
»Umjubelte ›Räuber Hotzenplotz‹-Premiere«

»Tobias Hofmann bringt das typische Kasperltheater-Personal auf die Bühne: den schlagfertigen, schlauen Kasperl, seinen gutmütigen Freund Seppel, die hilflose Großmutter, den etwas schwerfälligen Wachtmeister und den großmäuligen Räuber. […] Thomas Unger und Manuela Brugger als äußerst spielfreudiges wie schlitzohriges Kasperl-und-Seppel-Gespann, Nils Buchholz als kindlicher Grobian Hotzenplotz (der verteufelt laut niesen kann), Maik Rogge als herrlich konfuser Zauberer Zwackelmann (köstlich: sein gestoibertes 10-Minuten-Transrapid-Gestammel) sowie als schockstarre Großmutter und Dieter Holesch als (Wacht-)Meister an der Gitarre. Wunderbar bedienen sie ihre Kasperltheater-Typen und geben ihren Figuren doch ganz eigene schillernde Farben mit. […] Hinreißend fügt sich alles zusammen: Bühne und Licht, anarchische Komik und wilde Poesie, Schauspielkunst und Musik. Denn der Regisseur und musikalische Leiter des Theaters hat auch die Lieder selbst geschrieben – eingängige, vergnügliche, federleichte Puppenkistenmusik. Klar, dass das ›Klau ich!‹-Räuberlied am Ende noch mal als Zugabe eingefordert wird. Schon allein dafür gebührt Tobias Hofmann das 1a-Räuberschaftsdiplom – oder endlich mal der Publikumspreis!« Gesamten Artikel lesen

 

Augsburger Allgemeine/ Neuburger Rundschau – 18.11.2019
»Kultiges Kasperle-Theater«

»Während die ersten drei Kapitel des Buches im Wortsinn gedrängt vor dem Eisernen Vorhang erzählt werden, öffnet sich die Bühne dann doch noch und bietet ein imposantes Bühnenbild mit dem Schloss Zwackelmanns. Natürlich gibt es jede Menge Magie, Bühnenzauber mit Knallen und Blitzen, schwebende Gegenstände, es gibt eine Windmaschine, die Ringe bläst, eine furchteinflößende Riesen-Unke und eine Fee mit Bart namens Amaryllis (wieder Nils Buchholz) – die man offensichtlich mit amerikanischem Akzent aussprechen muss. Hofmann hat jedem der Helden ein markantes kindgerechtes Musikstück auf den Leib geschrieben. Der ›Klau-ich-Song‹ des Räubers kommt zweifelsfrei am besten an, bei der Zugabe singen Jung und Alt lauthals mit.«

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Kulturkanal – 18.11.2019
»Ein großes Vergnügen«

»Der Regisseur und Musikalische Leiter Tobias Hofmann hält sich durchaus an die vertraute Ästhetik der Originalillustrationen und setzt eine fröhliche, temporeiche Geschichte mit vielen kleinen witzigen Gags in Gang, sodass kein Fünkchen Langeweile aufkommen kann. […] Ausstatterin Katrin Busching hat eine angedeutete Kuppel aus Lichtbögen geschaffen, aus der Rückwand quellen Rauchringe nach vorne, die Leuchtaugen der Unke wechseln ihre Farbe... Und am schönsten ist natürlich, wie nicht nur Petrosilius Zwackelmann, sondern auch das Theater zaubern kann: Die Lichtbögen flackern, kurz wird es dunkel, dann steht Seppel wie aus dem Nichts im Raum. Und dieses Theaterwunder funktioniert auch ein zweites Mal, wenn der Räuber Hotzenplotz im Nebeldunst aus der Bühnenversenkung nach oben gefahren kommt und ebenso unvermutet herbeigezaubert ist. Für den Hotzenplotz und den Zauberer hat Tobias Hofmann mitreißende Songs komponiert. Der Zauberer entfesselt dabei E-Gitarren-Sound, und der Song des Räubers Hotzenplotz wird mit seinem Sprachwitz auch noch einmal zum Zugaben-Mitsprech- und Mitklatsch-Jubel. Thomas Unger, der mit Tobias Hofmann bereits vor Jahren zwei bayerische Abende im Kleinen Haus gespielt hat, ist ein dezent Münchnerischer Kasperl, Manuela Brugger ein jungenhafter Seppel. Beide sind muntere, aber nie bloß alberne Kerle. Und bei den gefährlichen Figuren menschelt es: Nils Buchholz hat als Räuber Hotzenplotz trotz seiner imposanten Erscheinung auch tolpatschig – gutmütige Züge. Und Maik Rogge gibt dem bösen Zauberer den eitel-femininen Touch einer Diva mit lamettasilbernen Haaren.«