V.l.n.r.: Michael Amelung, Jan Beller, Antje Rietz, Renate Knollmann, Richard Putzinger, Mondelfen / © Jochen Klenk

Frau Luna

Operette von Paul Lincke (Musik) und Heinrich Bolten-Baeckers (Text)

In der Fassung »Bar jeder Vernunft« • Musikalische Arrangements: Johannes Roloff • Bearbeitung: Bernd Mottl, Ilka Seifert, Thomas Pigor

»Das ist die Berliner Luft (…) so mit ihrem holden Duft, Duft, Duft, wo nur selten was verpufft, pufft, pufft, in dem Duft, Duft, Duft, dieser Luft, Luft, Luft. Das macht die Berliner Luft!«

Das mit dem Fliegen ist in Berlin nicht erst seit dem Dauerbauprojekt Flughafen BER ein Problem. Auch Fritz Steppke fragt sich, wie er am besten abheben könnte. Sein Ziel ist allerdings reichlich exotisch. Er möchte zum Mond und ein paar nette Außerirdische kennenlernen. Zum Glück lebt Fritz in einer zauberhaften Welt, in der es mit den Wundern noch ganz gut klappt. Mit seinen Freunden Lämmermeier und Pannecke baut er einfach kurzerhand einen mondtauglichen Heißluftballon, und schon geht es ab ins All. Die Raumfahrer werden nicht enttäuscht bei ihrer Reise: Auf dem Erdtrabanten ist eine Menge los. Sie begegnen Haushofmeister Theophil, Prinz Sternschnuppe und einem Haufen göttlicher Gestirne. Und die Herrscherin des Monds, Frau Luna, hat schon bald ein Auge auf den Erdling Steppke geworfen… Eine wunderbare Geschichte für einen Theaterabend – findet der Regisseur der Produktion, Tobias Hofmann: »Eine phantasievolle, schmunzelnmachende, funkelnd-charmante Vorlage – und Ohrwürmer zum Mitnachhausenehmen.«

»Frau Luna« begründete ein ganzes Genre – was den Komponisten des Werks, Paul Lincke, nicht verwunderte: »Mit meiner ,Frau Luna‘ brachte ich flotte Rhythmen als echtes Berliner Element auf die Bühne, etwas vom kecken Berliner Unternehmungsgeist.(…) ich habe meine Melodien immer so niedergeschrieben, wie sie mir eingegeben wurden. Dass aus ihnen die Berliner Operette entstand, hat seinen Grund wohl nicht zuletzt darin, dass ich mit Leib und Seele Berliner bin.«

Wir danken dem Ingolstädter Licht- und Objektkünstler Markus Jordan für seine großzügige Unterstützung. In unserer Aufführung kommt u.a. eines seiner großen Metallobjekte zum Einsatz.

Regie, Musikalische Leitung und Schlagzeug: 
Tobias Hofmann
Bühne und Kostüm: 
Katrin Busching
Choreografie: 
Marie Christin Zeisset
Dramaturgie: 
Johann Pfeiffer
Objektbau/Requisite: 
Markus Jordan
Künstlerisch-technische Produktionsleitung: 
Manuela Weilguni
Mitarbeit Ausstattung: 
Sibylle Mittag
Theatervermittlung: 
Bernadette Wildegger
Premiere am ,
Großes Haus
Dauer: 150 Minuten, mit Pause
Donaukurier – 22.10.2018
»Das Publikum ist beseelt, stehende Ovationen«

»Das alles ist unterhaltsam gestrickt und witzig bebildert. Da werden alte Theatertricks gezaubert wie der Ballonflug via Pappkamerad in den Bühnenhimmel und quer durch das Zuschauerhaus, aber auch Revuezitate wie eine Mini-Showtreppe und ein Glitzerstaubsauger gesetzt. Liebevoll gebaute Requisiten wie der Milchstraßenkreuzer des Prinzen Sternschnuppe (ein Original des Ingolstädter Licht- und Objektkünstlers Markus Jordan) […] werden hingebungsvoll bespielt«, ist in der Kritik des Donaukuriers zu lesen. »Die Besetzung ist […] ein wenig quer gestrickt: Männer spielen Frauen, so die elegant in Glitzerleggins und Stilettos schäkernde Venus (Jan Beller), die auch stimmlich zu imponieren vermag […].« Das Résumé lautet: »Die Gassenhauer der Operette […] funktionieren in ihren Ohrwurmqualitäten ungebrochen […] aus dem inneren Schunkeln kommt man an diesem Abend gar nicht mehr heraus.«

 

Neuburger Rundschau/Augsburger Allgemeine – 22.10.2018
»Musikalische Glanzlichter mit ›Frau Luna‹ in Ingolstadt«
»Man muss kein Operetten-Fan sein, um in Verzückung zu geraten: Tobias Hofmann, musikalischer Leiter des Stadttheaters Ingolstadt, hat Paul Linckes musikalische Schmonzette Frau Luna aus dem Jahr 1899 derart kunstfertig und unterhaltsam auf der großen Bühne eingerichtet, dass es eine reine Freude ist. Die Inszenierung besticht nicht nur durch musikalischen Charme, sondern auch durch grandiose Schauspielerei, mischt feinen Witz mit praller Komik.«, so die Einschätzung des Rezensenten von Neuburger Rundschau/Augsburger Allgemeine. »Die Inszenierung beeindruckt in jeder Hinsicht: Ausstattung (Katrin Busching), Choreografie (Marie-Christin Zeisset), das spektakuläre Sphärenaute des Objektkünstlers Markus Jordan und die famose ›Mondschein-Kapelle‹ im Orchestergraben, alles vorzüglich, dazu die Riege hochprofessioneller Darsteller. […] Protagonisten mit gesanglichen Qualitäten, die man an einem reinen Schauspielhaus nicht vermuten möchte. Der Jubel der der Premiere war riesig.«
Kulturkanal – 22.10.2018
»Gassenhauer und Ohrwürmer frisch und unsentimental«
In dem »aparten Setting« von Ausstatterin Katrin Busching erzähle Regisseur Tobias Hofmann mit liebevollem Witz von den Amouren der Erd- und der Mondbewohner, so die Rezensentin des Kulturkanals. »Antje Rietz [in der Rolle der Frau Luna] ist wieder hinreißend charmant augenzwinkernde Grande Dame und große Verführerin, auch des Publikums.« Weiter heißt es in der Kritik: »In den Choreographien von Marie-Christin Zeisset wird getanzt und gefeiert, ohne die Showelemente überzustrapazieren. […] Als Milchstraßenkreuzer von Prinz Sternschnuppe kommt ein monströses Doppelrad-Gefährt zum Einsatz, das der Requisiteur, Licht- und Objektkünstler Markus Jordan gebaut hat. Und auch der galaktische Staubsauger, mit dem Rolf Germeroth als himmlische Putzfrau missvergnügt ihrer Arbeit nachgeht, ist eines der kreativen Details von Markus Jordan für diese Aufführung.« Dank der »hervorragenden Solisten klingen Paul Linckes schmissige Marschrythmen und seine Walzerseligkeit, diese Gassenhauer und Ohrwürmer frisch und unsentimental.«