Marjorie Prime (DSE) / © Jochen Klenk

Marjorie Prime (DSE)

von Jordan Harrison • Deutsch von Michael Raab

Deutschsprachige Erstaufführung

Es ist 2062, das Zeitalter der Künstlichen Intelligenz, und die 85-jährige Marjorie, deren Gedanken schon länger ein Durcheinander unterschiedlicher, verblassender Erinnerungen sind, hat einen attraktiven neuen Begleiter, der darauf programmiert ist, ihr die Geschichte ihres Lebens zurückzugeben. Ein Dienst, um geliebte Menschen in holographischer Form wiederzubeleben. Marjorie hat ihren geliebten Ehemann zurückgebracht. Als sein 30-jähriges Selbst, so wie sie sich ineinander verliebt hatten.

In diesem für den Pulitzer-Preis nominierten Stück untersucht Jordan Harrison die Geheimnisse der menschlichen Identität und die Grenzen – wenn überhaupt – dessen, was Technologie ersetzen kann. Woran würden wir uns erinnern und was würden wir vergessen wollen, wenn wir die Chance dazu hätten? »Marjorie Prime« taucht in eine Welt der Künstlichen Intelligenz, der Robotik und der virtuellen Assistenten durch die Linse des Alltags, des Gewöhnlichen, der Familie ein. Es stellt die großen Fragen nach Liebe und unserer Erinnerung. Unendliche Versprechen und die Möglichkeiten der Technologien, uns all das, auch wenn man es verloren glaubt, wieder zurückzubringen. Nach erfolgreichen Aufführungen im englischsprachigen Raum wurde »Marjorie Prime« 2017 mit Tim Robbins, Jon Hamm und Geena Davis in den Hauptrollen verfilmt und wird nun am Stadttheater Ingolstadt seine deutschsprachige Erstaufführung feiern.

In seinem Vortrag »Die Technik hinter Marjorie Prime« unterzieht Enno Park der Prämisse des Stückes einem Realitätscheck: Am 14. Mai um 18:30 Uhr im Foyer des Großen Hauses und am 15. Mai um 16:00 Uhr auf der Probebühne 1 im Großen Haus. Der Eintritt zum Vortrag ist frei.

 

Regie: 
Richard Wagner
Videografie: 
Richard Haufe-Ahmels
Bühnenbild: 
Servé Hermans
Kostümbild: 
Katrin Busching
Dramaturgie: 
Daniel Theuring
Künstlerisch-technische Produktionsleitung: 
Manuela Weilguni
Theatervermittlung: 
Bernadette Wildegger
Premiere am ,
Kleines Haus
Dauer: 95 Minuten
Donaukurier – 16.05.2022
»Im verblassenden Spiegelkabinett des Bewusstseins«

»Für das Stück ›Marjorie Prime‹ von Jordan Harrison haben Regisseur Richard Wagner, Bühnenbildner Servé Hermans und Videograph Richard Haufe- Ahmels eine wunderbare Szenerie im Kleinen Haus des Stadttheaters Ingolstadt entwickelt.«

Kulturkanal Ingolstadt – 19.05.2022
»Theatrales Highlight«

»Regisseur Richard Wagner, Bühnenbildner Servé Hermans und Videograf Richard Haufe-Ahmels haben für die unterschiedlichen Bewusstseinsebenen in diesem Stück ein grandioses Zwischenreich geschaffen, um die Konstellation dieser Begegnung zwischen Mensch und Maschine real und absurd zugleich werden zu lassen. (...) In nur 3 Wochen hat Richard Wagner mit den hervorragenden Schauspieler*innen ›Majorie Prime‹ fasziniernd und ergreifend menschlich auf die Bühne gebracht.«