Hedwig and the Angry Inch (Musical) / © Jochen Klenk

Hedwig and the Angry Inch (Musical)

Musical • Buch von John Cameron Mitchell

Musik und Gesangstexte von Stephen Trask • Deutsch von Rüdiger Bering und Wolfgang Böhmer

Ostberlin: Hier beginnt Hedwigs Geschichte. Hier trifft er als Hansel auf Luther, einen amerikanischen GI. Unter der Bedingung, dass Hansel sein Geschlecht wechselt, will der GI ihn in die USA mitnehmen. Getrieben vom Freiheitsdrang und aus Liebe unterzieht sich Hansel einer geschlechtsangleichenden Operation. Aus Hansel wird Hedwig, und der ersehnten Ausreise und einer Zukunft in Amerika steht nichts mehr im Wege.

Eine Wohnwagensiedlung in Kansas: Hier landet Hedwig nach der verpfuschten Operation, denn dummerweise bleibt von seinem Glied noch ein »angry inch« zurück und hier wird sie von ihrem »Sugar Daddy« an ihrem ersten Hochzeitstag sitzengelassen. Mittellos steht Hedwig vor den Scherben ihres Glücks, ihrer Hoffnungen und ihrer Träume. Sie gründet daraufhin eine Rockband, die sie »The Angry Inch« nennt. Dann lernt sie den jungen Tommy Speck kennen, in den sie sich verliebt. Sie wird dessen Coach, bringt ihm alles über Musik und Entertainment bei und gibt ihm den Künstlernamen: Tommy Gnosis. Doch wieder wird Hedwig gelinkt: Tommy Gnosis klaut ihre Songs, startet eine steile Karriere und wird als Super-Rockstar weltweit gefeiert. Hedwig will Wiedergutmachung und reist ihm auf seiner Welttournee hinterher. Für Hedwig und ihre zusammengewürfelte Band bleibt jedoch nur der schale Abklatsch einer Low-Budget-Tour, die sie nach Ingolstadt führt. Hier scheint plötzlich alles möglich.

»Das Kultmusical thematisiert den tragisch-komischen Lebenslauf eines Transgenders, der in Ostberlin beginnt. Absurderweise platzen ausgerechnet im Land der unbegrenzten Möglichkeiten alle Träume. Es ist eine anrührende, kuriose und rockige Story, die nicht nur wegen der aktuellen Gender-Debatten ganz fabelhaft inspirierend ist. Das Musical erzählt von den Mechanismen eines knallharten Showbizz und davon, wie es Hedwig gelingt, sich trotz aller Rückschläge immer wieder neu zu erfinden«, so Regisseur Philipp Moschitz.

Bitte beachten Sie, dass bei der Inszenierung »Hedwig and the Angry Inch« Stroboskopeffekte zum Einsatz kommen.

 

Hier finden Sie das Programmheft.

 

Regie: 
Philipp Moschitz
Musikalische Leitung, Schlagzeug: 
Tobias Hofmann
Video: 
Richard Haufe-Ahmels
Ausstattung: 
Matthias Engelmann
Choreografie: 
Sven Niemeyer
Dramaturgie: 
Gabriele Rebholz
Premiere am ,
Großes Haus
Dauer: 110 Minuten
Donaukurier – 25.10.2021
»Ein Abend voller Extravaganz und Glamour«

»Bejubelt wurden vor allem die Hauptdarsteller: ein hinreißender Marc Simon Delfs in der Titelrolle und Sarah Horak als sein phänomenaler Sidekick Yitzhak. Ein Abend voller Extravaganz und Glamour, der zugleich anrührend vom richtigen Leben im falschen erzählt, von Identitätsproblemen und Grenzüberschreitungen. Und ein Abend voller grandioser Musik inklusive vertanztem LGBTQ-Glossar (Choreografie: Sven Niemeyer). [...] Mit Witz, Detailverliebtheit, Tempo und Tiefgang hat Philipp Moschitz das Musical als queere Show inszeniert. Als Feier der Nacht, des Lebens, des Andersseins. Vor allem aber als Plädoyer für eine offene, tolerante Gesellschaft.«

Kulturkanal – 25.10.2021
»Wild und effektvoll, aber auch zart und berührend«

»Eigentlich ist da nichts weiter als zwei phänomenal singende und einfühlsam spielende Ensemblemitglieder, Marc Simon Delfs und Sarah Horak, drei eingekaufte großartig tanzende und singende Ladies und eine 4-köpfige Band, bei der der Stellvertretende Intendant und Musikalische Leiter des Hauses, Tobias Hofmann, am Schlagzeug sitzt. Mit dieser Garagen-Besetzung zaubert Regisseur Philipp Moschitz eine hinreißende Bühnenshow, die das Publikum [...] zu Standing Ovations hinriss. [...] Mit wenigen Mitteln ist Philipp Moschitz eine Show gelungen, die wild und effektvoll, aber auch zart und berührend ist.«