Der verkaufte Großvater

Bäuerliche Groteske in drei Akten von Anton Hamik

Bühnenfassung von Franz Xaver Kroetz

Ein nicht umzubringendes Schlitzohr ist der Großvater, der beim armen Kreithofbauern lebt. Die Verpflegung des Großvaters kostet viel Geld, dieser dankt es aber nur mit seinem Schabernack. Der Haslingerbauer hätte aber gerne genau so einen Großvater. In seiner Not verkauft ihm der Kreithofbauer den Großvater für 1000 Mark. Schon bald zeigt sich aber, dass Haslinger nicht aus Nächstenliebe handelte, sondern es nur auf das angebliche Erbe des Großvaters abgesehen hat. Doch da hat er die Rechnung ohne den Großvater gemacht, denn der stellt seine neue Bleibe erst einmal auf den Kopf und tyrannisiert Haslinger und seine Frau. Sein einziges Ziel ist es nämlich, die Kinder der beiden Familien zusammenzubringen. Wer dann den Großvater beerbt, das bleibt bis zum Schluss sein Geheimnis. Das Stadttheater Ingolstadt setzt die Tradition der zweiten Freilichtbühne fort und zeigt das Bayerische Volkstheaterstück auf der Bühne im Reduit Tilly.

»Ich liebe Volkstheater, wenn es aus seinem lieblichen Schatten tritt und sich von seiner scharfen, grotesken und entlarvenden Seite zeigt, die den Menschen zum Lachen bringt und ihm gleichzeitig den Spiegel vorhält«, sagt Regisseurin Christine Gnann.

Premiere: 17.06.2023

Dramaturgie: 
Kolja Buhlmann
Regie: 
Christine Gnann