Judas

Monolog von Lot Vekemans

Iskariot zählt zu den dunkelsten Figuren der Bibel. In einer Zeit voller neuer Propheten schloss er sich Jesus an. Er gehörte zu den zwölf Jüngern und verriet ihn für 30 Silbermünzen an die Hohenpriester. Daraufhin wurde Jesus an die Römer ausgeliefert und gekreuzigt. Die Meinung der Allgemeinheit über Judas steht seit jeher fest: ein Denunziant. Geldgierig, egoistisch und hinterhältig. Ein Urteil für die Ewigkeit. Wie in Stein gemeißelt. Doch nach 2000 Jahren meldet sich der Beschuldigte selbst zu Wort und schildert die Ereignisse aus seiner Perspektive. Er berichtet von seinen persönlichen Erfahrungen mit dem Wanderprediger aus Nazareth. Es ist eine Geschichte über Glaube, Zweifel und Schuld. Wer hat das Recht, ein Urteil über das Leben der anderen zu fällen? Hat nicht jeder von uns sich irgendwann einmal schuldig gemacht? Die niederländische Autorin Lot Vekemans hinterfragt in ihrem Theaterstück die gängige Interpretation einer altbekannten Geschichte radikal.

Premiere am 03. Oktober 2021

Regie: 
Philip Lemke
Mitarbeit: 
Stefan Eberle
Premiere am ,
Atelier (Konferenzraum im Stadttheater)