Die Konferenz der Vögel

von Jean-Claude Carrière • Nach einem Epos von Fariduddin Attar

Deutsch von Renate Doufexis • Fassung von Knut Weber

Die Welt ist nicht mehr die, die sie war. Krieg, Gewalt, Krankheit, Armut, Tod wohin man sieht. Inmitten der Zerstörung wacht der Dichter Attar aus einem unruhigen Traum auf und stellt fest, dass er sich in einen Wiedehopf verwandelt hat. Der Wiedehopf ruft alle Vögel der Erde zu einer Konferenz und erzählt ihnen von einem fernen Land. Dort auf dem Berg Kaf lebt ein König, der allein dazu in der Lage ist, die Welt vor der Apokalypse zu retten. Tau-sende Vögel folgen dem Wiedehopf auf dieser beschwerlichen und schier endlosen Reise: Sie werden sieben Täler durchfliegen und gegen Stürme, Regen, Eis und glühende Hitze kämpfen. In jedem der sieben Täler stehen die Vögel vor neuen Herausforderungen: Sie müssen sich von Wünschen, Vorstellungen, Hoffnungen verabschieden, müssen schwierige Aufgabe lösen und sich unvorhersehbaren Ereignissen stellen – oft ist dies ein Kampf um Leben oder Tod.

Seit Alters her stellt der Vogel die Verbindung zwischen den Menschen und den Göttern dar und steht für Gedankenfreiheit und Transzendenz. Der Vogel gilt als archetypisches Seelentier, das im Tod seinen körperlichen Käfig verlässt und ewige Freiheit erhält. Das Versepos aus dem 12. Jahrhundert fasziniert durch archaische Kraft, die in das 21. Jahrhundert hineingreift.

Regie: 
Knut Weber
Bühne: 
Monika Gora
Musikalische Leitung, Komposition: 
Tobias Hofmann
Choreografie: 
Katja Wachter
Video: 
Stefano Di Buduo
Dramaturgie: 
Gabriele Rebholz
Künstlerisch-technische Produktionsleitung: 
Manuela Weilguni
Premiere am ,
Freilichtbühne im Turm Baur