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Gras drüber (DSE) - Pressestimmen

Die Deutsche Bühne – 15.10.2018
»Ein Wundermittel gegen jegliche Anfälle von Verdrießlichkeit und Übellaunigkeit«
»Die Deutsche Bühne« schreibt über die Inszenierung von »Gras drüber« am Stadttheater Ingolstadt: »Es ist ein Bühnengeschehen in permanentem Schleudergang und in dauerhaft hochkomischer Schräglage: ›Gras drüber‹ […] ist […] ein derartiges Dauerprasseln von herrlichsten Wunderlichkeiten und Absonderlichkeiten, dass ein Fest der Sinne entsteht mit den Mitteln gepflegtesten Nonsense«. Der Regisseur Sebastian Kreyer habe »eine schräge, phantastischdurchschwurbelte Parallelwelt auf die Bühne geballert, die den Vergleich mit den Helden britischer Anarcho-Hochkomik nirgendwo zu scheuen braucht. […] Kreyer und sein fulminantes Ensemble lassen kein Wortspiel liegen, keine Blödelei aus, keine Seltsamkeit ungespielt, nichts ist ihnen zu krude. […] In all diesen Seltsamkeiten bleiben die Figuren in großer Ernsthaftigkeit. Komik ist schließlich immer dann groß, wenn Zertrümmerungsorgien in besagter Ernsthaftigkeit vonstatten gehen, und hier ist diese Zertrümmerung zuletzt recht beeindruckend«. Der Kritiker kommt zu dem Schluss: Eine »Inszenierung, die auf der Bühne regelrecht spukt vor lauter geistreichen Einfällen im Krötenland«.
Donaukurier – 15.10.2018
»Komödien-Kracher am Stadttheater Ingolstadt«
»Dieser Abend ist zum Brüllen komisch. Und das liegt nicht nur an David Spicers […] Komödienvorla-ge, […] sondern vor allem an der Umsetzung durch Regisseur Sebastian Kreyer, der das Ganze mit so viel Lust am Aberwitz und einem Feuerwerk an Ideen auf die Bühne des Stadttheaters Ingolstadt zaubert, dass nach gut zwei Stunden der Beifall schier nicht enden will. […] Deutschsprachige Erstaufführung mehr als geglückt«, war in der Rezension des Donaukuriers zur Premiere von »Gras drüber« zu lesen. Weiter heißt es: »Wie man großes Kino im Kleinen Haus machen kann, stellt Regisseur Sebastian Kreyer mit dieser Produktion eindrucksvoll unter Beweis. […] Und: er verbindet auf gewitzte Weise Film- mit Theatersequenzen«. Besonders gelobt wird, »dass Regisseur Sebastian Kreyer das alles höchst erfinderisch mit großer Theatralik zu einer kompakten, durchgeknallten Inszenierung verwebt. Eine Komödie verlangt nach Tempo, Präzision, perfektem Timing, einem hohen Energielevel, exzellenten Schauspielern - und Wundertüten-Komik. […] Und über all das verfügt der Regisseur«. Auch die schauspielerische Leistung wird hervorgehoben: »Und zwischen all dem knallbunten Komödientohouwabohu brillieren die sechs Schauspieler zwischen Slapstick, Tragik und Selbstironie. […] Köstlich ist dieses Spiel mit- und gegeneinander, die hübsch choreografierten verschränkten Dialoge, die offensive Theatralik, die Verwechslungsstrategien, der versponnene Reigen aus Zufällen, Eskalationen, Koinzidenzen, die Sprechblasen-Kommunikation, die Splatter-Comics, der Einsatz von Musik […]. Vor allem - und das ist die große Kunst - wirkt es trotz seiner übermütigen Skurrilität leicht und unangestrengt. […] ›Gras drüber‹ ist ein einziger rasender, rabenschwarzer Quatsch. Fabelhaft!«
Neuburger Rundschau/Augsburger Allgemeine – 15.10.2018
»Gnadenlos herrlicher Blödsinn«
»Das Stück ›Gras drüber‹ des Briten David Spicer, […] ist auf nichts anderes aus, als geradezu schamlos die Lachmuskeln des Publikums zu reizen, koste es, was es wolle«, so die Einschätzung des Rezensenten der Neuburger Rundschau/ Augsburger Allgemeinen. Große Anerkennung erhielt zudem die Leistung der Schauspieler sowie der Ausstattung: »Das Kuriose ist ja, dass ein solch gnadenlos dämlicher Blödsinn auf der Bühne hoher Kunstfertigkeit der Darsteller bedarf […]. Dafür stehen hier vor allem der wunderbare Ulrich Kielhorn als einfältiger Kriminaler, Olaf Danner als Althippie-Karikatur und Andrea Frohn mit ihrem frechen Spielwitz gerade. An der vorzüglichen Leistung des Schauspieler-Sextetts, dem auch Maik Rogge, Felix Steinhardt und Sascha Römisch angehören, ist die Hand des erfahrenen, genau arbeitenden Regisseurs Sebastian Kreyer ablesbar. […] Lena Thelens fantasievolle Ausstattung scheut keinen Aufwand. Vor allem Valerij Lisac aber trägt mit den hintergründig witzigen Videoeinlagen und den effektvollen musikalischen Akzenten einen hohen Anteil zum Gelingen der Inszenierung bei, die bei der Premiere mit großem Beifall bedacht wurde.«
Kulturkanal – 15.10.2018
»Schlag auf Schlag folgen Gag auf Gag«
Für Überraschungen und Spaß sorgen laut Rezensentin des Kulturkanals »die super witzigen, mit allen technischen Raffinessen inklusive 3-D-Brillen-Optik und Katzenvideos operierenden Video-Einspielungen von Valerij Lisac […]. Die vielen Schauplatzwechsel werden so extrem kreativ zu einem irrwitzigen Spiel aus Film-Illusion und Bühnenwirklichkeit genutzt.« Großen Anklang findet außerdem die Ausstattung von Lena Thelen, die weiteres Slapstick-Spielmaterial biete: »ein Kühlschrank wird zur Tür für einen ›coolen Auftritt‹, […] es wird gestolpert und klamaukt, was das Zeug hält.« Und auch die schauspielerische Leistung wird gelobt: »Die beiden Tierschützer sind mit Felix Steinhardt und Maik Rogge ein herrliches Komikergespann. Und Andrea Frohn […] lässt keine Chance aus, einfach nur mal so ihr mimisches Entertain-Talent vorzuführen. Selbst die Sex-Szenen sind super witzig und charmant gelöst. […] Der verträumte Cannabis-Farmer von Olaf Danner und der in Mutter-Trauma-Verzweiflung ausbrechende Bruder von Sascha Römisch, der stoisch seine immer wieder nass gewordene Perücke auswringt und föhnt: herrlich irre! Diesen Schauspielern zuzusehen, macht Riesenspaß.«