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Der Schneesturm - Pressestimmen

Theater der Zeit – 01.12.2020
Schöne Balance

»Sehr klar wird […] die schöne Balance zwischen nostalgisch und futuristisch anmutenden Bühnenzitaten und Erzählweisen. Die Schauspieler tragen bunte Kopftücher und Russenmützen, um die Protagonisten herum bemühen sich fünf weitere Erzähler um den Fortgang der Geschichte, schwenken an Angelruten hängende Lämpchen für den Sternenhimmel oder bringen Kunstschnee aus Blasrohren direkt an den Mann. Mit bestrumpften Armen werden die Minipferdchen markiert, und knirschende Schritte im Schnee wie sämtliche Sturmgeräusche werden live erzeugt. Mit dieser handgemachten Ästhetik unterläuft die Ingolstädter Oberspielleiterin charmant die Erwartungen an ein magisch-realistisches Bebilderungstheater, das der Roman durchaus wecken kann. Aber auch filmische Einspielungen von verschneiten Waldwegen gibt es, das Hologramm einer Radiosprecherin oder eben ein albernes Schattenspiel: Das passt in seiner dezidierten Heterogenität ebenso prächtig zusammen wie zum Stoff.«

Donaukurier – 26.10.2020
»Großer Jubel für Mareike Mikats bildgewaltigen ›Schneesturm‹«

»Oberspielleiterin Mareike Mikat hat aus dem komplexen 200-Seiten-Werk eine außergewöhnliche Spielfassung destilliert, die zwischen Erzähl- und Spielszenen changiert, mit bildersatter Märchenopulenz und verschwenderischer Klangfülle besticht und ein Ensemble in Bestform präsentiert. Die Premiere am Samstagabend im Großen Haus wurde frenetisch gefeiert. […] Martin Valdeig und Péter Polgár als Garin und Krächz sind ein wunderbares Duo. Mit einer großen Präsenz, viel Energie und einem federleichten Witz in ihren existenziellen Kämpfen. […] Der Clou aber ist, dass die Regisseurin das Stück als Live-Hörspiel inszeniert. Von Enik stammen die faszinierenden Sounds und Kompositionen für diesen ›Schneesturm‹. […] Alles, wirklich alles stimmt an dieser Inszenierung. Von der klugen Text- über die innovative Spielfassung, von der poetischen Bildsprache mit der spannenden Videoästhetik […] über die vielschichtigen Auseinandersetzung mit globalen Phänomenen bis hin zu den pfiffigen Bühnenlösungen mit pelzigen Sockentier-Pferdchen und der Begrüßung des Publikums mittels Hologrammradio. […] Ein Schauspielfest. 105 Minuten mitreißende Unterhaltung. Zum Nach- und Weiterdenken.«

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Kulturkanal – 26.10.2020
»Skurrile Welt«

»Sehr einfallsreich wird die Erzählung auf wechselnde Sprecher verteilt und durch das Bühnengeschehen nicht einfach illustriert. […] So ist diese ›Schneesturm‹ - Inszenierung mit ihren unterschiedlichen Bildebenen auch ein virtuoses Spiel mit illusionistischen und epischen Bühnenmitteln, mit ironischer Distanz und darstellerischer Direktheit. […] Man kann an diesem Abend lustvoll eintauchen in die Kuriositäten und Absurditäten dieser mission impossible.«

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Neuburger Rundschau / Augsburger Allgemeine Zeitung – 27.10.2020
»Erzählen gegen die Epidemie«

»Mit einem hochkreativen Team hat die Oberspielleiterin des Stadttheaters Ingolstadt, Mareike Mikat, die deutsche Übersetzung des russischen Romans ›Der Schneesturm‹ von Vladimir Sorokin auf die Bühne des Großen Hauses gebracht. […] Der Landarzt Platon Iljitsch Garin (grandios: Martin Valdeig) ist mit dem dringend benötigten Impfstoff in das betroffene Gebiet unterwegs. Der Kutscher Kosma (kongenial: Péter Polgár), genannt Krächz, soll ihn mit seinen Minipferden das letzte Stück des Weges an sein Ziel bringen. […] Nicht weniger als 24 weitere Rollen übernehmen Jan Beller, Manuela Brugger, Olaf Danner, Linda Ghandour und Richard Putzinger.«