Der kleine Horrorladen – Little Shop of Horrors / © Jochen Klenk

Der kleine Horrorladen – Little Shop of Horrors

Musical von Alan Menken und Howard Ashman

Nach dem Film von Roger Corman und Charles Griffith • Deutsch von Michael Kunze

Bitte nicht füttern ! Jeder kennt dieses Schild. Dass diese Aufforderung aber nicht nur für zur Fresssucht neigende Tiere gilt, sondern auch für sehr hungrige Pflanzen, ist spätestens seit dem Musical »Little Shop of Horrors« bekannt.

Die »Skid Row«, in einer Vorstadt von Los Angeles gelegen, zählt nicht gerade zu den beliebtesten Wohngegenden. Obdachlosigkeit und Armut prägen das Straßenbild. Auch Mr. Mushniks Blumenladen vegetiert vor sich hin. Die Kunden bleiben aus, die Blumen verwelken. Dem Angestellten Seymour und seiner Kollegin Audrey droht der Absturz in die Arbeitslosigkeit. Doch in allerletzter Minute erinnert sich Seymour an das ungewöhnlich aussehende Pflänzchen, welches er einem alten Chinesen abkaufte. Er stellt die unbekannte, exotische Pflanze ins Schaufenster. Und voilá, der Arbeitsplatz ist gerettet.

Die seltene Pflanze gedeiht prächtig, wird sehr schnell größer, sorgt für Aufsehen in den Medien, lockt neugierige Kunden an, kurz: Der Laden brummt. Und endlich wird auch Floristin Audrey auf den verliebten Seymour aufmerksam. Alles scheint gut. Total abgedreht und mit sehr makabrem Humor spielt das Musical im Motown-Sound und mit Soul-Rhythmen fröhlich losgelöst mit Horrorund Comedy-Elementen. Die Hits wie »Grow for Me«, »Somewhere That’s Green« und »Suppertime« erreichten weltweit Kultstatus. »Der bizarre, bestialische Cocktail aus Horrorelementen, Wahnsinns- Musik, schriller Komik und zartem Liebesgeflüster macht den Erfolg dieses so temporeichen Musicals aus, das seit Jahrzehnten gerade auch von einem jungen Publikum frenetisch gefeiert wird – um es mit Seymours Worten auszudrücken: Es geht hier gar nicht um eine hungrige Pflanze – es geht um die Eroberung der Welt«, so Regisseur Philipp Moschitz.

Bitte beachten Sie, dass beim Stück »Der kleine Horrorladen« Stroboskopeffekte zum Einsatz kommen.

 

Regie: 
Philipp Moschitz
Musikalische Leitung: 
Tobias Hofmann
Ausstattung: 
Matthias Engelmann
Choreografie: 
Katja Wachter
Dramaturgie: 
Gabriele Rebholz
Korrepetition: 
Andreas Feith
Künstlerisch-technische Produktionsleitung: 
Manuela Weilguni
Ausstattungsassistenz: 
N.N.
Theatervermittlung: 
Bernadette Wildegger
Premiere am ,
Kleines Haus
Dauer: 135 Minuten, mit Pause
Donaukurier – 09.12.2019
»Diesen ›Kleinen Horrorladen‹ muss man einfach gesehen haben!«

»Was für ein Wahnsinn! Was für ein herrlich schräger, knallbunter, rotzfrecher, skurriler Wahnsinn! Das Stadttheater Ingolstadt hat mit dem ›Kleinen Horrorladen‹ einen weiteren Saisonhit gelandet. Das legendäre Kult-Musical von Alan Menken und Howard Ashman nach dem Film ›Little Shop of Horrors‹ von Roger Corman aus dem Jahr 1960 wurde am Freitagabend im Kleinen Haus frenetisch gefeiert. Ohne Zugabe wollte das begeisterte Publikum partout nicht nach Hause gehen. […] Regisseur Philipp Moschitz bedient den Kult mit Lust und setzt auf permanente Übertreibung: Alles ist hier laut, schrill und schockierend, aber höchst gewitzt, überraschend und stets in Perfektion in Szene gesetzt. Ein grandioses Ensemble steht ihm für diesen Musical-Spaß zur Verfügung: Neben Péter Polgár und Marc Simon Delfs sind das Renate Knollmann als anbetungswürdige Audrey, Ralf Lichtenberg im Fatsuit als gieriger Mr. Mushnik und Enrico Spohn, der den brutalen Zahnarzt als eine Art Marilyn-Manson-Widergänger gibt. Dazu die drei Soulgirls Michaela Thiel, Luisa Meloni und Naomi Simmonds. […] Sie singen teuflisch gut und herzzerreißend zart. […] Ohrwurm-Garantie liefert Tobias Hofmann mit seiner fabelhaften Band. Und Katja Wachter hat sich exquisite Choreografien ausgedacht, die nie aufgesetzt wirken (hoppla, Musical), sondern sich perfekt ins Spiel fügen. Alles stimmt hier – von den opulenten Kostümen über die aufwendige Maske bis zur apokalyptischen Bühne mit Wow-Effekt. Und das Ensemble ist einfach unglaublich.«

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Neuburger Rundschau / Augsburger Allgemeine – 10.12.2019
»Der kleine Horrorladen ist großes Entertainment«
»Der besondere Charme der Ingolstädter Inszenierung liegt nolens volens in der Beschränkung der Mittel. Das, was sich Regie und Ausstattung haben einfallen lassen, lässt die Verfilmung und so manche bühnentechnisch hochgerüstete Theaterfassung des Horrorladens ebenso vergessen wie die geradezu prekären Bedingungen der Spielstätte Kleines Haus. Die Bühne ist ein multifunktionaler Farbrausch, Kostüme und Maske ein (Alb-)Traum in Multicolor. […] Regisseur Philipp Moschitz hat tief in die Popkulturkiste der 80er gegriffen und dennoch sein eigenes Ding gemacht. Weit entfernt von inszenatorischer Routine lebt das wie entfesselt spielende Ensemble mit nahezu perfektem Timing seine unbändige Lust am Klamauk aus und hält durchgängig das hohe Tempo. […] Die sechsköpfige Band (musikalische Leitung: Tobias Hofmann) agiert auf den Punkt. Den aufreibendsten Job haben die drei Soulgirls (Naomi Simmonds, Luisa Meloni und Michaela Thiel). Sie erzählen, moderieren, kommentieren, schlüpfen in etliche Rollen und halten die packenden Tanzszenen des Ensembles (Choreographie: Katja Wachter) zusammen.«
Kulturkanal – 09.12.2019
»Frenetischer Jubel bei der Premiere«

»Péter Polgárs energetisch-verführerische Power, die schrillen Outfits mit exorbitant hohen bunten Perücken, und vor allem das grandiose Ensemble verkörpern genug Horror-Dämonie, um eine großartige Bühnenshow zu entfesseln. […] Eine Wucht sind die drei Gäste Luisa Meloni, Michaela Thiel und Naomi Simmonds als Soulröhren, Kundinnentrio, drei Grazien und 3 Nornen, Puppenspielerinnen der kleinen und personifizierte Pflanzenteile der großen Pflanze, die singend und tanzend locker ein ganzes Musical-Ensemble ersetzen. Und die fünf Protagonisten aus dem Haus stehen nicht nach. […] Der Musikalische Leiter des Stadttheaters, Tobias Hofmann, leitet vom Schlagzeug aus mit seinen beiden drumsticks die 6-köpfige Band, die herrlich groovt und rockt. Hier fügt sich alles bestens zusammen zu einer fulminanten Musical-Aufführung. Audrey Zwo hat mit einem irren Drive, schräg und gewitzt, das Kleine Haus erobert.«

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