V.l.n.r.: Patrick Schlegel, Sarah Schulze-Tenberge / © Jochen Klenk

Emmas Glück

Schauspiel nach dem Roman von Claudia Schreiber in einer musikalischen Bühnenfassung von Heiner Kondschak

»In Zukunft kotzt du, ohne dich zu entschuldigen. Abgemacht?«

Für Emma und ihren Hof sieht es nicht gut aus. Wenn nicht bald ein Wunder geschieht und sie ihre Schulden zahlen kann, muss sie mit ihren Schweinen das Feld räumen. Und tatsächlich landet das Wunder kopfüber in Form eines Ferraris mit Max und 50 000 Euro an Bord auf ihrem Grundstück. Bevor beides gemeinsam mit dem Auto in Flammen aufgeht, bringt Emma sowohl Max als auch das Geld in Sicherheit. Eigentlich wollte der todkranke Max mit dem gestohlenen Geld nach Mexiko, um dort die letzten Momente seines Lebens zu verbringen. Doch wozu in die Ferne schweifen, sieh, das Gute liegt so nah...

Claudia Schreiber hat mit »Emmas Glück« ein modernes Märchen geschaffen, das Liebesgeschichte und Krimi zugleich ist. In einem so einfachen wie ungewöhnlichen Setting wird über Liebe, Geld und Tod verhandelt.»Unprätentiös und leichtfüßig« nannte die Süddeutsche Zeitung das Buch, das 2005 mit Jürgen Vogel und Jördis Triebel in den Hauptrollen verfilmt und inzwischen in neun Sprachen übersetzt wurde. Für das Studio im Herzogskasten hat es Heiner Kondschak bearbeitet. Er ist dem Ingolstädter Publikum sowohl durch seine musikalischen Theaterabende als auch durch die Moderation des Spielzeitcocktails (besonders durch die Elefanten- Gedichte) bekannt. Zuletzt inszenierte er »König von Deutschland« im Turm Baur, einen Abend über Rio Reiser. Zur Romanvorlage »Emmas Glück« von Claudia Schreiber sagt er: »Das ist ein sehr ungewöhnlicher Stoff – eine Komödie über ein unheimlich trauriges Thema. Mir gefällt das, auch weil es so selten ist, dass man sowas gut hinkriegt. Frau Schreiber hat es hingekriegt. «

Regie: 
Heiner Kondschak
Ausstattung: 
Ilona Lenk
Dramaturgie: 
Krisztina Horvath
Künstlerisch-technische Produktionsleitung: 
Manuela Weilguni
Theatervermittlung: 
Linda Thaller
Premiere am ,
Studio im Herzogskasten
Dauer: 90 Minuten
Sarah Schulze-Tenberge / © Jochen Klenk Sarah Schulze-Tenberge / © Jochen Klenk Patrick Schlegel, Sarah Schulze-Tenberge / © Jochen Klenk Sarah Schulze-Tenberge / © Jochen Klenk V.l.n.r.: Sarah Schulze-Tenberge, Patrick Schlegel / © Jochen Klenk V.l.n.r.: Maria Hafner, Patrick Schlegel, Sarah Schulze-Tenberge, Christoph Schultheiß / © Jochen Klenk V.l.n.r.: Maria Hafner, Patrick Schlegel, Christoph Schultheiß, Sarah Schulze-Tenberge / © Jochen Klenk Sarah Schulze-Tenberge / © Jochen Klenk V.l.n.r.: Patrick Schlegel, Sarah Schulze-Tenberge / © Jochen Klenk Patrick Schlegel, Sarah Schulze-Tenberge / © Jochen Klenk V.l.n.r.: Sarah Schulze-Tenberge, Sebastian Witt / © Jochen Klenk V.l.n.r.: Sarah Schulze-Tenberge, Christoph Schultheiß / © Jochen Klenk V.l.n.r.: Sebastian Witt, Sarah Schulze-Tenberge / © Jochen Klenk V.l.n.r.: Sebastian Witt, Patrick Schlegel / © Jochen Klenk V.l.n.r.: Maria Hafner, Sarah Schulze-Tenberge, Christoph Schultheiß / © Jochen Klenk V.l.n.r.: Patrick Schlegel, Sebastian Witt, Sarah Schulze-Tenberge / © Jochen Klenk V.l.n.r.: Patrick Schlegel, Sarah Schulze-Tenberge, Sebastian Witt / © Jochen Klenk V.l.n.r.: Patrick Schlegel, Sarah Schulze-Tenberge / © Jochen Klenk Patrick Schlegel, Sarah Schulze-Tenberge / © Jochen Klenk
Donaukurier – 01.10.2018
»Modernes Märchen mit skurrilen Krimielementen«
Emmas Glück gebe sich vordergründig als modernes Märchen mit skurrilen Krimielementen, die Regisseur Kondschak mit Lust bediene, resumiert die Rezensentin im Donaukurier. Doch die Geschichte gehe weiter, »erzählt vom richtigen Leben und verpassten Chancen, von Verlust und Verzweiflung, von Angst und Mut, von Trauer und Hoffnung. Und vom Glück«. »Kondschak setzt die Tempi mit Bedacht, das Laute gegen die Stille, das Lachen gegen den Schmerz. Schön ist das – das Lustige und das Traurige.« Sarah Schulze-Tenberge, die die Titelrolle der Emma verkörpert sei ein Glücksfall: »sie spielt sie beherzt, ungeniert, eigenwillig, in sich ruhend, gleichzeitig aber zart, zaubernd, naiv und vor allem in ihrer Begegnung mit Max beredt sprachlos.«
Kulturkanal – 01.10.2018
»ein trauriges Märchen und eine zärtliche Liebesgeschichte«
»Heiner Kondschak, Regisseur, Autor und Musiker hat diesen Balanceakt zwischen Tragik und Komik kongenial auf die Bühne gebracht.« Verstärkt werde die Gefühlsebene vor allem durch die Musik für Geige und Mandoline. Angetan zeigt sich die Rezensentin von der Hauptdarstellerin: »Besonders bezaubernd ist es, der Emma von Sarah Schulze-Tenberge zuzusehen. Die junge Schauspielerin stellt sich damit als vielversprechendes neues Ensemblemitglied vor. Wie sie Max unvermittelt anstrahlt, wie sie vor jeder ihrer Notlügen verlegen zögert und mit charmanter Unschuldsmiene ihren Vorteil sucht, nämlich diesen Mann zu behalten, ist hinreißend. […] Wunderbar gelingt die zarte, verlegene Annäherung der beiden Unglücklichen.«
Neuburger Rundschau/Augsburger Allgemeine – 02.10.2018
»Modernes Märchen über Liebe, Geld und Tod«
»Heiner Kondschak hat in Ingolstadt schon einige Proben seines skurrilen Humors und seiner besonderen musikalischen Vorlieben gegeben. Mit ›Emmas Glück‹ seift er sein Publikum nach allen Regeln der Bühnenkunst ein«, so der Rezensent. Hervorgehoben wird die Rolle der drei Nebendarsteller, die »die Übergänge im komprimierten Stoff schaffen« und somit »dramaturgisch unverzichtbar« sind.