Wege des Helden. Siegfried. (UA)

»Ich werde neu geboren sein. Denn meine Geburt war ein Irrtum.«

Ein Mann erfindet sich selbst.Er kommt aus dem Herzen des Stahlgebietes. Er arbeitet in einer Schmiede, schafft sich sein eigenes Schwert. Dann macht er sich auf in die Welt der Götter seiner Väter und Vorväter. Als er zurückkommt, ist er ein anderer. Er hat die Totengöttin getroffen und mit einem Drachen gekämpft. Er hat mit einer Walküre geschlafen und ihr Treue geschworen. Er hat einen Schatz gewonnen. Und nun greift er nach der Macht. Er schreibt seine Biografie neu. Er verrät Freund und Feind und heiratet die Schwester des Königs der Burgunden. Aber die Behauptung, dass er unverletzlich sei, erweist sich als Lüge. Was von den anderen Geschichten stimmte eigentlich? Egal! Er wird als Held in den Sagenfundus eingehen. »Siegfried: Das ist die Nachtseite der Phantasie. Er schafft seinen eigenen Mythos und er geht dabei über Leichen. Seine Machtphantasien überlagern die realen Gegebenheiten. Wahrscheinlich weiß er selbst nicht mehr, wer er ist oder war. Er ist sein Produkt«, beschreibt der Autor seinen Helden. Das gesamte Nibelungen-Saga-Personal versammelt Berkenhoff um ihn. Island trifft Worms und Drama trifft Rockmusik. Auf der Suche nach einem geeigneten Stoff nutzt Donald Berkenhoff die isländischen Schöpfungsmythen. Eine Welt, geschaffen aus Feuer und Eis – da waren alle Feuer und Flamme. Angelehnt an die alten nordischen Mythen wird der Nibelungenstoff neu erzählt und musikalisch interpretiert.

Regie: 
Donald Berkenhoff
Kostüme: 
Andrea Fisser
Video: 
Stefano Di Buduo
Musik: 
Anders Ehlin, Jakob Dinkelacker
Dramaturgie: 
Johann Pfeiffer
Künstlerisch-technische Produktionsleitung: 
Manuela Weilguni
Theatervermittlung: 
Bernadette Wildegger
Premiere am ,
Großes Haus