Der fabelhafte Die

von Sergej Gößner

ab 10 Jahren

Leise knarrend rollt ein alter Zirkuswagen aus Holz ins Scheinwerferlicht. Es surrt, es schnurrt und klimpert im Inneren, bis plötzlich eine Wand aufklappt und eine Gestalt preisgibt. Die Gestalt ist düster, schrill, geheimnisvoll. Sie ist Mann, Frau, furchterregend toll. Sie ist er. Er ist sie. Es ist: Der fabelhafte Die. Sie/er ist strahlender Mittelpunkt einer kleinen Truppe von Schausteller*innen, die umherreisen, Geschichten sammeln und diese nun dem Publikum in ihrer Show präsentieren. Geschichten über das Gleichsein, Geschichten über das Anderssein. Vorhang auf für: die Ente, die sich als Schwan fühlt, den Barsch Bärbel und den stärksten Mann der Welt mit einer Vorliebe für blonde Lockenperücken.

Auf spielerische Weise stellt Sergej Gößner in seinem Stück binäre Geschlechtsidentität auf den Kopf und erschafft darüber hinaus eine Welt aus Jahrmarkt und Revue, eine Geschichte über das Geschichtenerzählen. Und schreibt – wie kann es anders seim – im Reim.

Für Regisseurin Momo Mosel lässt sich in Sergej Gößners Text viel entdecken. »Mich reizt aber vor allem das Spannungsfeld von Komik und Absurdität sowohl in der Sprache als auch im Inhalt in Verbindung mit der Relevanz und Ernsthaftigkeit der Thematik«, sagt sie.

Premiere: 25.02.2022

Regie: 
Momo Mosel
Dramaturgie: 
Teresa Gburek
Ausstattung: 
Ines Bartel